Der Weg zu mehr Körpergefühl – Ernährung

Wenn ich mich auf diesem Weg befinde, komme ich nicht drumherum, mich direkt mit meinen Körper zu beschäftigen. Mich nach INNEN zu richten. So habe ich es mir zur Aufgabe gemacht, genau hinzuschauen. Mein Körper zeigt mir so viel und rückblickend gibt es auch in der Vergangenheit so viele Anzeichen, die mir zeigen, in welch unglaublichem Einklang mein Körper mit meiner Seele steht. Nicht immer ist dies auf angenehme Weise spürbar.

Und gerade heute wieder ist mir ein Wahnsinns Post von der lieben Elena Pfarr entgegen gesprungen und hat mich sofort ummantelt mit seiner Wahrheit. Die Wahrheit für mich. Es geht um den Zusammenhang zwischen Trauma und Hashimoto, Autoimmunerkrankungen im allgemeinen.

Bei mir schlummern gleich zwei davon im Körper und ich habe mich mittlerweile sehr gut mit ihnen arrangiert. Aber der Weg war nicht leicht und ich erkenne auch erst jetzt im Nachhinein die vielen verschiedenen Gründe für die Ausbrüche meines Körpers.

So erkrankte ich „plötzlich“ sieben Wochen nach der Geburt von Hanna und Luis an Colitis Ulcerosa, einer chronisch entzündlichen Dickdarmerkrankung, die mich intensiv ausgelaugt hat. Ich hatte es nicht mehr im Griff. Die Kontrolle völlig verloren.

Viele Jahre hatte ich einen Kinderwunsch, während mein Mann erst einige berufliche Schritte sichern wollte. So wartetet ich nur darauf, dass er fertig wird. Nach einigen Jahren hatte er es dann geschafft und war gelöst. Die schwierige Zeit kam jedoch erst noch, da sich unser Kinderwunsch leider nicht auf natürlichem Wege erfüllen lies. So gingen wir den Weg der künstlichen Befruchtung mit allen seinen vorstellbaren Hürden. Am Ende erfüllte sich der Kinderwunsch doch eher problemlos. Gleich der erste Versuch klappte.

Die Schwangerschaft mit den Zwillingen war alles andere als einfach. So musste ich einige Wochen im Krankenhaus liegen, da ich vorzeitige Wehen hatte. Vier Wochen vor dem errechneten Termin war es dann soweit. Die Zwillinge kamen auf natürlichem Weg auf die Welt. Hanna hatte es anfangs sehr schwer, musste beatmet werden und lag drei Tage auf der Intensivstation. Drei Wochen Krankenhausaufenthalt folgten. Dann konnten wir endlich nach Hause und zur Ruhe kommen, alles wirken lassen. Und dann begann mein Martyrium. Bis zu 30 mal am Tag befand ich mich schmerzvoll im Bad und konnte teilweise nicht mal mehr laufen. Zwei kleine Neugeborene daheim. Es war Wahnsinn. Im Nachhinein weiß ich nicht mehr, wie ich das geschafft habe.

Parallel dazu litt ich an Hashimoto, einer chronischen Schilddrüsenerkrankung, bei dem sich der Körper gegen die Schilddrüse wehrt und diese Zellen abstößt. Ähnlich ist es bei Colitis Ulcerosa. Da stößt der Körper einfach die Dickdarmzellen ab, sodass diese ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen können. Die Folge sind häufige, blutige Durchfälle. Bis zu 30 mal am Tag.

Vieles habe ich ausprobiert. Lange Cortison-Phasen, natürliche Heilmittel, Nahrungsmittelumstellung. Nichts hat geholfen. Immer wieder hatte ich Schübe und fand einfach nicht heraus. Mit Henris Schwangerschaft wurde es noch heftiger. Insgesamt hatte ich einen zehn Monate langen Schub, bei dem nichts half. Sogar die Dickdarmentfernung konnte ich mir vorstellen. Ich wollte endlich wieder in Ruhe leben und für meine Kinder da sein.

An irgendeinem Punkt fing ich an, auf meinen Körper zu hören. Ich lies Fleisch und Kohlehydrate konsequent weg und plötzlich wurde es besser. Ich spüre auch heute noch, dass der Verzicht auf einige belastende Nahrungsmittel der goldene Weg ist. Seither brauche ich auch keine Schilddrüsenhormone mehr. Welch Segen. Ich bin frei von Medikamenten.

Seit ich mich aktiv mit mir und meiner Seele beschäftige, rückt sich vieles gerade. Ich schau hin und nicht mehr nur weg. Anzuerkennen, dass die Seele Hilfe braucht, ist ein großer Schritt. Sie braucht Hilfe von einem Selbst.

Ein Trauma zu erkennen, es benennen und bearbeiten zu können erscheint mir als wichtigster Wegbegleiter. So bin ich mir selbst um all das dankbar. Mein Körper hat mir entgegen geschrien, ja fast schon gebrüllt.

Jahrelang litt ich an Migräne vor den Kindern. Eine Phase, in der mein Kinderwunsch nicht erfüllt wurde. Die Hürden, die mit dem Kinderwunsch selbst verbunden waren, ließen den Knäuel an Belastung in mir nur noch größer werden. Als ich dann endlich mit meinen Kindern daheim war, platzte die Bombe.

