Der Weg zu mehr Körpergefühl – Körper

Irgendwann wachte ich auf. Ich sah mich mit der bitteren Wahrheit konfrontiert, mein Leben von nun an in die eigene Hand zu nehmen und mein Glück niemals mehr von jemandem anderen abhängig zu machen, als von mir selbst.

Schlagartig wurde mir bewusst, was das nun bedeutet. Es wird eine Selbstfindungsreise an so viele Orte meines Selbst sein. Damit verbunden eine Reinigung meiner Seele UND meines Körpers. Denn die Seele wohnt nur dann gern in diesem Körper, wenn alles im Einklang steht und das ist gar nicht so einfach.

Wir hetzen durch den Alltag mit oder ohne Kinder. Wir nehmen uns kaum Zeit für uns selbst. Nicht für die Seele und oft auch nicht für den Körper. Vielleicht treiben wir Sport, aber wir kümmern uns selten um unser Inneres. Wir verweilen so wenig oft im Moment. Wir haben verlernt uns selbst zu spüren. Unser Körper fühlt nicht mehr, was er braucht. Eine individuelle Ernährung, passend zu unserem Körper und seinen Bedürfnissen, lebt kaum noch jemand.

An dem Punkt, als mein Leben eine Wendung nahm, konnte ich erst einmal nichts essen. Zu sehr war ich mit der seelischen Verdauung meines neuen Lebens beschäftigt. Zu schwer wiegte dieser tiefe Fall. So verlor ich einige Kilo, weil ich nur noch trank, um mich am Leben zu erhalten. Aber genau an diesem Punkt fand ein Umdenken statt. Es war wie ein Reset. Es war wie eine Neugeburt meiner Seele und meines Körpers.

Also fing ich an, nur Salat zu essen. Pur. Ohne jegliches Dressing. Etwas Gemüse dazu und es schmeckte neu und ganz wunderbar. Nach und nach fühlte ich mich in die Nahrungsmittel hinein und spürte, was mir gut tat und was nicht so. Wie das ging? Ich beobachtete meinen Körper ganz genau: wie fühlt sich ein Stück Avocado im Mund an? Was passiert mit meiner Verdauung, wenn ich Champignons zum Salat hinzu gab? Wie reagiert mein Bauch auf Früchte? Wie auf Milchprodukte?

Es war ein langer Prozess und ich konnte zu meiner Überraschung lange nicht mehr alles vertragen, was mir aber schmeckte. Mein Repertoire an Nahrungsmitteln schrumpfte zusammen und mir ging es blendend. Meine Haut wurde streichelzart. Meine Geschmacksnerven bedankten sich für etwas mehr Ruhe. Meinem Darm ging es ohne den lästigen Blähungen viel besser. Mein Körper war leichter, fitter und robuster.

Ganz nebenbei fing ich auch an, meine Pflegeprodukte umzustellen. Auf natürliche Produkte achtete ich schon immer, nur wusste ich nicht, dass auch in den „besten“ Cremes nur maximal 5% Wirkstoff drin sind. Es ging mir ein Licht auf, warum ich jahrelang auf die Wirkung so mancher „Geheimwaffen“ bei Pflegeprodukten wartete. Nichts half gegen meine kleinen Fältchen, nichts gegen die trockene Haut, nichts gegen meine Hornhaut an den Füßen.

In dieser bitteren Zeit bin ich auf so einige wertvolle Lichter gestoßen. Unter anderem eben auf Ringana.

Seit ich diese natürlichen, veganen Pflegeprodukte mit ihren 100% Wirkstoffen benutze, sehe ich die Veränderung jeden Tag. Ich bin meinem Körper wieder nah, seitdem ich ihn täglich mit dem Besten pflege und streichle. Er hat es verdient.

Seit ich meinen Körper zusätzlich zu meiner Ernährungsumstellung mit den Supplementen mit 100% natürlichen Inhaltsstoffen verwöhne, fühle ich mich von innen heraus so stark und kraftvoll. Meine Haare werden täglich schöner, meine Nägel wachsen wieder gesund, ich bin geschützt von innen und das fühlt sich gerade in der schweren Lebensphase so unglaublich gut an.

Alles in allem lebe ich nun mehr in Balance, als früher. Ich könnte dankbarer nicht sein.

Möchtest du dich auch wieder mehr spüren?

Gern berate ich auch dich auf deinem Weg zu mehr Balance von innen und außen. Schreib mir gern unter: saskiatheresia.ringana@gmail.com

Wir finden gemeinsamen die perfekten und individuellen Produkte für dich, deine Haut und deinen Körper. Wenn du schon mal stöbern willst, kannst du das hier gern tun: saskiatheresia.ringana.com

(Werbung)

Innen und außen in Balance

(Werbung) Es ist noch nicht all zu lange her, da habe ich Kleidung gern so geshoppt, indem ich Lieblingsstücke direkt in verschiedenen Farben bestellt habe. Ein Shirt in weiß, eins in schwarz und noch eins in Farbe. Das hat mich auf eine Art befriedigt, weil ich somit save war und immer das richtige Shirt in der passenden Farbe zur Hand hatte. Eins zur blauen Jeans, eins zur schwarzen Leinenhose und eins zum weißen Rock. Das fand ich klasse, aber es verschlang Geld und füllte meinen Kleiderschrank bis zum Platzen.

Seit geraumer Zeit bin ich in einem Reinigungsprozess von innen und außen. So achte ich genauestens auf das, was ich esse und gebe meinem Körper gute Ergänzungsmittel, indem ich darauf achte, dass sie natürliche Inhaltsstoffe haben. Seither pflege ich meine Haut mit ausgewählten Frischeprodukten und konnte die positive Wirkung schon in wenigen Tagen in meinem Gesicht sehen. Ich achte seitdem auch viel mehr auf die Balance zwischen Körper und Seele. Meine Haut empfinde ich da als Grenze und Pflege und streichle sie allein deshalb gern mit hochwertiger Creme, in der 100% Natur steckt (Wenn jemand dazu mehr wissen möchte, der klickt hier oder schreibt mich einfach direkt an.)

Außerdem reduziere ich gerade meinen Hausstand. Dazugehören alle möglichen Utensilien: Geschirr für mich und die Kinder, Gegenstände, an denen mein Herz nicht hängt und eben auch die Kleider meines Kleiderschrankes. Denn mittlerweile spüre ich sehr genau, was ich überhaupt richtig gerne tragen mag. Das war lange Zeit nicht so. Vielleicht bin ich sensibel geworden, seit ich meinen Körper besser spüre, weil ich ihn nicht mehr so mit Nahrungsmitteln belaste.

