6 Monate zu fünft

Was hat sich verändert? Wo stehen wir im Vergleich zum Anfang? Was hat sich bewegt?

Oh, es ist so einiges anders geworden. Seit Hanna und Luis in den Kindergarten gehen und täglich 4 bzw. 6 Stunden nicht zu Hause sind, hat sich unser Alltag gedreht. In eine völlig losgelöste Struktur.

Auf der einen Seite finde ich das so überhaupt nicht gut. Nicht für mich und nicht für Henri. DENN: Eigentlich wollte ich Hanna und Luis in einer Kita anmelden, in der sie täglich bis 15 Uhr betreut sind, weil ich finde, dass auch Henri seinen geregelten Mittagsschlaf bekommen darf, wie ihn auch Hanna und Luis genießen konnten. 11:30 Uhr Mittagessen und 12 Uhr ins Bettchen. Schlafen bis 14 Uhr und weiter im Nachmittag. Das geht so hier alles nicht mehr. Montag, Mittwoch und Freitag sind Hanna und Luis bis 12:30 Uhr im Waldkindergarten und Dienstag und Donnerstag bis 14:30 Uhr. An den beiden längeren Tagen lege ich Henri (mich inklusive) immer ins Bett. Wir schlafen dann ein bis zwei Stunden und das tut uns richtig gut. An den anderen Tagen geht es nicht und ich bin froh, wenn wir spätestens 13:30 Uhr Mittagessen und sie dann eventuell spielen oder vielleicht auch ein bis zwei Folgen Pipi Langstrumpf schauen, während ich mich mit dem schlafenden Henri auf dem Arm auf unser zweites kleine Sofa setze. Wie lange kann das noch so gut gehen?

Auf der anderen Seite öffnet mir dieser neue Ablauf auch Möglichkeiten zum Umdenken. So bin ich doch in meinem Strukturdenken völlig eingefahren gewesen und sehe nun, dass es den Kindern auch ohne meine Struktur echt gut geht. Zumal Henri ja in 2,5 Jahren auch in diesen Waldkindergarten gehen wird und somit die Struktur nun schon kennenlernen wird.

Was hat sich noch getan? Zwischenmenschlich!

An das Gefühl, Henri wie eine Löwin zu beschützen, habe ich mich inzwischen gewöhnt. Er ist ja nun auch nicht mehr so zerbrechlich, wie am Anfang und hält es schon mal aus, wenn die Geschwister mal etwas wilder knuddeln. Alles lasse ich trotzdem nicht zu und es gibt auch immer noch Momente, in denen ich ihn direkt aus der Situation auf den Arm nehme, weil es mir einfach wohler ist. Können doch 3 Jährige viele Gefahrensituationen noch überhaupt nicht einschätzen.

Zwischen den Zwillingen und mir wird es auch ganz langsam wieder entspannter. Ich habe das Gefühl, dass sie sich mir auch wieder mehr öffnen können. Mich mehr zu sich durchdringen lassen. Als ich mit Henri nach Hause kam, war das ja ziemlich heftig. Ablehnung und Traurigkeit machten sich breit Die erste Zeit zu Hause Und ich dachte ja nun nicht, dass es so lange dauern würde, bis es sich für mich wieder einigermaßen akzeptabel anfühlt Update: 6 Wochen zu Hause 

Der Kindergarten hilft uns dabei allerdings auch sehr. Sie erfahren eine unglaubliche Bereicherung für sich und ihre Entwicklung als eigenständiges Persönchen und ich habe etwas Zeit für mich am Vormittag, wenn Henri seine halbe Stunde schläft oder habe Zeit nur für ihn, wenn er wach ist.

Jeder hat hier in der Familie so seine Zeit gebraucht und ich habe dem auch ganz viel Raum gegeben, nicht zu oft drüber nachgedacht, es einfach fließen lassen. Ich denke, wir sind nun immer noch in diesem Prozess, in dem wir uns zu fünft finden und ich bin neugierig, wann es sich dann alles ganz rund anfühlt. Vielleicht zum 1. Geburtstag von Henri? Ich weiß es nicht. Was ich weiß, ist, dass ich gelernt habe, dass jeder neue Mensch, der in eine Familie hinzu kommt, die Familienwaage erst einmal ins Wanken bringt und dass sich jeder die Zeit nehmen darf, sich neu zu finden, seinen Platz neu auszurichten, neue Perspektiven einzunehmen und neue Kraftmomente für sich zu entdecken. Und genau das macht eine kinderreiche Familie so lebenswert: es ist immer neuschöpfende Veränderung, bis man irgendwann ankommt. L E B E N

Das dritte Rad am Wagen?

Viele fragen mich immer, wie es denn nun so ist, wenn man nach Zwillingen „nur“ ein Baby hat. Ist es einfacher? Ist es schöner?

Tja, was soll ich dazu schreiben? Es ist ANDERS. Und wie? Ja, das versuche ich euch heute mal zu beschreiben.

Schon in der Schwangerschaft spürte ich einen klaren Unterschied: es war ruhiger im Bauch. Kein wildes durcheinander von 8 Gliedmaßen, die mich abwechselnd links und recht spüren ließen, dass mein Bauch voll gefüllt mit Leben ist. Kein Schluckauf links und rechts im Wechsel. Nein. Henri war von Anfang an anders in meinem Bauch. Ruhiger, strich nur leicht mit seinen Füßchen von innen, bewegte sich nur sacht. Schluckauf hatte er aber trotzdem so häufig 🙂

Die Geburt war auch ANDERS. Länger. Schmerzhafter. Und nach einem Baby war dann schluss. Es kam kein zweites raus. Nur eins auf dem Bauch, das war irgendwie eigenartig, aber auch wunderschön. Er konnte einfach liegen bleiben und ichvihn genießen. Ich hatte nicht das Bedürfnis jeden gleich oft anzuschauen, wie es bei den Zwillingen der Fall war. Nein. Ich sah nur den einen Zwerg und das war  toll. Entspannter.

Seltsam war es dann, als Henri auf die Intensivstation musste, denn dann hatte ich nämlich kein zweites Baby im Arm, sondern war nachts ganz allein. Auf der Intensivstation hatte ich im Vergleich dann aber wieder mehr Ruhe, als bei Hanna damals, weil ich eben nicht immer im Hinterkopf hatte, dass da noch ein Baby auf mich wartet. Das hat mich damals verrückt gemacht. So hin und her gerissen zu sein.

Im Alltag ist es natürlich ganz besonders, nur ein Baby auf dem Arm zu haben ohne das schlechte Gewissen, dass ich das zweite ja grad vernachlässigen könnte, wenn ich mit dem einen grad kuschel. Und das genieße ich unendlich. Noch dazu kommt, dass ich Henri stille, Hanna und Luis damals nicht. Das bringt mich ihm auch nochmal näher. Ich verstehe seine Zeichen viel besser, weiß schneller, was er gerade braucht. Bei Hanna und Luis habe ich das nie so richtig gewusst. Jetzt erkenne ich am Quengeln, wenn Henri friert, Hunger hat, müde ist, die Windel voll hat, er kuscheln möchte oder ihm das Drumherum zu laut ist. Erstaunlich, oder?