Ich bin mir sicher, dass die Gründe alle in meiner Kindheit zu finden sind. Um die biografischen Parallelen herauszufinden habe ich mir schon vor vielen Jahren psychotherapeutische Hilfe gesucht. So vieles wird mir klar. Das ist so schön. Und ganz ganz langsam lösen sich diese Blockaden in mir. Es braucht Zeit. Viel Zeit. Aber die ist es wert, wenn ich auf meine Traumen aus der Kindheit schaue, die sich auf wundersame Weise ja auch in unserem Erwachsensein wiederholen. Durch die Begleitung sehe ich dies jedoch klarer und so verfestigt es sich nicht noch mehr.

Beziehungsarbeit mit dem eigenen Ich könnte intensiver nicht sein, wenn man einmal JA dazu sagt. Es löst so vieles und ich bin unendlich dankbar, dass mir mein Körper Hinweise gegeben hat, auch wenn diese schmerzhaft waren. Nur so habe ich richtig hingeschaut.

Jetzt befinde ich mich auf meinem Weg zu mehr Körpergefühl, weil meine Seele überlastet war. Es war ein Fluch und wurde zum Segen.

Schaut mal. Hier könnt ihr auch nochmal meinen Artikel nachlesen, den ich über den Alltag mit Kindern und meiner Autoimmunerkrankung geschrieben habe:

Mein Alltag mit 2,5 jährigen Zwillingen, schwanger und meiner Autoimmunerkrankung

Der Weg zu mehr Körpergefühl – Licht

Um mehr bei mir selbst zu sein, komme ich immer wieder zu dem Punkt die verschiedenen Ebenen zu beleuchten. Als ich letztens davon schrieb, wie ich meine Ernährung umgestellt habe, ist mir klar geworden, dass dies der körperliche Weg NACH INNEN ist.

Mittlerweile sehe ich viel mehr viel klarer und weiß, dass es so viele Ebenen mehr gibt. Deshalb möchte ich besser strukturieren, fokussieren und dich daran teil haben lassen, wie MEIN Weg zu mehr Körpergefühl aussieht und sich für mich anfühlt.

Heute möchte ich dich auf dem spirituelle Weg NACH OBEN mitnehmen. Was bedeutet das nun für mich?

Alles in mir dreht sich gerade um Licht. Um mein Licht. Mein Lebenslicht, was unaufhörlich weiter leuchtet und welches ich beschütze, damit es niemals erlischt. Licht schenkt uns Wärme und Leben, von außen, aber auch von innen und wer jemals meditiert hat, weiß, wie heilend das innere Licht wirken kann. Es hat nahezu magische Kraft, wenn wir uns ganz auf uns konzentrieren. Es gibt keine stärkere Kraft im Universum, als das Licht.

Und so habe ich es zu meiner Aufgabe gemacht, täglich das Licht in mich fließen zu lassen. Mittels gezielten Übungen atme ich das Licht in mich ein, nehme es in mich auf. Wenn ich in der Sonne sitze, meinen Körper in ihre Richtung drehe und meine Augen dabei schließe fällt es mir noch leichter, diese goldene Lichtkraft in mich aufzunehmen. Ganz schnell macht sich ein Lächeln auf meinen Lippen breit und ich bekomme ein wohliges Gefühl im Körper. Wie Schmetterlinge, die vorsichtig in meinem Bauch flattern.

Ja, es mag alles sehr esoterisch oder spirituell klingen, jedoch ist es mehr wie das. Es ist eine Reise zu dir selbst. Es richtet die Aufmerksamkeit auf deinen Kern und zeigt dir den Weg, was wirklich wichtig ist. Ganz rein und pur. Probiere es einfach mal aus, dann weißt du, von was ich spreche.

Darüber hinaus spielt Licht für mich auch im Außen eine große Rolle und ich bin fasziniert davon, welch Möglichkeiten unsere Sonne uns gibt. Für meine gemütlichen Abende auf der Dachterrasse, im Bett oder auf dem Sofa, habe ich mein Sonnenglas (Werbung) entdeckt. Diese Solarlaterne funktioniert mittels Sonnenenergie und wird tagsüber ganz einfach ins LICHT gestellt. Abends gibt sie dann ein wunderbares Licht ab, ohne Strom zu brauchen. So bin ich autark und habe Licht. Welch Geschenk. Sie leuchtet viel heller, als übliche Solarlampen, sodass ich neben ihr sogar ein Buch lesen kann.

Außerdem lassen sich in ihr wunderschöne Naturschätze sammeln und aufbewahren. Abends wird dieser Schatz dann ganz romantisch bestrahlt. Ich liebe diese Möglichkeit des nachhaltigen Lichts, das Geschenk der Natur und freue mich jeden Abend wieder, dass ich so ganz natürlich Licht ohne Strom für mich habe. Mach dir deine Welt auch ein bisschen heller.

Mit dem Code SG-ERDENKINDER bekommst du bis zum 16.8.2019 deine Bestellung bei Sonnenglas versandkostenfrei.

Gern möchte ich dir auch eine schöne LICHTübung für den Alltag mit an die Hand geben, um dich vor Energieräubern zu schützen. Kleine Energieräuber können alle möglichen Menschen um dich herum sein. Deine Kinder, Arbeitskollegen, Freunde oder auch der Partner. Damit du diesen Beziehungen kraftvoll begegnen kannst, ohne dich nachher ausgelaugt zu fühlen stell dir folgendes vor:

Konzentriere dich in einem ruhigen Moment ganz auf dich und male Dir dabei gedanklich aus, du stehst in einem LICHTKegel. Ein Kegel, der ein Stück über dir endet und der dich völlig einhüllt. Er ist gefüllt mit Licht und seine Grenze undurchdringlich von außen. Du bist gänzlich geschützt. Stelle dir vor, wie alle kleinen und großen Energieräuber an dieser leuchtenden Hülle abprallen und dir somit nichts mehr anhaben können. Gleichzeitig erfüllt dich dieses Licht mit Kraft und Energie. Du bist ganz bei dir und lächelst zufrieden.