Auf jeden Fall habe ich fast täglich das Bedürfnis die meisten meiner Kleider einfach weiter zu reichen, weil ich diesen Ballast nicht mehr ertragen kann. So behalte ich lediglich die wirklich wertvollen und gemütlichen Stückchen, die mich an mich selbst erinnern. Vieles habe ich gekauft, um nach außen hin etwas zu sein, das ich nicht war. Kaufte ich schwarz, wollte ich zurück treten. Kaufte ich mal wieder etwas farbiges, wollte ich auf etwas aufmerksam machen. Kaufte ich jedoch weiß, fühlte ich mich wohl.

Wenn ich an die einzelnen Teilchen denke, kann ich zu 90% sagen, dass ich sie nicht ausschließlich für mich und mein Seelenheil kaufte. Aber genau dort möchte ich eigentlich hin kommen. Ich möchte Kleidung tragen, die mit positiver Energie hergestellt wurde. Kleidung, die zu 100% zu mir passt. Kleidung, in der ich mich auf mehreren Ebenen wohl fühle: die Farbe, die Haptik, die Gemütlichkeit, im Alltag, sowie beim Ausgehen.

Lange Zeit war mir nicht klar, welche Stoffe zu mir und meinem Ich passen. Ich konnte es einfach nicht fühlen. Mittlerweile weiß ich, dass ich Leinen im Sommer und WolleSeide im Winter liebe. Aber auch hochwertige, weiche Baumwollteilchen fühlen sich einhüllend und beschützend auf meiner Haut an.

Vor kurzen kaufte ich mir einen Poncho von Kamila. Einer Koryphäe auf ihrem Gebiet. Sie hat ein Händchen für die richtigen Teilchen und Fasern. Ein unglaublich gutes Auge für Farben und eine hingebungsvolle Art und Weise ihre wunderschönen Kleidungsstücke zu präsentieren.

Dieser Poncho begleitet mich nun fast jeden Tag und ich habe ausschließlich IMMER das Gefühl, gut gekleidet zu sein. Egal, was ich darunter trage, ich fühle mich unglaublich wohl und am richtigen Fleck, eingehüllt in die richtige Farbe.

Gern könnt ihr hier mal schauen, ob ihr auch etwas für euch entdeckt. Aber Achtung, Kamilas Stückchen machen süchtig 😉

Und so werde ich mich und mein Leben weiter reduzieren und durch hochwertige Produkte aufwerten. Ich werde mich in meine positive Energie hüllen und leben, so wie es mich glücklich macht. Wenn ich eins dadurch schon bis jetzt gelernt habe, dann ist es das, dass ich nicht viel brauche, um mich wertvoll zu fühlen. Denn ich bin es aus mir selbst heraus, egal, wieviel um mich herum ist.

Kinder atmen immer

(Werbung) Schon lange ist es mir ein Anliegen über dieses Thema zu schreiben, weil ich es so so wichtig finde, denn nicht nur tagsüber atmen unsere Kinder ihre Umwelt ein. Nein, auch nachts. Und das circa 10 Stunden lang. 

Ganz oft dachte ich mir: mensch, wenn solche kleine Wesen in bedruckter Bettwäsche liegen, was nimmt die Haut von dieser Farbe auf und was atmen sie von den Gerüchen der Farbe ein? Zumal Waschen meist überhaupt nicht hilft. Was passiert, wenn schon kleine Babys Nacht für Nacht in lackierten Bettchen liegen? Wie gesund ist es, wenn Kinder auf erdölgeschäumten Kissen und Matratzen schlafen? Was nehmen sie in sich auf, wenn auch noch das geliebte Kuscheltier mit Polyesterfasern gefüllt ist. Jede Nacht. Über Jahre hinweg.

Unsere Kinder sind in so vielerlei Hinsicht, soviel sensibler und aufnahmefähiger, also kann es doch nicht spurlos an ihnen vorbei gehen.

Diese ganzen Fragen haben mich dazu veranlasst, diesen Blogartikel zu schreiben, da ich sehr davon überzeugt bin, meinen Kindern eine natürliche Schlafumgebung zu schaffen. Dazu gehört für mich das Bett, die Matratze, die Bettdecke und das Kissen, die Bettwäsche, der Schlafanzug, die Windel, das Lieblingskuscheltier, aber auch das Nachttischschränkchen neben dem Bett.

Ja, das mag viel klingen. Vor allem dann, wenn man erkennt, dass bei einem selbst vieles nicht aus Naturmaterialen ist. Dann heißt es erst mal: neu kaufen. Das kann natürlich ganz schön ins Geld gehen. Aber es lohnt sich, auch gebrauchte Kinderbetten zu kaufen, die unbehandelt oder mit Bioöl geölt sind. Oder den Kindern einige Dinge zu Geburtstag und Weihnachten schenken. So wissen wir doch eh meist nicht, welches Geschenk nun sinnvoll ist. Ein tolles knuddeliges Kissen, gefüllt mit Naturmaterialien ist mit Sicherheit ein ganz besonderes und langlebiges Geschenk. 

Nun möchte ich euch unsere Schlafumgebung im Kinderzimmer mal etwas genauer vorstellen. Wir haben uns für ein seperates Kinderschlafzimmer entschieden, somit gibt es also einen Raum, in dem energetisch alles aufs Ruhen und Schlafen ausgelegt ist.

Unsere Kinderbetten haben wir uns tatsächlich von den Großeltern schenken lassen. Sie stammen von Zwergenmöbel und wurden nach unseren Wünschen für uns hergestellt. Wenn man Dirk eine E-Mail mit einer kleinen Zeichnung schreibt, kann man sich sein Kinderbett tatsächlich ganz individuell zusammen stellen. Verschiedene Holzarten, Größen, Formen. Mit ein klein wenig Wartezeit zaubert Dirk ganz wunderbare Bettchen.

Unsere Matratzen sind KokosNaturlatexWendematratzen von Waschbär. Dabei wird die festere Kokosseite zu Beginn nach oben gedreht, weil kleine Kinder noch keine S-förmige Wirbelsäule haben. Um dieser jedoch die nötige Stütze zu geben, liegen kleine Kinder etwas fester besser.

Unsere Bettdecken, Kissen und Bettbezüge sind allesamt von Allnatura. Diese Firma bietet ein herrliches Gesamtschlafkonzept an, welches ausschließlich Naturmaterialien bietet. So haben wir uns für Kamelflaumhaardecken und -kissen entschieden. Außerdem natürlich die Bettwäsche aus Biobaumwolle – einmal glatt für den Sommer und kuschelig für den Winter. Auf deren Homepage gibt es einen Kissenberater, der uns die perfekten Kissen für die ganze Familie angegeben hat. Für Bauchschläfer, Seitenschläfer und Rückenschläfer, Veganer, etc. Ist jeden was dabei.