Und ja, was ich schon spüre, wenn ich diese Zeiten vergleiche, ist, dass ich mich damals bei den Zwillingen viel mehr um Organisation und Struktur gekümmert habe. Gedanklich war ich stets dabei, es beiden immer recht zu machen, beide gleich zu behandeln, gleich viele Küsse am Tag zu verteilen, gleich oft in die Augen zu schauen, gleich häufig ein Lächeln zu schenken.

Jetzt ist das ganz anders. Sie kommen zu mir, wenn sie was brauchen und das ist gut so. Bis ich zu dem Punkt gelangt bin, es fließen zu lassen und es so anzuerkennen, sind bestimmt 2 Jahre vergangen. Vielleicht kam es jetzt auch erst mit Henri, dass ich mir um all das gar keine Gedanken mehr mache. Es einfach gehen zu lassen, ihnen auch einfach die Chance zu lassen, sich die Kuscheleinheiten zu holen. Dadurch haben wir zwar weniger Körperkontakt, aber es ist stimmiger, freier und ungezwungener, wenn ich Hanna und Luis einfach von sich kommen lasse. 

Bei Hebei ist es trotzdem so, dass ich mit ihm schmuse, wann immer er oder ich es mag. Zu ihm habe ich eh eine andere Verbindung. Vielleicht durch das stillen, vielleicht auch durch den etwas freieren Kopf. Aber es ist ANDERS.

Und klar mache ich mir auch oft Gedanken darüber, ob ich Henri unterm Strich näher bin und ihn damit mehr liebe. Aber im nächsten Moment sage ich mir einfach innerlich: „Nein, es ist einfach nur ANDERS“ und verschwende darin keine Zeit mehr.

 

Wie habt ihr es empfunden? Was waren eure Gedanken?

Stillen: 3 mal anders


Meine Stillgeschichte beginnt am 12.10.2014 ein paar Minuten nach der Geburt der Zwillinge. Nachdem klar war, dass sich Hannas Blutzucker nicht stabilisieren wird und sie auf die Intensivstation verlegt werden muss, nutzte meine Hebamme diese letzten wertvollen Minuten, die Hanna und Luis noch nackt und feucht auf meinem Bauch lagen. Zu meiner Überraschung fing sie plötzlich an, so ganz ohne Vorwarnung, an meinen Brustwarzen rumzukneten und zu drücken. Ich wusste nicht, was mir geschieht. Immer wieder nahm sie die Köpfchen in die Hand und zeigt ihnen die süße Milch. Luis konnte nicht gut andocken, Hanna hingegen trank wie eine Weltmeisterin. Kurz nach diesem Erfolg war sie auch schon weg auf Intensivstation und ich mit Luis plötzlich ganz alleine im Kreissaal, der eine halbe Stunde zuvor noch mit zahlreichen Personen gefüllt war. Alle zusammen 8 Erwachsene und mittenrein wurden ebendann zwei Minimenschlein geboren.
Nun gut. Die Stunden verstrichen, die Stillberaterinnen kamen. Ich pumpte fleißig ab, legte beide immer mal wieder an. Niemand trank so recht. Luis konnte nicht richtig andocken, warum erfuhr ich erst eineinhalb Jahre später. Und Hanna schlief immer wieder ein, nachdem sie ein paar ermüdende Züge nahm. Beide gleichzeitig am Busen war echt eine Herausforderung. Links immer wieder andocken, rechts am Wachhalten und zwischendurch immer wieder pumpen, pumpen, pumpen. Anfangs 3ml mit dem Ziel, die Milchproduktion täglich zu steigern. Der Milcheinschuss kam schon brav am 3. Tag, ich hatte gefüllte Brüste, aber trinken konnte keiner direkt. Also alles per Fläschchen. Meine Hebamme zu Hause beruhigte mich mit den Worten: „Das bekommen wir schon hin.“ Ich vertraute.

Zu Hause angekommen, das gleiche Spiel. Die Hebamme kam, legte beide an und es begann von vorn. Links Andocken ohne Erfolg, rechts schlief alles. Also pumpte ich weiter und fütterte mit dem Fläschchen. Beide wuchsen und gedeihten und das war für mich wirklich das wichtigste. Mit den Zwillingen war ich eh so im Organisations- und Strukturaufbau, dass mir das alles gut in den Kram passte. Ich pumpte nach der Uhr und ich fütterte nach der Uhr und gut. Es gelang so ganz gut. Keiner hatte zwischendurch Hunger. Alles war wunderbar getimed.

Die 8 Wochen Elternzeit meines Mannes verstrichen und ich konnte mir nicht vorstellen, das alles allein durchzustehen. Also entschieden wir, abzustillen. Nach einer Woche Pfefferminz- und Salbeitee waren meine Brüste leer und mein Unterbewusstsein klopfte immer wieder leise ein „Du hast versagt.“ Während der Kopf lauter sagte „Es ist in Ordnung.“ Was mein Herz sagte, wollt ihr besser nicht wissen.

So blieb es dabei. Wir fütterten ab da an Pulvermilch, die Mäuse schliefen von 23 bis 6 Uhr durch und gut wars. Soviel zum „Stillen“ (wohl besser Nahrungsaufnahme) der Zwillinge.

Dann kam Henri.

Alles anders. Andere Hebamme. Andere Tageszeit. Der Geburt. Andere Möglichkeiten. Henri wurde nachts geboren (hier findet ihr den Geburtsbericht), sodass viel Zeit blieb, dem kleinen Mensch seine Zeit zu lassen. Ich ließ ihn von selbst die Brustwarze suchen und unterstützte ihn nur leicht, da er doch sehr klein und noch eher schwach war. Die Hebamme hielt sich sorgsam raus und so konnten wir die nächtliche Zeit wunderbar und sogar eine Stunde länger im Kreissaal genießen. Auch wenn Henri am nächsten Tag ebenfalls wie Hanna damals auf die Intensivstation musste, konnte ich mich rund um die Uhr um ihn kümmern, da ich ja nicht noch ein zweites Baby hatte. Das war Gold wert. So verbrachte ich jede Stillmahlzeit bei ihm, legt ihn erst an und stillte den restlichen Hunger mit Muttermilch oder ausnahmsweise auch mit Pulvermilch danach per Fläschchen. Nachdem wir zu Hause waren, machte ich viel intuitiv. Irgendwann nach ein paar Tagen ließ ich die Muttermilch per Fläschchen weg und stillte ihn ausschließlich an der Brust. Das klappte ganz hervorragend und er schaffte es somit seither jede Woche knapp 250 Gramm zuzunehmen. Ich habe keine Ahnung, wie lange das so noch gehen soll 🙂

Was ist nun vom Gefühl her anders bei Henri?