Mit dieser Stärke gehst du nun in den Tag. Du kannst diese Übung jederzeit machen, sobald du merkst, dass dir das Drumherum wieder mal zu viel wird oder wenn du Kraft verlierst. Bündle sie dann ganz schnell in deinem LICHTKegel und nehme sie wieder in dich auf. Atme sie tief ein und sei dankbar für dieses LICHTGeschenk.

Mit diesen lichtvollen Gedanken bleibst du mit deinem Körper und dem Licht verbunden. Schätze es und sei dankbar. Das LICHT ist die natürlichste Quelle unserer Kraft.

Der Weg zu mehr Körpergefühl – Erde

Heute möchte ich dich auf eine weitere Ebene meiner Selbstfindung mitnehmen. Es ist ein Weg, den ich schon viel eher begonnen habe zu gehen. Ganz intuitiv und es konnte mir nichts besseres passieren, weil ich seitdem viel mehr spüre. Mich viel besser wahrnehme. Es passt ganz buchstäblich zum Thema und ist diesmal nicht nur metaphorisch, sondern tatsächlich.

Es geht ums gehen und laufen. Um meinen körperlichen, erdverbundenen Weg NACH UNTEN. Seit über einem Jahr laufe ich in Barfußschuhen von Wildling (Werbung). Das Tragen meiner Wildlinge macht mich unglaublich sensibel, auf das was ich dabei JEDEN MOMENT spüre. Nämlich jede Unebenheit im Boden, jedes Steinchen, glatte und rauhe Oberflächen, harte und flexible Wege. Es ist so ein wunderbares Beispiel dafür, was wir für unser Wohlbefinden tun können. Die Wildlinge helfen mir dabei tatsächlich sehr.

Jahrelang hatte ich starre Schuhe mit starren Sohlen an. Genauso starr war auch mein Denken. Jahrelang habe ich überhaupt gar nichts an meinen Füßen gespürt. Ebensowenig habe ich mich selbst kaum gespürt. Jahrelang habe ich Schuhe getragen, die ich einfach nur schön fand. Nun bin ich schon lange auf dem Weg zu mehr Natürlichkeit und Nachhaltigkeit. Jahrelang wunderte ich mich über meine kranken, schmerzenden Füße. Nun habe ich das Gefühl, dass ich auf ganz starken Füßen und Beinen stehe.

Die Energie, die beim Barfußlaufen von der Erde in meinen Körper strömt, ist für mein seelisches Gleichgewicht unabdingbar. Deshalb laufe ich auch unglaublich gern barfuß. Aber nicht immer geht das. Oft sind meine Füße zu sensitiv auf den Untergrund und wollen ein klein wenig mehr Schutz. Deshalb trage ich die Wildlinge so gern. Flexibel bleibe ich in meinen Bewegungen sehr und meine Füße können sich frei entfalten. Nichts ist zu eng. Auch nicht für meine Seele. Es ist alles weit und frei. Es fühlt sich so schön an und ich bin dankbar für jeden Schritt so erdverbunden.

Wenn ich mir die energetische Kraft bewusst mache, dann wende ich mich meinem Inneren zu. Dann schaffe ich es, alles äußere auszublenden und einen kurzen Moment für mich zu sein. Ich konzentriere mich beim Laufen nun viel mehr auf meine Umgebung, meine Umwelt, die Natur. Ich wähle häufiger eine Wiese zum gehen, weil sie sich in den Barfußschuhen so viel weicher anfühlt. Ich begrüße innerlich jedes Steinchen und Stöckchen. Ich freue mich täglich für meine Kinder, dass sie sich so frei entwickeln können, rennen können, flitzen können und dass sie jetzt schon die Chance haben, Mutter Erde so viel näher zu sein, als ich es bis vor einem Jahr war.

Und ich gehe in meinen Wildlingen auch rennen. Das ist eine Sinneserfahrung der besonderen Art. Schritt für Schritt am Limit meiner Kondition. Innerlich immer bei mir. Aufgerichtet. Tief atmend. Den Untergrund so schnell wechseln unter mir. Meinen Körper ganz anders abfedernd. Konzentration auf meine Füße. Kilometer um Kilometer. Und im Moment der Verlangsamung meiner Geschwindigkeit eine unglaubliche Entspannung. Körperlich und seelisch. Wieder ein Stück näher an mehr Körpergefühl, Körperempfinden, Körperwahrnehmung.

Teil 1 könnt ihr hier nochmal nachlesen:

Der Weg zu mehr Körpergefühl Teil 1

Der Weg zu mehr Körpergefühl – Körper

Irgendwann wachte ich auf. Ich sah mich mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, mein Leben von nun an in die eigene Hand zu nehmen und mein Glück niemals mehr von jemandem anderen abhängig zu machen, als von mir selbst.

Schlagartig wurde mir bewusst, was das nun bedeutet. Es wird eine Selbstfindungsreise an so viele Orte meines Selbst sein. Damit verbunden eine Reinigung meiner Seele UND meines Körpers. Denn die Seele wohnt nur dann gern in diesem Körper, wenn alles im Einklang steht und das ist gar nicht so einfach.