Die Kuscheltiere, die unsere Kinder mit ins Bett nehmen, sind von Kallisto und ganz herrliche Schlafbegleiter, denn sie sind außen aus Biobaumwolle und innen mit Schafwolle, Baumwollfasern oder Maiswolle aus kontrolliert biologischem Anbau gefüllt. Somit ist das nächtelange Rankuscheln überhaupt gar kein Thema mehr bzgl. Einatmen von Schadstoffen.

Die Umgebung um das Bett herum habe ich so minimalistisch wie möglich gestaltet. Es befindet sich lediglich ein kleines Regal für die wichtigsten Utensilien und ein kleines Nachtschränkchen in der Nähe. Die Schlafumgebung soll reizarm, kuschelig und gemütlich sein. An der Zimmerdecke kleben kleine Leuchtsternchen, die ich ganz oft zum Geschichtenerzählen aufgreife. Spielzeug findet man bei uns an den Betten keins mehr. Das war früher anders und die Änderung hin zu einem Kinderschlafzimmer hat einiges bewirkt. So kann ich die Flächen leicht von Staub befreien und die Zimmerluft sauberer halten.

Natürlich gehört ein tägliches intensives Lüften zu unserem Schlafritual dazu. Morgens, wenn das Licht das Schlafzimmer flutet, wird direkt das Fenster geöffnet und die frische Nachtluft durch das Zimmer gewirbelt. Am Abend wird nochmal gelüftet bevor ich das Tageslicht nach außen verbanne und Ruhe durch die Dunkelheit einkehrt. So sind die Kinder die ganze Nacht über gut mit Luft versorgt.

Was tun, wenn Kinder sich so gar nicht beruhigen können?

Dann nutze ich die beruhigende Wirkung von Lavendel und Manderine und sprühe in klein bisschen Baby Helferspray oder bei Monsterangst das Kids Monsterspray ganz rituell ins Schlafzimmer. Jeder Sprühstoß verjagt ein Monster und bringt einen guten Traum. Beide Sprays (und so viele schöne Raumsprays mehr) gibt es bei Aetherio. 

Wenn ihr weitere Fragen zu unserer Schlafumgebung habt, könnt ihr in meinen zwei anderen Blogartikeln stöbern. Dort findet ihr sicher einige Anregungen.

Schaut gern hier und hier.

Mein Leben im Umbruch

Manchmal gibt es Ereignisse im Leben, mit denen man überhaupt nicht rechnet und die einen vermeidlich völlig vom Weg abbringen. Da steht man dann da. Im Platzregen mit Donnergrollen über einem, sieht die Sonne nicht mehr und an einen Regenbogen ist nicht mal zu denken.

So ging es mir vor einiger Zeit und ich wusste nicht mehr weiter. Wie sollte ich diesen Weg weiter gehen? Wie sollte ich überhaupt laufen? Wie geht das? Woher die Kraft?

Wir alle waren ganz sicher schon mal an einem solchen Punkt. Bei jedem von uns sieht das anders aus. Jeder fühlt anders. Jeder führt ein ganz anderes Leben. Jeden schmeißt etwas anderes aus der Bahn. Mal mehr, mal weniger. Und dennoch stehen wir dann am Ende am gleichen Punkt. Nicht mehr weiter zu wissen.

So auch ich. Drei kleine Kinder an der Hand, ein ganzes Leben vor mir, vier ganze Leben vor mir. Da schwankte ich zwischen: alles hinschmeißen oder stark sein und fand die Erlösung irgendwo in der Mitte. In meiner Mitte.

Den egal wo du auch gerade stehst, am Ende liegt es an dir, was du daraus machst und wo du in dir deine neue Mitte finden wirst. Du kannst einiges dafür tun, denn das Leben geht unweigerlich weiter. Nur eben anders. Wir atmen weiter, nun jedoch tiefer und erlösender als vorher. Mich hat dieser Umbruch befreit, Horizonte geöffnet und neue Kreuzungen auf meinem Lebensweg kamen zum Vorschein. Ich hatte plötzlich wieder eine Wahl, wie ich mich entscheide. Ich hatte plötzlich wieder Rückenwind, der mich jetzt trägt.

Und nun finden sich ganz viele Dinge von allein. Ich habe Verantwortung übernommen und gleichzeitig etwas ganz entscheidendes losgelassen: die Kontrolle über mein Leben. Denn es ist wie es ist: wir leben von Tag zu Tag und ich kann nicht ändern, was morgen kommt. Ich kann nur JA zu dem sagen, was heute ist. Und ich kann nur das beeinflussen, was JETZT gerade eben passiert. Darin liegt meine Entscheidungskraft und ich setze diese gezielt ein.

Manchmal lasse ich mich treiben, um über die weiten Wiesen neben meinem Weg zu schauen. Manchmal setze ich mich hin und denke über mein Leben nach und begrabe das an diesem Ort Wegesrand, was ich mir vorgestellt habe. Immer wieder komme ich zu dem Sprichwort von John Lennon zurück:

“Leben ist das, was passiert,

während du eifrig dabei bist,

andere Pläne zu machen.“

Und es ist wirklich so. Alles, was ich mir für die Zukunftvorgestellt und gewünscht habe, ist einfach zerplatzt. Aber das bedingt sich schon aus sich selbst heraus. Allein schon die Vorstellung, was sein könnte, ist fiktiv, weshalb wir daran einfach nicht festhalten können. Das was gerade ist, das können wir halten und damit intensiv leben. Auch das, was vergangen ist, können wir lediglich in unserem Herzen als Erinnerung tragen und dem dankbar sein, was uns an dieses Hierundjetzt geführt hat. Denn alles hat seinen Grund. Alles war gewollt. Und auch, wenn etwas endet, hat dieses Etwas seine Bedeutung für unseres jetzige Leben.

Es kommt etwas unverhofftes, neues in unser Leben, wenn wir gar nicht damit rechnen und dann trifft es uns wie der Schlag, weil es so so schön ist.

Deshalb kann ich dich nur ermutigen, lass alles los, was kommen soll, denn es kommt sowieso anders, als du es dir denkst. Bleib an deinem Weg stehen, beobachte die Landschaft, genieße den Wind im Gesicht und die Wärme der Sonne auf deinem Körper. Setze dich gelegentlich hin und Träume, aber male dir kein falsches Bild vom Leben. Alles wird dich finden. Von ganz allein. Die schönsten Blumen tauchen unverhofft auf.

DIY Rezepte – Haushalt

Küche

Bienenwachstücher

Was braucht ihr dafür?

    alte Baumwollbeutel
    Bienenwachs vom Imker
    Jojobaöl
    einen Pinsel
    Backpapier
    Bügeleisen

Zunächst wird das Wachs mit ein paar Tropfen Jojobaöl (dann werden die Tücher geschmeidiger) in einem Topf geschmolzen. Währenddessen schneidet ihr Kreise oder Vierecke (je nachdem was ihr braucht) aus den Baumwollbeuteln aus. Diese legt ihr dann auf das Backpapier und streicht sie satt mit Bienenwachs ein. Anschließend wird ein zweites Backpapier drauf gelegt und gut drüber gebügelt bis das ganze Wachs gleichmäßig in den Stoff eingezogen ist.