Ja, irgendwie kann ich ihn und seine Körpersprache, seine Laute, sein Weinen viel besser lesen. Ich weiß, wann er Hunger hat, wann er die Windel voll hat, wann ihm kalt ist, wann er Bauchschmerzen hat, wann er kuscheln will. Das ist doch enorm, oder? Bei Hanna und Luis wusste ich ALL DAS nie!!! Deshalb kann ich auch nicht von Erfahrung sprechen. Die Bindung ist einfach enger, er ist mir näher. Das macht mir manchmal Angst, da mein Gerechtigkeitssinn sagt: „Hey, du liebst die drei nicht gleich.“ Aber dann halte ich inne und weiß, dass es nicht die Liebe ist, die sich durchs Stillen oder Nichtstillen unterscheidet. NEIN. Es ist viel mehr die Achtsamkeit, welche Mutter Natur uns in die Wiege gelegt hat. Und JA, ich kann sagen, dass ich diese Achtsamkeit bei Hanna und Luis eben nicht hatte. Dieses kleine feine Still-Band gab es eben einfach nicht. Nicht zuletzt, weil sie bei der Nahrungsaufnahme durch das Fläschchen „nur“ vor mir lagen und ich im Schneidersitz sitzend beide Flaschen gleichzeitig hielt. Klar ist es näher, wenn man das Baby im Arm hält während man das Fläschchen gibt, aber bei uns ging es eben nicht anders. Es war eine Herausforderung. Jeden Tag.

Und nun? Nun genieße ich das alles mit Henri, was ich damals bei Luis und Hanna so schmerzlich vermisst habe. Ich bin so unendlich glücklich, dass Henri von der ersten Minute an so gut stillt und mir damit ein sehr großes Geschenk macht. Und ich bin auch neugierig, ob sich diese Mama-Kind-Beziehung in Zukunft anders entwickelt. Ich werde berichten.

 

Nachtrag: Luis konnte deshalb nicht andocken, weil sein Zungenbändchen zu kurz ist. Er kann bis heute die Zunge nicht so weit hinaus strecken. Und nur dadurch fiel es mir irgendwann auf.

Schnullerfee? Nö. Müllberg

Als damals an Hannas drittem Lebenstag der Schnuller in ihren Mund wanderte (Kinderkrankenschwester sei dank) und ich das eigentlich gar nicht wollte, war es besiegelt. In dem Moment wusste ich, dass ich 2 bis 3 Jahre später an einem Punkt stehen werde, dieses Ding den Kindern wieder zu entwöhnen. Hach, wie stellte ich mir das romantisch vor: die Schnullerfee verteilt Glitzerstaub, nimmt den Schnuller mit und hinterlässt ein kleines Geschenk. Ja und natürlich gibt jedes Kind seinen Schnuller ganz freiwillig ab.

Ähm. Ja. So oder so ähnlich.

Letzte Woche Mittwoch, dem 28. Juni 2017, war es dann soweit. Meine Nerven wie Drahtseile gespannt, die Länge meines Geduldsfadens nicht mehr sichtbar und ich völlig ideenlos, wie ich diese zwei Rabauken überhaupt noch bändigen könnte, während Henri genüsslich stillte.

Einziger Einfall in meinem stillleeren Gehirn: eine Drohung. Schlimm, aber ja, ich wusste mir nicht mehr zu helfen. Am Vormittag diesen mittwochs wanderten beide Schnuller also dann in den Mülleimer, das Buch der Müllabfuhr (sehr beliebt bei beiden) wurde intensiv angeschaut und den Kindern damit verdeutlicht, wo der Schnuller nun ist. Oh Gott, im ersten Moment hasste ich mich für diesen blöden Ausgang ihrer Schnullergeschichte. Ich wollte Ihnen doch eine romantische Erinnerung schaffen. 

Dann kam der Mittagschlaf!

Hanna schlief nach 5 Minuten völlig ohne Probleme ein, nachdem sie Luis ganz klipp und klar gesagt hat, dass sie jetzt beide nun keine kleinen Babys mehr sind. Luis tat sich schwerer und schlief erst 30 Minuten später ein, was eher ungewöhnlich für ihn ist. Nun gut, aber sie schliefen. Das allererste Mal ohne geliebten Didi in ihrem Mund.

Einige Stunden später dann kam das Abendritual und es folge der Gang ins Bett. Nun war es andersrum. Hanna weinte eine Weile und Luis schlief sofort ein. Ich erklärte ihr ruhig, dass es sich der Schnuller auf dem Müllberg gemütlich gemacht hat. Unser Nachbar arbeitet zufällig auf dem Wertstoffhof und dieser hat die Didis natürlich zugedeckt.

Schwups. Beide schliefen und mir wurde klar, dass eben nun die Schnullerfee da war und meine Erziehungsmethode nun indirekt dieses Problem auch gleich mit regelte. Ursprünglich wollte ich ihnen eigentlich nämlich die Schnuller zurück geben.

Die erste Nacht verstrich, ebenso die zweite und die dritte. Heute haben wir nun Sonntag und erstaunlicherweise ist vom Didi nun keine Rede mehr. Sie haben es akzeptiert. Der Schnuller schläft nun auf dem Müllberg und gut.

Meine Erziehungsmethode hat dagegen aber so überhaupt nicht gefruchtet. Das war mir dann aber auch schon klar. Hey, sie sind 2,5 Jahre alt.

Und trotzdem sind wir vor zwei Tagen in einen wunderschönen Holzspielzeugladen gefahren in dem sie sich etwas aussuchen durften. Was genau und wohin wir da gefahren sind, darüber erzähle ich euch in den nächsten Tagen. Dieser Laden ist nämlich wirklich eine kleine, geheime Perle im südlichen, münchner Umland 🙂

Update: 6 Wochen zu Hause

Ja, es ist wirklich Zeit für ein Update. Viel zu lange habe ich nicht davon berichtet, wie es sich nun inzwischen hier zu Hause eingespielt hat. Hat es das überhaupt?

Also einen gemeinsamen Rhythmus haben wir vier noch nicht, aber das ist auch gar nicht schlimm. Hanna und Luis haben ihren Tagesablauf natürlich beibehalten. Henri und ich basteln uns so irgendwie drumherum. Manchmal passt alles zusammen, öfters aber auch nicht. Mittlerweile bin ich aber guter Dinge, dass sich das alles irgendwann schon angleicht.


Aber wie ist es nun?

Nach dem letzten Blogpost habe ich „glücklicherweise“ eine heftige Bronchitis bekommen und ich konnte mich auf gar keinen Fall um alle 3 Kinder kümmern. Ich konnte es kaum um Henri, geschweigedenn um mich. Ich war völlig am Ende und habe meine Ärztin angebettelt, mir schnell zu helfen, egal wie. Da mein Mann aber so gar nicht daheim bleiben konnte, hat sich die Oma kurzerhand bereit erklärt, die Zwillinge für 4 Tage (tagsüber) zu sich zu nehmen. Und ich sage euch, es war ein Segen. Nicht nur für mich kranke Große, nein, auch für Hanna und Luis, was dieses ganze Ankommen-Thema betrifft. Denn bei Oma und Opa haben sie die gleiche intensive Aufmerksamkeit bekommen, wie immer und das hat die beiden irgendwie wieder geerdet, eingenordet, resetet. Ich weiß gar nicht, wie ich es benennen soll 🙂 aber nach diesen 4 Tagen haben wir bei 0 angefangen und das dann richtig gut. Es war einfach wie vorher. Ganz normal alles.


Ich konnte in den 4 Tagen etwas Wochenbettzeit nachholen, auch wenn ich krank war. Ich habe viel geschlafen und mich nur um Henri gekümmert. Und dann kam auch noch ein mega toller Gutschein von einer Freundin: fertiges Wochenbettessen in Gläsern für gestresste Mamas, die keine Lust und Zeit und Kraft haben, zu kochen. Gold wert!!!