Wir hetzen durch den Alltag mit oder ohne Kinder. Wir nehmen uns kaum Zeit für uns selbst. Nicht für die Seele und oft auch nicht für den Körper. Vielleicht treiben wir Sport, aber wir kümmern uns selten um unser Inneres. Wir verweilen so wenig oft im Moment. Wir haben verlernt uns selbst zu spüren. Unser Körper fühlt nicht mehr, was er braucht. Eine individuelle Ernährung, passend zu unserem Körper und seinen Bedürfnissen, lebt kaum noch jemand.

An dem Punkt, als mein Leben eine Wendung nahm, konnte ich erst einmal nichts essen. Zu sehr war ich mit der seelischen Verdauung meines neuen Lebens beschäftigt. Zu schwer wiegte dieser tiefe Fall. So verlor ich einige Kilo, weil ich nur noch trank, um mich am Leben zu erhalten. Aber genau an diesem Punkt fand ein Umdenken statt. Es war wie ein Reset. Es war wie eine Neugeburt meiner Seele und meines Körpers.

Also fing ich an, nur Salat zu essen. Pur. Ohne jegliches Dressing. Etwas Gemüse dazu und es schmeckte neu und ganz wunderbar. Nach und nach fühlte ich mich in die Nahrungsmittel hinein und spürte, was mir gut tat und was nicht so. Wie das ging? Ich beobachtete meinen Körper ganz genau: wie fühlt sich ein Stück Avocado im Mund an? Was passiert mit meiner Verdauung, wenn ich Champignons zum Salat hinzu gab? Wie reagiert mein Bauch auf Früchte? Wie auf Milchprodukte?

Es war ein langer Prozess und ich konnte zu meiner Überraschung lange nicht mehr alles vertragen, was mir aber schmeckte. Mein Repertoire an Nahrungsmitteln schrumpfte zusammen und mir ging es blendend. Meine Haut wurde streichelzart. Meine Geschmacksnerven bedankten sich für etwas mehr Ruhe. Meinem Darm ging es ohne den lästigen Blähungen viel besser. Mein Körper war leichter, fitter und robuster.

Ganz nebenbei fing ich auch an, meine Pflegeprodukte umzustellen. Auf natürliche Produkte achtete ich schon immer, nur wusste ich nicht, dass auch in den „besten“ Cremes nur maximal 5% Wirkstoff drin sind. Es ging mir ein Licht auf, warum ich jahrelang auf die Wirkung so mancher „Geheimwaffen“ bei Pflegeprodukten wartete. Nichts half gegen meine kleinen Fältchen, nichts gegen die trockene Haut, nichts gegen meine Hornhaut an den Füßen.

In dieser bitteren Zeit bin ich auf so einige wertvolle Lichter gestoßen. Unter anderem eben auf Ringana.

Seit ich diese natürlichen, veganen Pflegeprodukte mit ihren 100% Wirkstoffen benutze, sehe ich die Veränderung jeden Tag. Ich bin meinem Körper wieder nah, seitdem ich ihn täglich mit dem Besten pflege und streichle. Er hat es verdient.

Seit ich meinen Körper zusätzlich zu meiner Ernährungsumstellung mit den Supplementen mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen verwöhne, fühle ich mich von innen heraus so stark und kraftvoll. Meine Haare werden täglich schöner, meine Nägel wachsen wieder gesund, ich bin geschützt von innen und das fühlt sich gerade in der schweren Lebensphase so unglaublich gut an.

Alles in allem lebe ich nun mehr in Balance, als früher. Ich könnte dankbarer nicht sein.

Möchtest du dich auch wieder mehr spüren?

Gern berate ich auch dich auf deinem Weg zu mehr Balance von innen und außen. Schreib mir gern unter: saskiatheresia.ringana@gmail.com

Wir finden gemeinsamen die perfekten und individuellen Produkte für dich, deine Haut und deinen Körper. Wenn du schon mal stöbern willst, kannst du das hier gern tun: saskiatheresia.ringana.com

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Innen und außen in Balance

(Werbung) Es ist noch nicht all zu lange her, da habe ich Kleidung gern so geshoppt, indem ich Lieblingsstücke direkt in verschiedenen Farben bestellt habe. Ein Shirt in weiß, eins in schwarz und noch eins in Farbe. Das hat mich auf eine Art befriedigt, weil ich somit save war und immer das richtige Shirt in der passenden Farbe zur Hand hatte. Eins zur blauen Jeans, eins zur schwarzen Leinenhose und eins zum weißen Rock. Das fand ich klasse, aber es verschlang Geld und füllte meinen Kleiderschrank bis zum Platzen.

Seit geraumer Zeit bin ich in einem Reinigungsprozess von innen und außen. So achte ich genauestens auf das, was ich esse und gebe meinem Körper gute Ergänzungsmittel, indem ich darauf achte, dass sie natürliche Inhaltsstoffe haben. Seither pflege ich meine Haut mit ausgewählten Frischeprodukten und konnte die positive Wirkung schon in wenigen Tagen in meinem Gesicht sehen. Ich achte seitdem auch viel mehr auf die Balance zwischen Körper und Seele. Meine Haut empfinde ich da als Grenze und Pflege und streichle sie allein deshalb gern mit hochwertiger Creme, in der 100% Natur steckt (Wenn jemand dazu mehr wissen möchte, der klickt hier oder schreibt mich einfach direkt an.)