So habt ihr tolle selbstgemachte Wachstücher, mit denen ihr Speisen frisch halten könnt.

Sie sollten nur mit einem nasskalten Lappen ohne Seife sauber gewischt werden, weshalb sie sich nicht für rohes Fleisch eignen.

Sollten sie brüchig werden, könnt ihr wieder, in Backpapier gelegt, darüber bügeln.

Zauberspray ohne Thermomix

  1. 30g Reine Soda mit 250ml Wasser in einen großen Topf geben
  2. Umrühren und kurz zum Kochen bringen
  3. Topf von der Hitze nehmen
  4. 50g Spülmittel und ätherische Öle hinzugeben und umrühren
  5. 60ml Essigessenz langsam in den Topf gießen und weiter rühren (es bildet sich etwas Schaum)
  6. 1,75l Wasser hinzu gießen und noch einmal alles gründlich mischen
  7. Den fertigen Reiniger in eine gebrauchte, sauber Sprühflasche abfüllen

Bad

WC-Tabs

Diese WC-Tabs sind schnell und einfach gemacht.

Was ihr braucht:

  1. 300g Natron
  2. 100g Zitronensäure als Pulver
  3. 10 Tropfen ätherisches Öl
  4. 1-2 TL Wasser

Alles mit einem großen Löffel gut in einer großen Schüssel verrühren, bis die Masse ähnlich wie nasser Sand wird.

Die Masse dann in Silikonförmchen gut eindrücken und über Nacht trocknen lassen. In ein großes Schraubglas füllen. Für Kinder unzugänglich aufbewahren. .

Im Wasser beginnen sie dann zum Schäumen und lösen Ablagerungen in der Toilette ganz wunderbar.

TIPP: Zum Rühren der Masse besser die Dunstabzugshaube an schalten und in der Nähe bleiben.

WC-Reiniger

  1. 100 ml Wasser abkochen und abkühlen lassen
  2. 500 ml kaltes Wasser mit 2 EL Speisestärke in einem Topf vermischen und unter stetigem Umrühren kurz aufkochen bis sich eine zähe, milchige Masse ergibt
  3. Das zuvor abgekühlte Wasser mit 2 EL Zitronensäure gründlich vermischen. Wichtig: Zitronensäure bitte nicht mit erhitzen, sonst entsteht schwerlösliches Calciumcitrat, das dann wiederum zu Ablagerungen führren kann
  4. 10 ml Flüssigseife zum Wasser-Zitronen-Gemisch hinzugeben
  5. Einige Tropen eines ätherischen Öls (Lavendel, Orange oder ein anderes) für angenehmen Duft hineinmischen
  6. Beide Topfinhalte nun miteinander vermengen und in eine gebrauchte, leere Flasche füllen

Super einfach, oder? Und 100 mal besser als irgendein chemisches Gemisch.

Die Zitronensäure löst die Ablagerungen in der Toilette.

Warum plastikreduziert – meine Beweggründe

Schon immer wusste ich, dass wir wieder zurück zum Ursprung streben. Eine plastikfreie Welt werden wir leider nicht mehr haben, aber wir können dazu beitragen, dass es nicht noch schlimmer wird. Das tun viele und das ist gut so.

2018 war das Jahr der Sondierung für mich. Ich habe mich von mir einst wichtigen Personen getrennt. Das tat gut. Das schaffte mir Luft. Auch Luft zum denken. Zum Umdenken. 2019 ist nun für mich ein Jahr der Natürlichkeit. Eben zurück zur Natur. Bewusster Leben. Dazu gehört einiges für mich und ich werde auch an meine ganz persönlichen Grenzen geraten. Das ist aber okay und das darf sein für mich. Vielleicht platzen die Knoten dann im nächsten Jahr. Ich gehe da ganz ohne Druck heran und ich möchte auch authentisch bleiben, denn absolut plastikfrei zu leben, schaffe ich nicht. Ich habe ein Handy, ein Tablet, ich liebe Schokobons und ich nutze Kosmetik, die sich in Plastikbehältern befindet. Vielleicht gibt es für letzteres irgendwann mal eine natürliche Alternative.

Mein erstes Erwachen hatte ich, als ich mit Hanna beim Zahnarzt war und er mir mitgeteilt hat, dass Hanna eine Schmelzstörung und als Folge Kreidezähne hat. Über die Gründe kann man nur mutmaßen. Zum einen liegt es vielleicht an der Antibiose in der Schwangerschaft, zum anderen vielleicht auch an zu viel Plastik in unseren Nahrungsmitteln. So ist ja alles in Plastikbeuteln eingeschweißt und mein schulmedizinischer Zahnarzt ist sich sicher, dass Mikropartikelchen auf die Nahrungsmittel übergehen. Das kann zu schweren Schäden im Körper führen, die wir früher oder später bemerken werden.

Sein Tipp war damals: alles raus aus den Tüten, sobald ich es gekauft habe: Müsli in Glasbehälter umfüllen, Obst und Gemüse auspacken, etc. Gesagt getan. So fing es an.

Aber einen gewissen Ökotick konnte ich auch vorher nicht verbergen.

So nahm es seinen Lauf, dass ich alles mögliche hier zu Hause umstellte. Ich kaufte Edelstahltrinkröhrchen, Bambuswattestäbchen, Bienenwachstücher, feste Seifen, sammelte alle möglichen Glasbehälter, um sie zu füllen und um alles mögliche darin aufzubewahren. Baumwolltücher, Holzbürsten und Co. benutzen wir hier schon ganz lange und auch das Wickeln mit Stoffwindeln habe ich liebend gern gemacht – bis Henri kam. Er hasst sie. Ein großer Wermutstropfen für mich.

Langsam taste ich mich auch an das Selbermachen heran. Lippenbalsam, Bienenwachstücher, Waschmittel, Spülmittel, Klarspüler, … gehen super einfach und man weiß, was drin ist.

Plastikreduziert heißt für mich eben nicht nur weniger Plastik kaufen und wegwerfen. Sondern auch, meine Nahrungsmittel nicht in Plastik lagern. Also habe ich meine Küche knallhart reduziert. Alle möglichen Plastikbehälter habe ich an Menschen weiter gegeben, die sie brauchen und die bewusst anders leben, als ich. So sind ein paar wenige Edelstahlbehälter eingezogen (tolle Sachen gibt es hier: Grüner Store). Ansonsten wird alles in Gläsern gelagert, deren Inhalte wir verbraucht haben. Edelstahlflaschen für die Kinder haben wir auch schon länger. Getränke aus Plastikbechern/flaschen schmecken irgendwie seltsam, habe ich bemerkt.