So oft habe ich drüber nachgedacht, ob es fair gegenüber Hanna und Luis ist, sie einfach zur Oma „abzuschieben“, aber mittlerweile weiß ich, dass es das beste war, was passieren konnte. Und ich sehe es nun auch nicht mehr als abschieben. Nein. Es war einfach notwendig und ging eben auch einfach nicht anders. Und nebenbei hat es uns ganz viel Gutes gebracht. Es war stimmig für uns als Familie.


Nun geht mein Wochenbett auch langsam vorbei und der Sommer ist da. Als Henri geboren wurde, war München in Schnee gehüllt und nun 6 Wochen später sitzen wir Erdbeeren essend auf der Dachterrasse und bestaunen diesen kleinen Mann, der so ruhig und ausgeglichen, zufrieden und nähefordernd ist.


Hanna und Luis haben Henri als absolut zugehörig anerkannt und wollen nun hin und wieder auch nochmal Baby sein und in unseren Armen liegen. Das dürfen sie auch. Vielleicht gleichen sie damit etwas aus, was sie allein schon auf Grund ihres Zwillingsdaseins damals nicht so intensiv bekommen konnten.

Aber von Eifersucht ist zum Glück nichts zu spüren, auch wenn ich sie manchmal von Henri fern halte, wenn er Ruhe braucht oder auch einfach nicht im Toben gestoßen werden soll (versteht sich von selbst). Das verstehen sie dann manchmal nicht so gut, aber sie sind ja auch erst zweieinhalb Jahre alt 🙂


Was das Wochenbett betrifft, geht es mir mittlerweile wieder echt ganz gut (bis auf die Müdigkeit). Ein paar Kilos dürfen nun noch runter und etwas Energie darf noch hinzu kommen. Dann ist alles prima 🙂 Demnächst werde ich auch noch ein paar Dinge bloggen, die ich im Wochenbett gebraucht habe bzw. die mir einfach gut getan / Kraft geschenkt haben.

So, nun kuschel ich mich zu Henri, der hier sie ganze Zeit schon leicht winselnd neben mir liegt und sich seine Portion Mama holen mag. Er schläft nämlich ganz gern Nase an Nase mit mir ein.

Die erste Zeit zu Hause

Ja, es ist mir ein Bedürfnis über unsere erste Zeit als fünfköpfige Familie zu schreiben. Einfach auch deshalb, weil unsere Familienwaage ein Ungleichgewicht erfahren hat. Eines, welches sich so schwermütig anfühlt, dass es mir im Herzen weh tut.

Aber mal zum Anfang. Nach 6 Tagen Krankenhaus inklusive Neugeborenenintensiv- und Kinderstation, durften wir am 1. Mai endlich nach Hause. Was mich hier erwartete, konnte ich mir keineswegs vorstellen. Nein. Es war so so anders.

Als uns Hanna und Luis am 4. Tag nach Henris Geburt besuchten, verlief alles sehr schön. Sehr romantisch. So, wie man es sich wünscht. Die beiden älteren Geschwister freuten sich über den Neuankömmling, streichelten ihn sacht und strahlten mich an. Puh. Die erste Hürde geschafft, dachte ich mir so.

Am 1. Mai wurde ich dann eines besseren belehrt. Alles war anders. Klar, wir waren daheim, das Baby dabei und ich war nicht mehr ganz die Mama, die vor der Geburt gegangen ist.

Ich habe mich verabschiedet. 30 Minuten nach dem Blasensprung morgens daheim habe ich beide in den Arm genommen und mich von meinen einzigen zwei verabschiedet. Ich habe geweint. Vielleicht weil ich wusste, wie emotional alles werden würde.

Und nun sitze ich hier und reflektiere die beiden Wochen.

Da war ich. Die Zwillingsmama, die sich zur Löwenmama von Henri entwickelt hat, weil wir 6 Tage allein die Zeit nur füreinander hatten. Ich beschützte ihn. Vor zu viel Nähe, vor zu viel Lärm, vor zu viel Unbeständigkeit. Ich war voll bei ihm, während sich der Papa um die beiden großen kümmerte. Ich hielt Hanna und Luis auf Abstand. Ja, auch weil ich selbst erst mal schauen und kennenlernen musste, was Henri aushält und verkraftet. Ich schimpfte beide, wenn sie nicht gehorchten, wenn sie uns beim Stillen zu nah kamen, wenn sie einfach nicht lieb und leise neben mir saßen. Als sie dann abends im Bett lagen, weinte ich mir die Augen aus, weil ich so ungerecht war. Immerhin sind auch diese zwei Wunder meine Kinder. Das verdrängte ich voll. Alles in mir konzentrierte sich auf Henri. Sein Überleben und seinen Schutz.

Nur ganz langsam kam ich zu mir und komme es immer noch. Wie lange wird das wohl noch dauern? Nur langsam ließ ich Hanna und Luis an Henri heran, ihn streicheln oder auch mal auf dem Schoß mit Unterstützung halten. Es kostete mich unglaublich viel Kraft und Überwindung. Aber ich sah dieses Strahlen in ihren Augen und in dem Moment wurde mir klar, dass wir fünf nun eins sind. Und dennoch entwickle ich mich grad extrem langsam. Ich trete auf der Stelle und ich habe Herzschmerz. Schon allein deshalb, weil ich beide doch hin und wieder bremsen muss. Kann es nicht so bleiben, wie vorher? Nur eben mit Henri?

Hanna ist sehr herausfordernd, wenn ich Henri stille. Sie stört mich absichtlich und testet, wie weit sie gehen kann. Auf der anderen Seite legt sie sich plötzlich tagsüber in ihr Bett, hat ihr Lieblingskuschelherz ganz fest an sich gedrückt und ihren Schnuller im Mund. Sie leidet leise und das tut mir so enorm weh, weiß aber nicht, wie ich es verhindern bzw. auflösen kann. Henri ist nun mal da und es wird nie wieder, wie es war.

Luis ist unheimlich jammerich, aber auch trotzig, laut und brüllt viel wegen Kleinigkeiten. Er ist sehr sensibel geworden. Dennoch kommt er aktiv zu mir uns fragt ganz oft, ob er Henri halten kann.

Klar, alles negative Aufmerksamkeit und auch genau das Alter, in dem sie eh alles testen und ausprobieren, nicht mehr hören und sowieso nur das Gegenteil machen. Mich nimmt das aber grad alles so mit, nicht nur wegen der Hormone. Nein. Sicherlich auch, weil ich spüre, wie intensiv dieser Abschied doch ist. Abschied von meinen Babys. Ich leide so sehr. Ich hatte einfach keine Ahnung von alledem.

 

Beide haben den kleinen Henri in ihr Herz geschlossen, nehmen es mir jedoch sehr übel, dass ich nun nicht mehr so für sie da sein kann, wie ich es vorher war.

Ich weiß, dass sie sich an die neue Familie gewöhnen werden, akzeptieren, wie es jetzt ist. Dennoch machen mich ihre neuen „Gewohnheiten“ manchmal ganz fuchsig. Ich muss mich auch erst mal daran gewöhnen, dass aus meinen kleinen Zwillingen nun richtige Kinder geworden sind und sie plötzlich Eigenschaften zeigen, die ich bisher nicht kannte.