Außerdem reduziere ich gerade meinen Hausstand. Dazugehören alle möglichen Utensilien: Geschirr für mich und die Kinder, Gegenstände, an denen mein Herz nicht hängt und eben auch die Kleider meines Kleiderschrankes. Denn mittlerweile spüre ich sehr genau, was ich überhaupt richtig gerne tragen mag. Das war lange Zeit nicht so. Vielleicht bin ich sensibel geworden, seit ich meinen Körper besser spüre, weil ich ihn nicht mehr so mit Nahrungsmitteln belaste.

Auf jeden Fall habe ich fast täglich das Bedürfnis die meisten meiner Kleider einfach weiter zu reichen, weil ich diesen Ballast nicht mehr ertragen kann. So behalte ich lediglich die wirklich wertvollen und gemütlichen Stückchen, die mich an mich selbst erinnern. Vieles habe ich gekauft, um nach außen hin etwas zu sein, das ich nicht war. Kaufte ich schwarz, wollte ich zurück treten. Kaufte ich mal wieder etwas farbiges, wollte ich auf etwas aufmerksam machen. Kaufte ich jedoch weiß, fühlte ich mich wohl.

Wenn ich an die einzelnen Teilchen denke, kann ich zu 90% sagen, dass ich sie nicht ausschließlich für mich und mein Seelenheil kaufte. Aber genau dort möchte ich eigentlich hin kommen. Ich möchte Kleidung tragen, die mit positiver Energie hergestellt wurde. Kleidung, die zu 100% zu mir passt. Kleidung, in der ich mich auf mehreren Ebenen wohl fühle: die Farbe, die Haptik, die Gemütlichkeit, im Alltag, sowie beim Ausgehen.

Lange Zeit war mir nicht klar, welche Stoffe zu mir und meinem Ich passen. Ich konnte es einfach nicht fühlen. Mittlerweile weiß ich, dass ich Leinen im Sommer und WolleSeide im Winter liebe. Aber auch hochwertige, weiche Baumwollteilchen fühlen sich einhüllend und beschützend auf meiner Haut an.

Vor kurzen kaufte ich mir einen Poncho von Kamila. Einer Koryphäe auf ihrem Gebiet. Sie hat ein Händchen für die richtigen Teilchen und Fasern. Ein unglaublich gutes Auge für Farben und eine hingebungsvolle Art und Weise ihre wunderschönen Kleidungsstücke zu präsentieren.

Dieser Poncho begleitet mich nun fast jeden Tag und ich habe ausschließlich IMMER das Gefühl, gut gekleidet zu sein. Egal, was ich darunter trage, ich fühle mich unglaublich wohl und am richtigen Fleck, eingehüllt in die richtige Farbe.

Gern könnt ihr hier mal schauen, ob ihr auch etwas für euch entdeckt. Aber Achtung, Kamilas Stückchen machen süchtig 😉

Und so werde ich mich und mein Leben weiter reduzieren und durch hochwertige Produkte aufwerten. Ich werde mich in meine positive Energie hüllen und leben, so wie es mich glücklich macht. Wenn ich eins dadurch schon bis jetzt gelernt habe, dann ist es das, dass ich nicht viel brauche, um mich wertvoll zu fühlen. Denn ich bin es aus mir selbst heraus, egal, wieviel um mich herum ist.

Mein Leben im Umbruch

Manchmal gibt es Ereignisse im Leben, mit denen man überhaupt nicht rechnet und die einen vermeidlich völlig vom Weg abbringen. Da steht man dann da. Im Platzregen mit Donnergrollen über einem, sieht die Sonne nicht mehr und an einen Regenbogen ist nicht mal zu denken.

So ging es mir vor einiger Zeit und ich wusste nicht mehr weiter. Wie sollte ich diesen Weg weiter gehen? Wie sollte ich überhaupt laufen? Wie geht das? Woher die Kraft?

Wir alle waren ganz sicher schon mal an einem solchen Punkt. Bei jedem von uns sieht das anders aus. Jeder fühlt anders. Jeder führt ein ganz anderes Leben. Jeden schmeißt etwas anderes aus der Bahn. Mal mehr, mal weniger. Und dennoch stehen wir dann am Ende am gleichen Punkt. Nicht mehr weiter zu wissen.

So auch ich. Drei kleine Kinder an der Hand, ein ganzes Leben vor mir, vier ganze Leben vor mir. Da schwankte ich zwischen: alles hinschmeißen oder stark sein und fand die Erlösung irgendwo in der Mitte. In meiner Mitte.

Den egal wo du auch gerade stehst, am Ende liegt es an dir, was du daraus machst und wo du in dir deine neue Mitte finden wirst. Du kannst einiges dafür tun, denn das Leben geht unweigerlich weiter. Nur eben anders. Wir atmen weiter, nun jedoch tiefer und erlösender als vorher. Mich hat dieser Umbruch befreit, Horizonte geöffnet und neue Kreuzungen auf meinem Lebensweg kamen zum Vorschein. Ich hatte plötzlich wieder eine Wahl, wie ich mich entscheide. Ich hatte plötzlich wieder Rückenwind, der mich jetzt trägt.

Und nun finden sich ganz viele Dinge von allein. Ich habe Verantwortung übernommen und gleichzeitig etwas ganz entscheidendes losgelassen: die Kontrolle über mein Leben. Denn es ist wie es ist: wir leben von Tag zu Tag und ich kann nicht ändern, was morgen kommt. Ich kann nur JA zu dem sagen, was heute ist. Und ich kann nur das beeinflussen, was JETZT gerade eben passiert. Darin liegt meine Entscheidungskraft und ich setze diese gezielt ein.