Außerdem achte ich schon sehr lange darauf, dass sich in unseren Kleidungsstücken kein Polyester befindet. Alltagskleidung besteht bei uns zu 100% aus Baumwolle oder Wolle. Bei Spezialkleidung, wie Regensachen, lässt es sich leider nicht vermeiden. Oder habt ihr Tipps? Dann schreibt mir gern.

Das Kinderzimmer ist für mich leider auch eine große Herausforderung, die ich wohl nicht meistern werde. So habe ich jahrelang Ostheimerfiguren gesammelt, aber spielen wollte damit keiner. Hier sind LE*O, Playm*bil und Schle*ch sowie Ton*eboxen, I*EARegale und -teppiche sehr beliebt und es wäre wohl fatal, wenn ich das aussortieren würde. So schaue ich lieber bei den Schlafplätzen, dass sie so natürlich wie möglich sind. Betten sind aus unbehandeltem Fichtenholz (Zwergenmöbel), Bettdecken aus Kamelflaumhaar (Allnatura) und die Bettwäsche aus BioBaumwolle (Allnatura und Hessnatur). Lest dazu gern auch hier.

So sind Bad und Küche zur Zeit meine Hauptschauplätze, um Plastik zu reduzieren. Alles andere folgt weiterhin nach und nach. Ich bin gespannt, wo ich Ende diesen Jahres stehen werde und welches Resümee ich dann ziehe. Bis dahin folgen noch elf Monate, in denen ich hier bei uns einiges ändern werde. Dazwischen kommt der Umzug ins neue Haus und auch diesen werde ich nutzen, um vieles zu optimieren. Es bleibt also spannend.

Meine Werte – meine Grenzen

Diesen Text zu schreiben wird für mich etwas ganz besonderes. Es ist nämlich gar nicht so einfach, über Werte zu schreiben und sie aus meinem Kopf heraus zu transportieren.

Ich sitze hier und weiß nicht, welchen Weg ich nehmen werde, um euch meine Gedanken zu diesem großen Thema zu offenbaren. So bin ich doch Herz- und Kopfmensch zugleich und das ist oft gar nicht leicht zu vereinbaren, gerade wenn ich meine Kinder beim Wachsen begleite.

Viele Richtungen haben mich in meiner Grundhaltung gegenüber Kindern geprägt und auch selbst wachsen lassen. Ich lerne täglich mit meinen drei für mich selbst dazu, sodass es ein nicht endender Prozess ist, in welchem ich mich befinde.

Mein Ziel ist es NICHT, alles richtig und perfekt zu machen und ich möchte mich auch nicht besser fühlen, als andere. Nein. Wenn ich in mich hinein horche ist es mein Ziel, dieses eine Leben mit meinen Kindern friedvoll und liebevoll zu verbringen. Ich möchte ihre sichere Erde sein, auf der sie sich bewegen können, wie es ihnen Freude bereitet. Ich möchte UNS in Einklang bringen. Ich möchte diese Zeit, die wir miteinander verbringen für alle zu einem Zuhause zu machen. Natürlich möchte ich auch eine glückliche Kindheit schenken, aber wenn ich genau darüber nachdenke, kann ich das nicht, denn jeder empfindet Glück anders. Jeder blickt anders zurück. Für jeden ist sein eigenes Wohlgefühl etwas ganz besonderes.

Wo liegen nun meine Werte? Was möchte ich meinen Kindern für ihr Leben mitgeben? Wie sieht meine Begleitung aus? Was ist mir wichtig?

Für mich als Erwachsene sind diese immer wiederkehrenden gleichen Tage oft sehr mühselig, weil ich das Gefühl habe, nicht aus dieser Spirale heraus zu kommen. Aber ich weiß, dass genau dies für meine Kinder ALLES ist. Es ist ihre Kindheit. Also nehme ich sie an die Hand und gehe mit ihnen diesen Weg. Friedvoll und liebevoll. DAS sind tatsächlich meine Grundwerte. DAS ist mir wichtig! Und dennoch vergesse ich dabei alle Emotionen nicht, die uns beeinflussen. Meine drei, wie auch mich. Und ich lasse es zu. Ich lasse sie ihre Emotionen durchleben. Ganz offen und ohne Beschwichtigungsversuche. DAS hat für mich auch etwas mit friedvollem Leben zu tun. Denn wenn ich ihnen friedvoll die Chance gebe, sich zu spüren und ihnen zeige, dass ich all ihre Emotionen liebevoll begleite, dann schenke ich ihnen meinen Frieden. Ihren Frieden mit sich selbst.

Das Wichtigste für mich ist neben allen Werten und Grenzen (zu diesen komme ich später) die Sprache, meine wohlgewählten Sätze und das offen und ehrlich gesprochene Wort. Ich verheimliche meinen Kindern nichts. Natürlich bringe ich ihnen schwierige Themen kindlich nahe, aber ich beschönige nichts und beschwichtige nicht. Meiner Meinung nach bringt ihnen das auf lange Zeit nichts. Nur mir und dem Kind in dem Moment vielleicht ein besseres Gefühl. Aber das finde ich nicht fair. Ich möchte eine Beziehung und Vertrauen aufbauen und dazu zählt für mich Ehrlichkeit. Ich erkläre ihnen genau, was bei einer Impfung passiert. Ich spreche mit ihnen, wenn sie sich ärgern. Ich erzähle ihnen, was auf sie zukommt, wenn es vielleicht auch mal nicht so schön ist. Nur so kann ich sie vorbereiten. Ich halte Ärger, Wut und Enttäuschung mit ihnen aus. Ich begleite sie in Ängsten. Niemals würde ich sie ins offene Messer laufen lassen, nur damit ich (vorher) meine Ruhe habe. Ich stelle mir immer die Frage: wenn ich es nicht aushalten kann, wie sollen sie es denn aushalten?

Meine Kinder nehmen an meinem Leben teil und ich an ihrem. Ich möchte ihnen keine gekünstelte Welt vorgeben und sie sollen und dürfen viel Zeit zum Spielen haben. Spielen ist so wichtig. Im Spiel tun sich hundert Welten in ihnen auf. Im Spiel können sie alles sein und probieren alles aus. Sie tauchen so oft gemeinsam in ihre Phantasiewelten ein. Das möchte ich ihnen nicht mit Terminen außerhalb nehmen. Alles, was wir machen bespreche ich mit ihnen und ich akzeptiere ihre Bedürfnisse, Wünsche und Abneigungen. Auch wenn es bei drei Kindern gar nicht so leicht ist, das alles immer zu vereinen und mich selbst dabei auch nicht zu vergessen, so stelle ich mich meist hinten an und versuche erst einmal einen Konsens unter ihnen zu finden. Sie sollen sich besprechen so gut es geht. Ich geben ihnen den Raum, um gemeinsam eine Lösung zu finden. Ich begleite sie dabei sehr gern. Danach suche ich für mich die Möglichkeit, mich da einzufügen, weil ich es als Erwachsene doch am ehesten verkraften und verstehen kann, wenn es mal nicht so läuft, wie ich möchte.