Jeder entwickelt sich hier grad weiter und ich weiß noch nicht, wo ich mich einordne, wo ich meine neue alte Rolle finden werde. Nun bin ich Mama von nicht nur zwei, sondern drei Kindern. Das habe ich noch nicht ganz realisiert. Ich fühle mich noch zweigeteilt: Mama von den Zwillingen und parallel Mama von Henri. Noch konnte ich die zwei Mamas nicht deckungsgleich aufeinander legen. Noch will ich grad nur eins sein, weil mich alles andere überfordert.

Ab morgen wird mein Mann wieder arbeiten gehen und ich bin allein. Im Alltag allein. Wie soll das gehen? Stillen und gleichzeitig kochen? Drei Kinder gleichzeitig wickeln? Ein Spaziergang mit Laufrädern und Tragetuch/Kinderwagen? Hanna und Luis abends allein baden? Heute sind dies alles noch unüberwindbare Hindernisse für mich.

Noch dazu lähmen mich die Müdigkeit und meine Autoimmunerkrankung, welche sich bisher nicht gebessert hat. Im Gegenteil. Die neue Ordnung meiner Hormone hat wieder alles durcheinander gebracht. Der tolle Medikamentencocktail, der mir die letzten 5 Wochen vor der Geburt etwas Ruhe verschaffte, ist jetzt nicht mehr der richtige.

Völlig planlos und stilldement habe ich keine Ahnung, wie ich das alles schaffen soll. Die Zeit wird es hoffentlich zeigen und die Waage sich wieder im Gleichgewicht ausrichten.

 

Die Geburt von Henri

Neun Monate haben wir alle auf diesen kleinen Mann gewartet und ihn uns sehnlichst herbei gewünscht und nun ist er da und liegt hier auf meiner Brust. Seltsam, wie groß Hanna und Luis plötzlich wirken. Große Hände. Lange Beine. Sind sie gewachsen? So schnell?

Zurück zum Thema. Unserem Geburtsbericht von plus1 🙂

Der Tag vor der Geburt war heftig. Irgendwas stimmte nicht mit mir. Ich hatte Magenschmerzen. Alles um mich herum verschwamm in einem Bild ohne Zeit und Raum. Ich lag in der Kuschelecke und die Zwillinge veranstalteten ein Chaos um mich herum, von dem ich erst etwas mitbekam, als mein Mann nach Hause kam und fragte: „Was ist denn hier passiert?“ So lange hat er wohl noch nie aufgeräumt. Tja und ich dachte, Hanna sitzt die ganze Zeit hinter mir und schaut sich Bücher an und Luis habe ich auf dem Teppich mit ein paar weiteren Büchern erwartet.

Die Nacht wurde nicht wirklich besser. Mein Bauch verkrampfte sich hin und wieder, aber ansonsten blieb alles ruhig. Als wir morgens frühstückten und mein Mann mir sagte, dass er 9 bis 13 Uhr ein wichtigen Termin hatte, bat ich ihn, das Handy in Hörweite zu halten, warum auch immer. Als er 8 Uhr fuhr, bin ich förmlich aufgesprungen, habe in Windeseile den Frühstückstisch abgedeckt, wichtige Dinge für Hanna und Luis hingestellt, Zähne geputzt und geduscht, wobei mir Luis ungewöhnlicher Weise sehr liebevoll assistierte. Normalerweise lasse ich mir mit alle dem viel Zeit. Meist sogar bis 10 Uhr 😉 irgendwie habe ich es scheinbar geahnt, denn als ich mich nach dem Duschen aufs Bett setzte und Hanna und Luis beim toben zuschaute, ploppte es in mir zweimal. Ich dachte, die Fruchtblase sei geplatzt. Also machte ich meinen pH-Wert-Test. Nix. Alles gelb. Nun gut, dachte ich mir, Hanna und Luis schauten inzwischen in Ruhe Buch in der Kuschelecke an, somit konnte ich mich noch ein paar Minuten entspannen. Vorbei am Handy, welches vor ein paar Minuten (8:54 Uhr) eine SMS von meinem Mann empfing „Alles gut? Ich geh jetzt in den Termin.“ Meine Antwort um 9:03 Uhr lautete also „Ja.“ Als ich mich dann nun nochmal ins Bett setzen wollte ging es WUSCH und alles war nass. Der Geruch nach Eiweiß verriet mir Fruchtwasser. Anruf bei meinem Mann um 9:05 Uhr mit den Worten „Letzte Statusmeldung nicht korrekt.“ ;D Also cancelte er den Termin und organisierte die Oma für die Zwillinge und für mich seine Schwester für die Fahrt ins Krankenhaus. Ich musste eigentlich nur noch die Tasche und zwei Handtücher schnappen. Nur für den Fall, es würde schnell gehen.

Im Krankenhaus in München angekommen, wurde erst mal CTG geschrieben und untersucht. Bingo. Der Geburt stand nichts mehr im Wege.

So kamen wir in den Kreissaal und entspannten erst mal. Viel passierte da auch erst mal nicht. Wehen, welche leicht zu veratmen gingen und gelegentlicher Fruchtwasserabgang. Langweilig 😉 So gingen wir treppauf treppab spazieren. Anfangs langsam, dann schneller. Wehen kamen und gingen wieder. Also in die Badewanne. Wehen kamen und gingen wieder. Nun eine noch schnellere Runde spazieren und währenddessen schön die Wehen veratmen. Die nächste Untersuchung offenbarte, dass sich am Muttermund seit Stunden nichts tat. Er war einfach zu straff. Also gab es ein homöopathisches Mittel im 20 Minutentakt, welches gut wirkte und den Muttermund erweichte. Somit gingen die Wehen auch voran. Mittlerweile war es abends, es wurde dunkel und mein Mann scherzte schon, dass ich Henri absichtlich so lange drin lasse, weil ich mir doch so ein gerades Geburtsdatum für ihn wünschte. Und er behielt recht. Nur wusste ich es selbst noch nicht. Inzwischen veratmete ich schon ganz ordentliche Wehen, meine Augen öffnete ich kaum noch und wartete immer nur die nächste Tablette ab, die mir sagte: wieder 20 Minuten rum. Die Zeit vergeht also. Ich hatte jegliches Gefühl verloren. Irgendwann saß dann nun mein Mann neben mir und ich hielt seine Hand. Plötzlich spürte ich nicht nur Wehen, sondern auch den Druck am Beckenboden. Holla die Waldfee, DAS war bei Hanna und Luis aber nicht so heftig. Und Luis war genauso klein wie Henri. Ich tönte mich so dahin und plötzlich fragte mich mein Mann, ob wir nach der Hebamme klingeln sollten. Ich bejahte und es wurde heftiger und ich lauter. Was eine Kraft durch mein Unterleib zog, ich hatte ja keine Ahnung. Es war so anders.