Manchmal lasse ich mich treiben, um über die weiten Wiesen neben meinem Weg zu schauen. Manchmal setze ich mich hin und denke über mein Leben nach und begrabe das an diesem Ort Wegesrand, was ich mir vorgestellt habe. Immer wieder komme ich zu dem Sprichwort von John Lennon zurück:

“Leben ist das, was passiert,

während du eifrig dabei bist,

andere Pläne zu machen.“

Und es ist wirklich so. Alles, was ich mir für die Zukunftvorgestellt und gewünscht habe, ist einfach zerplatzt. Aber das bedingt sich schon aus sich selbst heraus. Allein schon die Vorstellung, was sein könnte, ist fiktiv, weshalb wir daran einfach nicht festhalten können. Das was gerade ist, das können wir halten und damit intensiv leben. Auch das, was vergangen ist, können wir lediglich in unserem Herzen als Erinnerung tragen und dem dankbar sein, was uns an dieses Hierundjetzt geführt hat. Denn alles hat seinen Grund. Alles war gewollt. Und auch, wenn etwas endet, hat dieses Etwas seine Bedeutung für unseres jetzige Leben.

Es kommt etwas unverhofftes, neues in unser Leben, wenn wir gar nicht damit rechnen und dann trifft es uns wie der Schlag, weil es so so schön ist.

Deshalb kann ich dich nur ermutigen, lass alles los, was kommen soll, denn es kommt sowieso anders, als du es dir denkst. Bleib an deinem Weg stehen, beobachte die Landschaft, genieße den Wind im Gesicht und die Wärme der Sonne auf deinem Körper. Setze dich gelegentlich hin und Träume, aber male dir kein falsches Bild vom Leben. Alles wird dich finden. Von ganz allein. Die schönsten Blumen tauchen unverhofft auf.

Gemütlichkeit in Herbst und Winter

(Werbung mit Herz) Jetzt ist es soweit. Es ist Herbst. Gerade eben sitze ich mit einem warmen Kakao und kuschligen Stulpen aus Merinowolle auf meinem weichen Lammfell und beginne diesen Blogpost über Gemütlichkeit in der kalte Jahreszeit. Dabei weiß ich noch nicht einmal, wie dieser Artikel hier enden wird.

Heute habe ich mir genau darüber Gedanken gemacht. Was bedeutet für mich Gemütlichkeit und was nicht und was spielt alles eine Rolle. Was muss stimmen, damit man es auch mit quirligen Kindern gemütlich haben kann?

Ok. Jetzt ist es abends. Da fällt es mir tatsächlich leichter, weil hier Ruhe ist. draußen ist es dunkel und ich bin allein nur für mich verantwortlich. Ich kann entscheiden, was ich mache. Ob ich nur dasitze und Musik höre oder ob ich stricke oder oder oder.

Tatsächlich ist Gemütlichkeit für mich mehr als eine Tätigkeit. Viel mehr. Für mich beginnt sie mit der richtigen Kleidung und die wähle ich immer entsprechend der Verfassung, ob mit oder ohne Kinder. Ganz egal. Hauptsache ist, dass nichts einschneidet, dass sie warm ist, dass ich mich gut darin bewegen kann und dass sie aus natürlichen Stoffen besteht. Mein absolutes Lieblingsoutfit sind momentan ein weißes Langarmshirt und eine schwarze Leggins aus Baumwolle, eben genannte Stulpen, da ich in der Wohnung immer barfuß gehe und eine Tunika aus 100% Merino-Schurwolle (kbT) vom Finkhof. Eine richtige Traumkombination an kalten Tagen mit und ohne Kindern.

Kleiner Exkurs zum Finkhof: eine ganz vielseitige Schäfereigenossenschaft mit unglaublich vielen natürlichen Produkten im Shop (auch online). Was Schafe eben alles zu bieten haben: Wolle, Stoffe, ökologische Kleidung, Kosmetik, Felle, Naturmatratzen und sogar Schmusetiere aus Schafwolle.

Und auch die Kinder tragen seit ich denken kann immer gemütliche Kleidung hier zu Hause und auch im Waldkindergarten. So haben wir eigentlich ausschließlich WolleSeideKleidung oder Knickerbocker von Petit Cochon an. Jeans tragen sie so selten, dass uns immer schon die Oma „richtige“ Hosen schenken will, die wir dankend ablehnen, weil sie in denen einfach nicht so beweglich sind. Auch außer Haus (Musikschule und Co.) lassen die zwei Großen am liebsten ihre gemütlichen Hosen an 🙂

Weiterhin unablässig sind schöne Orte zum Verweilen in der Wohnung. So sitze ich eben gerade an der Heizung auf einem Lammfell. Dieses wärmt so wunderbar natürlich von unten und schmiegt sich an meinen Körper an. Herrlich. Es ist ein ganz anderes Sitz- und Liegegefühl. Außerdem wohl das weltbeste Geschenk überhaupt (Weihnachten naht in großen Schritten). Damit kann man einem Nichtveganer ganz sicher eine große Freude machen. Schaut doch dafür gern mal beim Lammfellhaus vorbei.

Kleiner Exkurs zum Lammfellhaus: Dort findet ihr verschiedenste Tierfelle aus unterschiedlichsten Regionen unserer Erde. Ich habe mich für ein englisches Lammfell entschieden, da es sehr weich und flauschig ist. Genau das richtige für unser gemütliches Zuhause. Eine Fellpflegebürste gibts direkt dazu.