Ich spreche immer höflich und freundlich mit ihnen. Klar bin ich auch mal sauer, das dürfen sie auch spüren und erleben, aber im Grundsatz bin ich immer freundlich. Mir ist wichtig, dass sie sich als vollwertiges Mitglied in dieser Familie fühlen. Ihre Meinung zählt genauso, wie meine oder die meines Mannes. Auch wenn wir fünf sind, wir haben bis jetzt immer einen Kompromiss gefunden. Das ist Übungssache, na klar. Und es bedarf auch einiges an Zeit und Geduld, aber irgendwann zahlt es sich aus, dass ich oft erklärt und erläutert habe. Manchmal sogar im Wortlaut ihnen Möglichkeiten gegeben, wie sie miteinander sprechen können.

Oft mache ich ihnen Eingeständnisse und kooperiere gern mit ihnen. Ich sage ihnen aber auch warum und dass wir FAMILIE so leben, dass wir uns gegenseitig helfen. Das ganze Zusammenleben ist keine Einbahnstraße, aber ich werde alles tun, damit sie sich gut fühlen, weil auch ich gehe vom Besten in ihnen aus und glaube fest daran, dass sie auch wollen, dass ich mich gut fühle. Das spüre ich zumindest jeden Tag.

Ebenso ist es mir sehr wichtig, vorsichtig und respektvoll mit ihren kleinen Körpern umzugehen. So wasche ich sie immer ganz vorsichtig im Gesicht und versuche so behutsam wie möglich ihre Zähne zu putzen. Auch das Haarewaschen ist bei uns kein Drüberschütten, sondern ein bestimmter, aber vorsichtiger Vorgang. Es ist unangenehm, ja, aber manche Dinge gehören auch einfach dazu. Ich sage es ihnen, aber ich bin auch nicht übervorsichtig. Meine Kinder sind nicht aus Zucker und kleine zerbrechliche Blümchen habe ich auch nicht, aber ich möchte ihnen Respekt zeigen, weil sie nur so welchen lernen können. Ich möchte ihnen nicht das Schlimme der Welt (und dazu gehört am Anfang für sie vielleicht das Haarewaschen) vorenthalten, denn später bringt sie das nicht wirklich weiter. Ich helfe ihnen nicht, wenn ich ihnen alles erspare.

Ich lebe nicht nur im Später oder im Morgen. Nein, ich lebe im Jetzt. Natürlich. Mit jeder Faser meines Körpers, aber ich vergesse mich darin nicht.

Wo aber liegen nun meine Grenzen? All das, was ich in meiner Kindheit nicht erleben und erspüren konnte/durfte triggert mich nun ungemein.

Ich halte es kaum aus, wenn alle nörgelig sind. Vielleicht weil ich genau das auch nicht ausleben durfte.

Ich halte es kaum aus, wenn sie sich streiten. Ganz sicher, weil ich als Einzelkind groß geworden bin und Geschwisterstreit nicht kennengelernt habe.

Ich halte es kaum aus, wenn sie mich absichtlich ärgern/stänkern und ganz genau meine empfindlichen Knöpfe drücken.

Ich halte es kaum aus, wenn sie aus Wut und Ärger randalieren, alles zerstören, was ich hier so schön wie möglich zu machen versuche.

Aber was ist dieses Kaumnichtaushalten? Was macht das alles mit mir?

Es bringt mich aus meiner Mitte. Es lässt mich nicht mehr ruhig und besonnen reagieren. Es wirft mich aus meiner Wohlfühlzone und ich werde selber sauer und auch manchmal gemein. Ja, ich möchte mich dann am liebsten besser einigeln, damit ich hier nicht durchdrehe 😉 klar, ich bin auch nur ein Mensch mit Gefühlen und Emotionen. Ärger und Wut kenne auch ich und es wäre vermessen zu sagen, dass hier alles immer nur schön und eitel Sonnenschein ist. Nein. Das ist es nicht. Und das ist auch nicht mein Ziel.

Genau wie meine Kinder ihre Emotionen ausleben dürfen, möchte ich dies auch. Natürlich kontrollierter und auf meiner Ebene. Irgendwie authentisch, aber auch irgendwie natürlich, denn wie erleben sie denn die Facetten aller Emotionen, wenn ich mich nicht traue, es ihnen zu zeigen? Mir ist dabei jedoch immer wichtig, dass ich ihnen sage, was es grade mit mir macht und ich entschuldige mich auf oftmals für Ausbrüche aus meiner Mitte. Sie verstehen es und sagen, dass es okay sei. Ich bin sicher, dass sie das nur so annehmen können, weil ich es bei ihnen auch annehme, ohne gemein und nachtragend zu sein, wenn sie nicht in ihrer Mitte sind.

Ich denke, Grenzen, die Kinder in einem wecken oder die sich mit Kinder in uns Müttern zeigen, haben ganz viel mit dem eigenen Ich und der Kindheit zu tun. Ja, das ist vielleicht einfach gesagt, aber es klingt doch auch irgendwie logisch, oder nicht? Ein Trigger funktioniert doch nur, wenn er einer werden konnte, weil etwas fehlte oder weil etwas zu viel war. Ist ein Thema ausgeglichen und in Frieden, dann kann es mich doch nicht triggern.

Meine Grenzen sind der Rahmen meiner Kinder, wenn ich stur bleibe und nicht an mir arbeite, denn genau das grenzt sie tatsächlich ein. Und ich spreche bei Grenzen nicht von Gefahren. Warum müssen sich meine Kinder eine Kindheit lang an meinen Grenzen entlanghangeln? Mit welcher Macht gebe ich ihnen dies vor? So reflektiere ich mich immer und immer wieder und komme zu dem Entschluss, dass es doch irgendwie nicht fair ist, dass meine Kinder das Päckchen MEINER Kindheit tragen müssen. So bleibe ich weltoffen und versuche mich zurück zu nehmen, gebe ihnen so viel Freiheit wie möglich und lebe mit ihnen in Fröhlichkeit. Ich verliere mich nicht in meiner Vergangenheit und in den daraus resultierenden Grenzen. Nein. Ich versuche neben allen Emotionen mit ihnen zu leben. Im Ausgleich aller, sodass es eine Waage bleibt, die sich immer wieder in der Mitte findet, wenn einer mal ausbricht.