Dann kam die Hebamme und fing gleich wie wild zu wuseln an. Ich hörte es rascheln und tönte wieder sehr laut. Es tat so weh. Und plötzlich ein heftiger Druck zwischen meinen Beinen. Das musste das Köpfchen sein, welches sich nach draußen schob. Halleluja. Ich wollte nicht mehr. Ich wollte nur heim gehen. Jetzt sofort. Und wieder schob sich Henri mit einer Heftigkeit durch den Geburtskanal, sodass ich dachte, ich platze. Die Hebamme sagte nur „Lassen sie ihn raus“ während ich meinem Mann die Hand fast zerquetschte (Sein Kommentar nach der Geburt dazu: „Und wehe, du fragst mich irgendwann nochmal, ob ich ein Glas mit Schraubdeckel für dich öffnen kann.“). Und dann kam das Köpfchen und ich spürte Erleichterung. Oh wunderbar. Es spannte nicht mehr so und ich traute mich, ihn zu berühren und fühlte einen warmen, feuchten Kopf und wusste, jetzt schaffe ich es auch weiter. Dann wurde sein Körper geboren und das erste, was ich sagte, als ich seine Füße noch in mir spürte: „Schau auf die Uhr!“ Und eigentlich wusste ich es. Ich wusste, wir hatten es bis zum 26.4. geschafft. Als nächstes lachte die Hebamme und sagte „0:01 Uhr.“ Und war dann völlig sprachlos, da sie nicht damit gerechnet hatte, dass eine Frau sowas steuern kann. Ich auch nicht, bis zu diesem magischen Moment.

Dann schaute ich an mir herab und sah dieses klitzekleine Menschlein da liegen, nahm ihn so hoch wie es die Nabelschnur zuließ zu mir und schaute ihn einfach nur an. Die Nabelschnur pulsierte langsam aus, während die Zeit stehen blieb. Er war so warm, so angenehm, schrie nicht, schaute nur ein ganz bisschen. Die Hebamme entfernte die CTG-Knöpfe und wartete gelassen auf die Plazenta, die sich schon zu lösen begann. Ich spürte es in mir. Dann nabelte sie Henri ab und ich durchschnitt seine Nabelschnur. Ich trennte ihn auf ewig von mir, meinem Körper, in dem er heran gewachsen ist. Ich war dennoch glücklich. Dann kam die Plazenta. Wir schauten sie uns ganz genau an und stellten fest, dass sie sehr klein war. Das war also der Grund für sein Fliegengewicht. Noch wussten wir allerdings nicht nicht, wie leicht er wirklich war. Die Hebamme schaute ihn nur kurz an und ließ uns dann 2 Stunden ganz allein mit unserem dritten Kind. Irre. War das jetzt grad wirklich alles passiert?

Ich ließ Henri meine Brust ganz alleine suchen und finden, half ihm nur ein klein bisschen, da er doch eher schwach war. Aber er fand sie und saugte ewig daran. Ganz zufrieden.

Und nun kam mein Hunger. Den ganzen Tag hatte ich so gut wie nicht gegessen und nun hatte ich Hunger. Bärenhunger. Eine Scheibe Brot dick mit Butter bestrichen und Käse belegt, rettete mir die Nacht und brachte die Kräfte zurück. Wir schauten weiter unser kleines Wunder an. Bis die Hebamme nach einer gefühlten Ewigkeit wieder zu uns kam und ihn wog. 2440 leichte Gramm. Da war ich doch überrascht, da ich mit mehr gerechnet hatte. Alle weiteren wichtigen Eckdaten aufgenommen, schob sie mein Stationsbett hinein, auf dem wir weitere 30 Minuten kuscheln konnten. Henri blieb nackt, dick in warme Tücher gewickelt. Selbst später auf der Wochenbettstation wollte ich ihm die chemisch gereinigte Klinikkleidung nicht antun. So kuschelten wir die ganze Nacht bis zum nächsten Morgen … und ich? Ich war einfach nur selig für diese wunderschöne Erfahrung, einem weiteren Menschlein das Leben geschenkt zu haben.

Ein Blick in unser verspieltes Zuhause

(Werbung) „Ihr habt zu viel Spielzeug!“

Das ist bestimmt oft eine Aussage, die viele Mamas von euch hören, wenn irgendjemand zu Besuch ist. Mich lässt es wieder und wieder grübeln, da ich das eben überhaupt nicht so sehe und auch ganz bewusst darauf achte, was die Zwillinge haben und eben auch geschenkt bekommen. Dazu stehe ich auch und was nicht zu uns passt, wird weiter gegeben. Mittlerweile finden das alle immer schade, sodass sie dann doch auf meinen Rat hören. Denn jeder, der schenkt, möchte ja auch, dass das beschenkte Kind mit „seinem“ Geschenk spielt.

So überlegen wir regelmäßig aufs neue, was für eine ausgeglichene Entwicklung noch fehlt. Immerhin sind sie ja 3 Jahre lang zu Hause und können sich nicht, wie andere Kinder, in der Krippe austoben.

Also versuche ich, alle Sinne mit wertvollen Dingen zu bereichern. Zum einen schaue ich arg auf die körperliche Entwicklung drinnen und draußen, denn ich glaube, dass das wirklich das A und O auch für die geistige Entwicklung sowie Fein- und Grobmotorik ist.

So findet man bei uns zum Beispiel die Schwebinsel, die Kletteranhöhe, ein Pikler-Dreieck mit Rutsche, Hühner- und Affenleiter und ab demnächst auch eine Sprossenwand mit einem Seil. Außerdem gibt es draußen auf der Dachterrasse noch 2 Schaukeln. Ergänzend dazu gehts natürlich auch regelmäßig über Wiesen und Felder in Richtung Wald.



Der „Fuhrpark“ ergänzt so schön die Klettermöglichkeiten und wird auch intensiv genutzt, da wir ausreichend Platz zum beschleunigen und bremsen haben. Hanna und Luis haben zunächst „Motorräder“ aus Holz von NIC Toys zum ersten Geburtstag bekommen. Dazu gesellten sich in der letzten Zeit noch ein rotes Auto, ein Laufrad, ein Roller und ganz wichtig: 2 Puppenwägen (einer wird jedoch als Werkzeugwagerl genutzt).


Um für genug Ausgeglichenheit zu sorgen, habe ich schon ganz ganz früh unsere Kuschelecke eingerichtet. Dort wird gelesen, ausgeruht und auch auf dem Teppich gespielt. Wir alle lieben diesen Ort, da wir uns an verregneten Tagen am allerliebsten da alle zusammen an die warme Heizung kuscheln.



Im Wohnzimmer befindet sich außerdem noch eine Werkbank, auf der beide mit Herzenslust hämmern und schrauben und reparieren … die werde ich allerdings nun im Frühling und Sommer nach draußen verlagern. Dort darf dann auch gematscht werden 🙂


In der Küche haben wir eine kleine Kinderküche eingerichtet, sodass sie auch etwas auf ihrer Höhe zum „kochen“ haben. Aber klar, Kinder wären nicht Kinder, wenn sie nicht viel lieber bei Mama direkt mit helfen wollen. So schnappen sie sich kurzerhand ihre kleinen Kinderstühle und platzieren sie haargenau vor dem Herd, um ganz nah dran sein zu können. Rühren und salzen ist grad DAS Highlight 😉


Wenn wir mal einen Blick ins Kinderzimmer werfen, seht ihr auch hier eine Reduziertheit der Spielmaterialien. Dies halte ich ganz bewusst so. Zum einen, weil ich möchte, dass die zwei ihr Köpfchen anstrengen und mittels ihrer Phantasie ihre ganz eigene Spielwelt erschaffen und zum anderen, weil ein großes Angebot nicht immer dienlich dafür ist, dass sie ausreichend lange beschäftigt sind. Nein. Im Gegenteil. So häufig sind sie einfach nur bei mir und wollen mir im Haushalt helfen. Wäsche in die Waschmaschine, Waschmaschine anschalten, Staubsaugen, mit kochen, Fenster putzen, beseln … das alles machen die zwei mit so viel mehr Freude, als mit den Dingen spielen, die fertig für sie da stehen.