So lümmeln tagsüber auch Hanna, Luis und Henri sehr gern drauf, schauen Bücher an oder verweilen einfach nur mal kurz. Es ist in unserem Wohnzimmer ein richtiger Magnet geworden. Und wenn es die Kinder gemütlich finden, dann ich auch.

So wie in unserem Familienbett. Gerade jetzt, wenn es im Schlafzimmer so richtig kalt ist und ich unter die flauschige Bettdecke gekuschelt meinen kleinen warmen Henri spüre, der neben mir liegt und schläft, während ich im Lichterschein des Nachtlichts sein entspanntes Gesicht beobachte. Das ist einfach nur schön. Auch hier lege ich sehr viel Wert auf Natürlichkeit – Kissen mit verschiedenen natürlichen Füllungen, Kamelflaumhaardecken und Bettwäsche aus kontrolliert biologischem Anbau sind dabei meine Favoriten.

Hier könnt ihr mehr zu unserem Familienbett lesen.

Und hier zu unserer gesunden Schlafumgebung.

Gemütlich mag ich es auch, wenn es mollig warm ist im Kinderzimmer und wir spielen und bauen alle etwas aus Holzbausteinen zusammen auf dem Teppich, was sich momentan eher schwierig erweist, da Henri „bauen“ noch mit wieder einreißen assoziiert. Aber wenn wir da alle so zusammen sitzen uns wir kleine Bauwerke ertüfteln oder uns eine neue Kugelbahn ausdenken und ich sehe, welch Kreativität in den Köpfen der Kinder steckt, finde ich es überaus gemütlich und mag den Ort am liebsten ganz lange nicht verlassen. Grad im Herbst und Winter ist es an ungemütlichen Tagen nämlich schwierig, die Kinder drin entspannt zu beschäftigen und sich dabei selbst auch noch wohl zu fühlen.

Licht in seiner reduzierten Form ist für mich auch unheimlich gemütlich. Kerzen werden bei uns aktuell nur unter Aufsicht zum Frühstückstisch angezündet, was dem Ganzen so ein bisschen den Zauber nimmt, aber ich liebe eben den Duft von Bienenwachskerzen und genieße dann zumindest 15 Minuten am Morgen diese unglaubliche Stimmung, wenn draußen der Tag erwacht und ich den Waldrand beobachte, an dem sich die ersten orangenen Sonnenstrahlen von der gegenüberliegenden Morgensonne zeigen.

Abends habe ich hier immer ganz wenig Licht an. Im Advent eigentlich nur den Herrenhuter Stern in unserem Dreiecksfenster. Dieses Licht reicht mir völlig und entspannt meine Seele noch viel mehr, wenn alles hier in so warmes Licht getaucht ist.

Außerdem liebe ich Düfte. So hat man bei uns oft den Duft von ätherischem Öl in der Nase. Dabei bevorzuge ich an grauen Tagen Düfte wie Mandarine, Orange und Grapefruit. Am Abend ist es oft eine Mischung aus Lavendel und Vanille, welche beide eine wunderbar beruhigende Wirkung haben. Die ätherischen Öle dürfen auch in er Badewanne nicht fehlen. So mische ich dann gern 10 Tropfen Lavendel mit einem guten Schuss Sahne und gebe diese Mischung ins Badewasser der Kinder. Das entspannt sie und ihre Haut wird mit der Sahne gleichzeitig richtig schön gepflegt.

Einige weitere Rezepte findet ihr hier.

Aber auch der Duft von Bratäpfeln, frisch gebackenem Apfelkuchen oder gebrannten Mandeln darf hier nicht fehlen und dürfte am liebsten täglich durch die Wohnung ziehen.

So ist einfach alles das Gemütlichkeit für mich, was meine Sinne anspricht. Es erdet mich, wenn ich warme Füße habe, wenn ich etwas „echtes“ um mich herum habe, Natürlichkeit spüre und lebe. Es beruhigt mich und lässt mich in meiner Mitte verweilen, Kraft tanken und meine Wurzeln spüren.

Hier könnt ihr meine Gemütlichkeit nachstöbern und sicher auch das ein oder andere natürliche Weihnachtsgeschenk finden.

Tunika: Finkhof

WolleSeideHosen: Finkhof und Echtkind

Knickerbocker: Petit Cochon

Lammfell: Lammfellhaus

Bettdecken und Kissen: Allnatura

Bettwäsche: Hessnatur

Holzspielzeug: Grimms, Echtkind, Spiel & Klang, Carelino

Bienenwachskerzen: Naturkinder

Ätherische Öle: Feeling, Primavera, Farfalla

Kann man sich auf den letzten Blick entfreunden?

Dieser Abend ist still und friedlich. In mir ist es das auch. Und dennoch kreisen meine Gedanken immer und immer wieder um ein Thema, über das ich schon eine Weile lang schreiben möchte. Es ist ein Thema, welches mich beschäftigt, seit ich denken kann.

Es geht um Freundschaft. Was bedeutet es, eine Freundin zu haben? Woran misst man die Qualität einer Freundschaft? Und was sind Gründe, die eine solche Freundschaft beenden können? Urplötzlich. Und geht das überhaupt? Ist eine Freundschaft nicht so etwas wie Liebe? Wenn man sich auf den ersten Blick verlieben kann, kann man sich dann auch auf den letzten Blick entfreunden?

Das sind alles Fragen, die ich hier Wort um Wort mir selbst versuche zu beantworten. Ich habe gerade keinen Plan von diesem Text. Ich weiß nicht, wohin er mich führt. Ich weiß nur, dass ich ihn gerade schreibe und ihn veröffentlichen werde, wenn ich fertig bin und die letzte Frage für mich beantwortet habe.