Gefahr bei Melamin-Geschirr – besser auf natürlichere Varianten zurück greifen

(Werbung, weil wichtig) Als ich vor einigen Tagen abends den Frühstückstisch für den nächsten Tag vorbereitete, spürte ich es. Ich hielt einen Kinderteller in der Hand und strich mit der Hand über seine Oberfläche. Sie war ganz rau und spröde. Die Beschichtung platzte auf und stachelte mir in die weiche Haut. Ich dachte genauer darüber nach und der Blitzgedanke, dass sich die Beschichtung mit den Speisen verbinden und von meinen Kindern verschluckt werden könnte, ließ mich alle anderen Teller auch überprüfen. Die Hälfte war betroffen und wanderte direkt in den Mülleimer.

Was war da passiert? Die meisten von euch kennen Melamingeschirr oder haben es sogar auch zu Hause. So ist es doch so schön leicht und stabil und wie für Kinderhände gemacht. Fällt es runter, geht nichts kaputt. Hervorragend. Dachte auch ich vor 2 Jahren, als ich unser Kindergeschirr kaufte.

Nach einigen Recherchen nehme ich nun Abstand von Melamin. Warum werde ich euch gern erläutern.

Was ist Melamin und wo liegen die Risiken?

Melamin ist ein Kunstharz, welches aus Harnstoff gewonnen wird. Dieser entsteht unter anderem bei der Verbrennung von Erdöl. Das ganze wird dann mit großen Teilen Formaldehyd versetzt und dann zu Geschirr verarbeitet. Das bringt jedoch gesundheitliche Risiken mit sich, denn das Melamingeschirr kann ab einer gewissen Temperatur das Formaldehyd freisetzen, was sehr schädlich für jeden Organismus ist. Sobald also heiße Speisen mit der Oberfläche in Berührung kommen, geht das Formaldehyd in diese Speisen über. Außerdem können auch säure-, fett- und salzhaltige Speisen Formaldehyd aus dem Geschirr lösen.

Oftmals ist gar nicht bekannt, welche Stoffe und damit auch Giftstoffe sich noch im Melamingeschirr befinden. Hersteller sind nämlich nicht verpflichtet, dies anzugeben.

Wenn ich mir nun vorstelle, dass meine kleinen Kinder von diesem Geschirr essen und diese Giftstoffe in sich aufnehmen, wird es mir ganz übel, denn ich bin dafür verantwortlich, dass sie gesund bleiben.

Außerdem verblassen die Farben des Melamingeschirrs mit der Zeit und es wird wirklich unschön. Ein weiterer Minuspunkt, wie ich finde.

Welche Alternativen gibt es also?

  1. Porzellangeschirr ist für mich eine Alternative. Jedoch ist es schwer und es geht leicht kaputt, womit es vielleicht mit drei Kindern auch irgendwann ins Geld geht, wenn ich davon ständig etwas nachkaufen muss.
  2. Edelstahlgeschirr ist zwar leicht und unkaputtbar, aber schön finde ich es überhaupt nicht. Edelstahltrinkflaschen verwenden wir zwar sehr gern, aber sich sonst wie beim Camping zu fühlen finde ich jetzt nicht so toll.
  3. Plastikgeschirr kommt für mich überhaupt nicht in Frage.
  4. Meine Wahl ist tatsächlich auf Bambusgeschirr gefallen. So besteht dieses aus 70-80% aus Bambusfasern und Maismehl. Um es formen zu können und es haltbar zu machen, werden die Pflanzenfasern mit sehr wenig Harz vermischt. Bambusgeschirr ist dabei aber nicht unkaputtbar. So ist mir auch schon mal ein Teller kaputt gegangen. Erhitzen sollte man das Geschirr nicht, man muss sich aber keine Sorgen bei heißen Getränken oder Speisen machen. Bambusgeschirr ist lebensmittelsicher, es hat keine Beschichtung und es kann somit nichts von den Bestandteilen ins Essen gelangen.

So haben wir nun eine tolle Alternative zum Melamingeschirr gefunden. Bambusgeschirr ist größtenteils natürlich und auch wunderschön anzusehen. Ich kann nun wieder ruhigen Gewissens Speisen servieren und die Kinder können leicht mit den Tisch eindecken helfen.

Den minimalen Bestandteil von Harz kann ich nun besser verschmerzen, als in Melamingeschirr pur. Das absolute Optiumum habe ich leider noch nicht gefunden. Wahrscheinlich essen vom Bananenblatt. Das müsste dann aber auch demeter sein 😀

Ich bin selber ganz verliebt in die schönen Teller. So gibt es diese einfarbig ganz bunt oder pastell oder von einem anderen Hersteller mit schönen Motiven darauf. Sie stehen dem Melamingeschirr in nichts nach und sind sogar fast vollständig recyclebar.

Unsere Favoriten

Ich habe mich zum einen für Zuperzozial-Geschirr entschieden. Das bekommt ihr hier:

Grüner Store

Capventure

Das Geschirr von Zuperzozial ist einfarbig wunderbar im Set aufeinander abgestimmt. Wir lieben es sehr und auch ich selbst trinke gern aus den Bechern.

Zum anderen lieben wir die Becher, Schüsseln und Menüteller von Love mae. Diese gibt es direkt im Shop. Love mae bietet noch viel mehr richtig schöne Motive zum Verlieben an. So macht das Anrichten von schönen Speisetellern für die Kinder wieder richtig Spaß.

Schaut gern auch hier. Da habe ich genauer über Bambusgeschirr geschrieben.

Gemütlichkeit in Herbst und Winter

(Werbung mit Herz) Jetzt ist es soweit. Es ist Herbst. Gerade eben sitze ich mit einem warmen Kakao und kuschligen Stulpen aus Merinowolle auf meinem weichen Lammfell und beginne diesen Blogpost über Gemütlichkeit in der kalte Jahreszeit. Dabei weiß ich noch nicht einmal, wie dieser Artikel hier enden wird.

Heute habe ich mir genau darüber Gedanken gemacht. Was bedeutet für mich Gemütlichkeit und was nicht und was spielt alles eine Rolle. Was muss stimmen, damit man es auch mit quirligen Kindern gemütlich haben kann?

Ok. Jetzt ist es abends. Da fällt es mir tatsächlich leichter, weil hier Ruhe ist. draußen ist es dunkel und ich bin allein nur für mich verantwortlich. Ich kann entscheiden, was ich mache. Ob ich nur dasitze und Musik höre oder ob ich stricke oder oder oder.