Und dennoch gibt es im Kinderzimmer noch einiges zu entdecken. Zum einen das Puppenhaus, welches sich Hanna sehnlichst vom Christkind gewünscht hat (die Püppchen sind übrigens von Franzi, die diese kleinen wunderhübschen Püppchen selbst herstellt). Weiterhin gibts auch hier eine kleine Leseecke, einfach, weil ich es so passend finde 🙂 Bausteine und andere Materialien von Grimms, die Brioeisenbahn und viele Holztiere von Ostheimer wohnen auch hier und werden regelmäßig bespielt. Unsere Allerleikiste, die es schon seit dem Säuglingsalter gibt, ist jedoch mit Abstand am interessantesten. Seidentücher, große Holzkugeln, Kreisel, Dosen und Gläschen zum Öffnen und Verschließen sowie weiche Bälle, diverse Beutelchen und undefinierbare Holzgegenstände sind darin versteckt.


Musikinstrumente dürfen hier natürlich auch nicht fehlen. Alleine Musik machen ist doch viel erlebnisreicher und kreativer, als auf einen Knopf zu drücken und zuzuhören. So trommelt Luis mit Herzenslust, während Hanna die Schlegel aufs Xylophon klingen lässt.


Die Betten sind natürlich, wie überall, auch ein hervorragendes Spielutensil. Als Auto, Bus, Schiff oder Badewanne, Nestchen für alle Plüschtiere oder Werkzeuge, Höhle oder eben einfach nur Bett, wenn sie das Zubettgehen miteinander nachspielen. Wieviel Möglichkeiten doch in einem einzigen Möbel stecken und welch riesige Welt sich den Kindern auftut 🙂 es ist immer wieder erstaunlich für mich zu sehen.

Sicherlich ist euch aufgefallen, dass wir viele Dinge aus Holz haben und es uns wichtig ist, dass unsere Kinder mit natürlichen Materialien aufwachsen. Oftmals wird dies belächelt. ZUmal ich mich auch wirklich schwer getan habe, die Legobausteine als Geburstagsgeschenk zuzulassen. Lange habe ich darüber nachgegrübelt, ob es wirklich sein muss. Letztendlich hab ich aber nachgegeben und den Dingen seinen Lauf gelassen. Kinder entscheiden am Ende ja eh auch selber, mit was sie sich gern beschäftigen. Nun ja, und irgendwie wird dieser ganze Plastikkram von den zwei nicht so gemocht 😉

Es sind immer die Interessen, die aus dem Kind selbst kommen, die es zum Spielen anregen. Bei uns wird es nochmal so richtig deutlich, da beide immer das gleiche Angebot haben und gleich alt sind. Sie wachsen also als Mädchen und Junge in einer Umgebung auf, die sich für beide Kinder stets gleich darstellt und dennoch sind ihre grundlegenden Ausrichtungen verschieden.

Hanna, die liebendgern schaukelt, ihre Pferde putzt und ihre Puppen pflegt, morgens als erstes Bücher anschaut und mir unheimlich gern beim kochen und Wäsche waschen hilft.

Und Luis, der sehr gern alles mögliche mit seinem Werkzeug repariert, mit dem Laufrad gern schnell durchs Wohnzimmer düst und mit Freude puzzelt, mit Bausteinen baut und einfach staubsaugt und überall beselt.

Beide haben immer alles zur Verfügung und dennoch verbringen sie ganz unterschiedlich ihre Zeit, wenn sie nicht gerade zusammen spielen. Das zeigt auch, wie „unwichtig“ eigentlich ein großes Angebot an Spielzeug ist. Ein paar Grundsachen sind wichtig, aber alles andere kommt vom Kind allein und wir durch seine Phantasie gesteuert.

Welche Dinge könntet ihr aus dem Kinderzimmer nicht mehr wegdenken?

Routine mit Zwillingen

Mit Säuglingen abends noch bis 22 Uhr Essen gehen? Den halben Tag im Café sitzen und mit anderen Mamas quatschen? Nach Lust und Laune essen? Nur schlafen, wenn sie müde sind?

Dass das alles nicht zu mir als Mama passt, wurde mir doch schon ganz schnell klar. Und so schlich sich ganz schnell ein Tagesablauf ein, der sich täglich arg ähnelte. Und war es mal anders, fing ich das Zittern an. Nein, so schlimm wars nicht, aber mir war in der Tat eine feste Struktur schon immer wichtig. Für die Kinder und auch für mich. Zumindest auch, weil ich wusste, dass sie 3 Jahre in meiner Obhut sind und ich 3 Jahre lang bestimme, wie der Hase läuft 😉 und natürlich auch im Hinblick auf den Tagesablauf im Kindergarten.

Von Anfang an lief es ganz gut und wir haben uns ganz schnell eingefuchst in unseren Tag. Das hat den Zwillingen enorm geholfen, sich zu finden in ihrem Rhythmus. Sie wussten immer ganz genau, was kommt und was als nächstes folgt. Diese Struktur hat es uns auch immer leicht gemacht, Veränderungen zu meistern. Der Tagesablauf (Frühstück, Mittag, Mittagsschlaf, Abendessen, baden, schlafen) war zeitlich immer fest. Daran gab es nichts zu rütteln. Alles andere wurde variabel drumherum gestaltet – je nach Lust und Laune.

Ob wir vormittags einkaufen fahren, spazieren gehen oder bei Regenwetter einfach nur spielen und Bücher anschauen, hat uns nichts ausgemacht. „Logisch“ denkt ihr euch jetzt sicher. Aber ich finde es schon wichtig, dass es Grundgerüst steht und dass sich Mamas und ihre Kinder dieses zusammen erarbeiten und ich dem Kind nicht einfach irgendwie was aufs Auge drücke, zu was ICH jetzt gerade Lust habe. Eben zum Beispiel spätabendliches Essengehen in ein lautes Restaurant. Das würde ich frühestens jetzt mal tun, aber vorher kam das nie in Frage. Ob ich mich damit einschränke? Nein! Ich bin Mama und habe mich bewusst dafür entschieden. Für mich heißt das auch, meinem Kind die Geborgenheit von daheim zu geben – grad abends. Ausnahmen? Im ersten Lebensjahr keine! Weil ich ganz fest daran glaube, dass es nicht sein muss. Wozu auch? Ich kann das alles jetzt oder in Zukunft noch tun und kann dann meine Kinder damit bereichern, weil sie eben auch jetzt erst anfangen, einen Mehrwert für sich zu haben. Letztens waren wir total schön bei einem Italiener abends essen, bei dem Kinder zuschauen können, wie der Pizzaboden hoch in die Luft fliegt und hinter einer Glasscheibe belegt wird. Toll für Kleinkinder! Für Säuglinge? Naja, ich weiß nicht. So ein kleines Kerlchen weiß ja gar nicht, was drumherum passiert, wenn alles so laut wuselt. Klar gibt es auch welche, die selig schlummern – aber doch vielleicht auch nur vor Erschöpfung 😉