Was bedeutet es, eine Freundin zu haben?

In der ersten Klasse lernte ich damals ein Mädchen kennen. Ich mochte sie sehr und sie mich. Trotzdem gab es eine Nebenbuhlerin, was diese Freundschaft erschwerte. Diese Nebenbuhlerin ging in der fünften Klasse und es kam eine andere. Die Freundschaft zu dem Mädchen blieb und sie blieb schwierig. Zu dritt ging nicht. Dennoch hätte ich irgendwann mittendrin behauptet, dass sie meine beste Freundin ist. Vor ein paar Jahren heiratete ich meinen Mann und sie wurde meine Trauzeugin. Am Abend vor der Hochzeit zeigt auch sie mir ihren Verlobungsring. Nur wurde nicht ich, sondern die andere ihre Trauzeugin. Ich war unendlich traurig darüber und bin es heute noch tief in meinem Herzen.

Heute habe ich Freundinnen, mit denen ich mir ab und zu schreibe oder Sprachnachrichten schicke. Wir sehen uns hin und wieder und unsere Kinder spielen dann schön miteinander. Es sind angenehme Freundschaften, wenn auch „oberflächlich“ dadurch begründet, dass man sich nur selten sieht. Wir haben einfach nicht die Möglichkeit, tiefer ins Leben der anderen einzutauchen. Direkt da zu sein, wenn wir uns brauchen.

Es sind ganz wenige dabei, mit denen es tiefer geht. Um genau zu sein: eine. Diese Freundschaft ist geprägt von tiefgründigen Gesprächen, sehr viel Respekt und Liebe. Wir sagen uns offen, was wir denken und keiner fühlt sich verletzt. Das ist genau das, was ich an einer Freundschaft so sehr schätze.

Woran misst man die Qualität einer Freundschaft?

Zumindest schon mal nicht an der Häufigkeit der gegenseitigen Besuche, denn nur weil man sich selten sieht, heißt es noch lange nicht, dass es nicht funktionieren kann. Und auch wenn man sich häufig sieht, gibt es keine Garantie für das Gelingen. Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Dazu gehört natürlich noch ganz viel Interesse an der anderen und ihren Gedanken, ihrem Leben und ihren Plänen für die Zukunft. Und natürlich kann man auch nicht an der Häufigkeit des Kontaktes messen. Ich habe Freundinnen, mit denen schreibe ich ganz selten und trotzdem werde ich sie nicht so schnell verlieren. Und ich habe welche, mit denen schreibe ich ganz oft und TROTZDEM hab ich das Gefühl, dass ich mit ihnen thematisch auf der Stelle trete. Vielmehr gehören für mich die gemeinsamen Momente zur Qualität. Kann man miteinander lachen und weinen, holt man für die andere die Sterne vom Himmel und würde man im Fall des Falles mit ihr zusammenziehen? Beantworte ich mit ja, weiß ich, dass es tiefer geht.

Was sind Gründe, die eine solche Freundschaft beenden können?

Im ersten Moment denke ich: niemals. Das geht nicht, wenn man gut befreundet ist. Denn was soll einen erschüttern? Fremdgehen kann man ja nicht so direkt und wenn die eine die andere nicht grad beleidigt, dann müsste es doch passen. Müsste. Tut es aber eben nicht immer. Was mich tief bewegt, sind so Momente in denen ich spüre, dass es meiner Freundin nicht gut tut, was ich ihr rate oder sage. Hey, da denke ich, ich kann einer Freundin alles sagen, aber es geht eben nicht. Da sperrt sie sich, weil ich etwas „besser“ weiß, weil es ein Thema ist, mit dem ich mich auskenne. Da komme ich an meine Grenzen und es wirft Fragen in mir auf, wenn sich diese Situation verschärft, in dem mir der Mund verboten wird. Nein. Das fühlt sich dann nicht wie Freundschaft an. Dann mag ich mich zurück ziehen und still und leise leiden, weil ich spüre, dass sich diese Freundschaft zurück bewegt und nicht vor. Weil ich fühlen kann, wie sehr ich nicht gewollt bin. Ich und meine Gedanken und meine Worte. Ja, das ist dann ein Grund zu gehen. Ich bin verletzt. Und mein Herz ist es auch.

Wenn man sich auf den ersten Blick verlieben kann, kann man sich dann auch auf den letzten Blick entfreunden?

Diese Frage bleibt für mich offen, denn auf den ersten Blick verlieben heißt ja, ich wusste vor dem ersten Blick noch nichts von dem Menschen und BÄM war er da. Im Umkehrschluss würde es heißen, dass ich nach dem letzten Blick dann auch nichts mehr von dem Menschen wissen will. Und so ist es ja nicht ganz. Weil die Gedanken weiter kreisen. Was wäre, wenn ich einfach nichts gesagt hätte? Was wäre, wenn mir das Gesagte egal gewesen wäre. Was wäre, wenn … nein. Das ist es gerade, was MIR wichtig ist. Offenheit. Das wünsche ich mir andersrum doch auch so sehr. Und genau dann möchte ich es geben dürfen. In einer Freundschaft, in der beide sich auf Augenhöhe begegnen. Gleichermaßen. Sich alles sagen dürfen, was ihnen wichtig ist. Ohne wenn und aber. Ohne Neid und Missgunst. Ohne Verletztheit. Sondern immer mit dem Wissen, dass es beide niemals böse meinen, weil … ja, weil man sich liebt. Still und friedlich.