Zur Routine gehört für mich aber nicht nur der zeitliche Ablauf. Dazu gehört viel mehr. Zum Beispiel eben auch, dass ich meinen Kindern nicht zu viele Veränderungen auf einmal zumute. Und dabei geht es schon um die kleinen Dinge, wie das Umstellen des Bettes und vielleicht gleichzeitig der Wechsel von Schlafsack auf Bettdecke. Das mag sich kurios anhören, aber ich achte auf diese Kleinigkeiten und ich hatte bei beiden bisher nie das Gefühl, dass solche Dinge sie überfordern. Viele Babys/Kinder weinen nach Veränderungen viel, sind unausgeglichen oder vielleicht auch trotziger als sonst. Vielleicht war es dann einfach zu viel, was man vom Kind verlangt.

Ich stelle mir immer vor, wie klein diese Wesen doch sind. Hanna und Luis sind jetzt 2,5 Jahre alt. Ein Bruchteil von dem was ich an Erfahrungen in meinem Leben sammeln konnte und Situationen, die ich erlebt habe. Und ganz ganz oft ertappe ich mich auch dabei, dass ich von meinen kleinen Zwergen Dinge erwarte, die für mich ganz selbstverständlich sind, ja, die für mich schon zur Routine geworden sind. Aber eben für diese zwei kleinen Kinder noch nicht. Und dann wird mir auch klar, dass es genau das ist, was sie erst von mir lernen: Routinen entwickeln. Für sich selbst und für eine Klarheit im Alltag. Dadurch sehen sie einfach viel eher und besser Dinge, die anders sind und lernen diese kennen und einschätzen.

Auch Gefahren. Schon seit sie dem Kinderwagen entflüchtet sind (und das ging hier sehr schnell), müssen sie an der Straße an meiner Hand laufen. Daran gehts nicht vorbei. Eine immer wieder kehrende Routine aus fester Handlung und immer gleichen Worten. Keine Ausnahme. Es bietet ihnen Sicherheit. Nicht nur im Sinne der Gefahr, sondern eben auch im Sinne „selbst sicher“ zu werden. Zu schauen, zu hören, einfach all ihr Sinne zu gebrauchen, wenn sie an der Straße gehen. Sobald wir ein Auto hören (hier auf dem Land fahren zum Glück nicht so viele – diese dafür aber viel zu schnell), bleiben wir stehen und schauen uns das Auto an, bis es vorbei gefahren ist. Erst dann gehen wir Hand in Hand weiter. Dies ist mittlerweile so arg in Fleisch und Blut übergegangen, dass sie es akzeptieren an meiner Hand zu gehen (bei vielen anderen Kindern erlebe ich dies nicht so) und dass sie von selbst stehen bleiben. Ja, und das beruhigt mich auch als Mama. Das schafft Vertrauen und Sicherheit. Routinen sind ein langer Prozess aus ewig Gleichem und das macht es den Kindern sehr leicht. Es schafft auch in ihnen ein Vertrauen, dass das, was sie tun, richtig ist. Und das wiederum gibt ihnen Sicherheit, Klarheit und Leichtigkeit, weil sie vieles das einfach ohne Nachdenken tun.

Ich hätte noch so viele Beispiele für euch, aber es würde diesen Text sprengen. Bei Interesse könnt ihr das aber gern in die Kommentare schreiben und ich schreibe demnächst einfach eine Fortsetzung 🙂

Zwillinge im Kindergarten trennen?

Vor genau einer Woche haben wir die möglichen Kindergärten unserer Gemeinde besichtigt und seither geistert mir eben genau diese Frage im Kopf, die ihr in der Überschrift lesen könnt. Es ist ein Für und Wider, ein Hin und Her, ein Gedankenstrom, der nicht aufhören mag, weil ich es aus pädagogischer Sicht eben ganz anders sehe, als die Erzieherinnen.

Diese sagen nämlich, dass man Zwillige trennt. Punkt. Genau! Man trennt sie einfach und gut ist. Klar, gibt es dafür auch Argumente, die bekräftigen, wie toll sich doch Zwillinge entfalten und ihre Persönlichkeit ans Licht kommt, wenn der andere Zwilling nicht umher ist. ABER. Die Frage ist für mich als Mutter, will ich das? Will ich, dass sie so anders werden, weil sie allein sind. Eben so anders, als in den letzten 3 Jahren und 9 Monaten Schwangerschaft?

Meine Kinder sind Geschwister, okay. Aus der Sicht verstehe ich, warum es manchmal Sinn macht, sie zu trennen. Meine Kinder sind aber eben auch Zwillinge und das macht diese Situation so speziell. Und auch hier muss man meiner Meinung nach nochmal klar unterscheiden: sind es eineiige Zwillinge, die halb verwachsen miteinander sind und ohneeinander nicht existieren können oder sind es Bruder und Schwester Zwillinge, die zwar die gleichen Eltern haben, jedoch so viel Charakterstärke besitzen, sich vom anderen zu lösen?!?

Mmmh. Meine Überlegungen gehen in jede Richtung und ich versuche, viel vorzudenken. Was wäre wenn … die eine und die andere Lösung.

Macht es Sinn sie zu trennen und welche Erzieherin entscheidet, was für MEINE Zwillinge richtig und was falsch ist. Denn nur, weil es für andere Zwillingspärchen bisher „richtig“ war, muss es nicht für meine richtig sein. Und wer sagt denn, dass sie sich zusammen in einer Gruppe nicht auch genauso „richtig“ entwickelt hätten? Und was ist eigentlich „richtig“?

Ich frage mich natürlich auch ständig, was es für das Gesamtsystem bringt, wenn Hanna und Luis getrennt werden. Wenn ich diesen letzten Satz gerade nochmal laut sage, spüre ich die negative Energie in dem mächtigen Wort GETRENNT. Ja, sie waren schon mal 2 Tage getrennt. Kurz nach ihrer Geburt. Und als sie wieder zusammen kamen, haben sie 2h zusammengekuschelt, zueinander gewand erst mal selig geschlafen. Egal, wie alt sie sind, ob 1 Tag oder 3 Jahre, ich finde es zu früh, um sie zu trennen. Klar, irgendwann wird jeder seinen eigenen Weg gehen und seine eigenen Freunde haben und sein Leben auch ohne seinen Zwilling genießen, aber DAS dürfen sie doch dann selbst entscheiden, oder?

Und jetzt soll ein fremder Mensch kommen und wissen, was für uns hier das Richtige ist? Je mehr Worte ich gerade schreibe, desto klarer wird es mir und desto tiefgründiger macht sich in mir das Gefühl breit, dass ich eine Trennung verhindern sollte. Einfach, weil ich es eben nicht nachvollziehen kann.

Und natürlich auch, weil ICH meine Kinder kenne und weiß, wo ihre Stärken und ihre Schwächen liegen. Und weil ich weiß, was sie als Mensch ausmacht.

 

Wie denkt ihr darüber???