Tatsächlich ist Gemütlichkeit für mich mehr als eine Tätigkeit. Viel mehr. Für mich beginnt sie mit der richtigen Kleidung und die wähle ich immer entsprechend der Verfassung, ob mit oder ohne Kinder. Ganz egal. Hauptsache ist, dass nichts einschneidet, dass sie warm ist, dass ich mich gut darin bewegen kann und dass sie aus natürlichen Stoffen besteht. Mein absolutes Lieblingsoutfit sind momentan ein weißes Langarmshirt und eine schwarze Leggins aus Baumwolle, eben genannte Stulpen, da ich in der Wohnung immer barfuß gehe und eine Tunika aus 100% Merino-Schurwolle (kbT) vom Finkhof. Eine richtige Traumkombination an kalten Tagen mit und ohne Kindern.

Kleiner Exkurs zum Finkhof: eine ganz vielseitige Schäfereigenossenschaft mit unglaublich vielen natürlichen Produkten im Shop (auch online). Was Schafe eben alles zu bieten haben: Wolle, Stoffe, ökologische Kleidung, Kosmetik, Felle, Naturmatratzen und sogar Schmusetiere aus Schafwolle.

Und auch die Kinder tragen seit ich denken kann immer gemütliche Kleidung hier zu Hause und auch im Waldkindergarten. So haben wir eigentlich ausschließlich WolleSeideKleidung oder Knickerbocker von Petit Cochon an. Jeans tragen sie so selten, dass uns immer schon die Oma „richtige“ Hosen schenken will, die wir dankend ablehnen, weil sie in denen einfach nicht so beweglich sind. Auch außer Haus (Musikschule und Co.) lassen die zwei Großen am liebsten ihre gemütlichen Hosen an 🙂

Weiterhin unablässig sind schöne Orte zum Verweilen in der Wohnung. So sitze ich eben gerade an der Heizung auf einem Lammfell. Dieses wärmt so wunderbar natürlich von unten und schmiegt sich an meinen Körper an. Herrlich. Es ist ein ganz anderes Sitz- und Liegegefühl. Außerdem wohl das weltbeste Geschenk überhaupt (Weihnachten naht in großen Schritten). Damit kann man einem Nichtveganer ganz sicher eine große Freude machen. Schaut doch dafür gern mal beim Lammfellhaus vorbei.

Kleiner Exkurs zum Lammfellhaus: Dort findet ihr verschiedenste Tierfelle aus unterschiedlichsten Regionen unserer Erde. Ich habe mich für ein englisches Lammfell entschieden, da es sehr weich und flauschig ist. Genau das richtige für unser gemütliches Zuhause. Eine Fellpflegebürste gibts direkt dazu.

So lümmeln tagsüber auch Hanna, Luis und Henri sehr gern drauf, schauen Bücher an oder verweilen einfach nur mal kurz. Es ist in unserem Wohnzimmer ein richtiger Magnet geworden. Und wenn es die Kinder gemütlich finden, dann ich auch.

So wie in unserem Familienbett. Gerade jetzt, wenn es im Schlafzimmer so richtig kalt ist und ich unter die flauschige Bettdecke gekuschelt meinen kleinen warmen Henri spüre, der neben mir liegt und schläft, während ich im Lichterschein des Nachtlichts sein entspanntes Gesicht beobachte. Das ist einfach nur schön. Auch hier lege ich sehr viel Wert auf Natürlichkeit – Kissen mit verschiedenen natürlichen Füllungen, Kamelflaumhaardecken und Bettwäsche aus kontrolliert biologischem Anbau sind dabei meine Favoriten.

Hier könnt ihr mehr zu unserem Familienbett lesen.

Und hier zu unserer gesunden Schlafumgebung.

Gemütlich mag ich es auch, wenn es mollig warm ist im Kinderzimmer und wir spielen und bauen alle etwas aus Holzbausteinen zusammen auf dem Teppich, was sich momentan eher schwierig erweist, da Henri „bauen“ noch mit wieder einreißen assoziiert. Aber wenn wir da alle so zusammen sitzen uns wir kleine Bauwerke ertüfteln oder uns eine neue Kugelbahn ausdenken und ich sehe, welch Kreativität in den Köpfen der Kinder steckt, finde ich es überaus gemütlich und mag den Ort am liebsten ganz lange nicht verlassen. Grad im Herbst und Winter ist es an ungemütlichen Tagen nämlich schwierig, die Kinder drin entspannt zu beschäftigen und sich dabei selbst auch noch wohl zu fühlen.

Licht in seiner reduzierten Form ist für mich auch unheimlich gemütlich. Kerzen werden bei uns aktuell nur unter Aufsicht zum Frühstückstisch angezündet, was dem Ganzen so ein bisschen den Zauber nimmt, aber ich liebe eben den Duft von Bienenwachskerzen und genieße dann zumindest 15 Minuten am Morgen diese unglaubliche Stimmung, wenn draußen der Tag erwacht und ich den Waldrand beobachte, an dem sich die ersten orangenen Sonnenstrahlen von der gegenüberliegenden Morgensonne zeigen.

Abends habe ich hier immer ganz wenig Licht an. Im Advent eigentlich nur den Herrenhuter Stern in unserem Dreiecksfenster. Dieses Licht reicht mir völlig und entspannt meine Seele noch viel mehr, wenn alles hier in so warmes Licht getaucht ist.

Außerdem liebe ich Düfte. So hat man bei uns oft den Duft von ätherischem Öl in der Nase. Dabei bevorzuge ich an grauen Tagen Düfte wie Mandarine, Orange und Grapefruit. Am Abend ist es oft eine Mischung aus Lavendel und Vanille, welche beide eine wunderbar beruhigende Wirkung haben. Die ätherischen Öle dürfen auch in er Badewanne nicht fehlen. So mische ich dann gern 10 Tropfen Lavendel mit einem guten Schuss Sahne und gebe diese Mischung ins Badewasser der Kinder. Das entspannt sie und ihre Haut wird mit der Sahne gleichzeitig richtig schön gepflegt.

Einige weitere Rezepte findet ihr hier.

Aber auch der Duft von Bratäpfeln, frisch gebackenem Apfelkuchen oder gebrannten Mandeln darf hier nicht fehlen und dürfte am liebsten täglich durch die Wohnung ziehen.

So ist einfach alles das Gemütlichkeit für mich, was meine Sinne anspricht. Es erdet mich, wenn ich warme Füße habe, wenn ich etwas „echtes“ um mich herum habe, Natürlichkeit spüre und lebe. Es beruhigt mich und lässt mich in meiner Mitte verweilen, Kraft tanken und meine Wurzeln spüren.

Hier könnt ihr meine Gemütlichkeit nachstöbern und sicher auch das ein oder andere natürliche Weihnachtsgeschenk finden.

Tunika: Finkhof

WolleSeideHosen: Finkhof und Echtkind

Knickerbocker: Petit Cochon

Lammfell: Lammfellhaus

Bettdecken und Kissen: Allnatura

Bettwäsche: Hessnatur

Holzspielzeug: Grimms, Echtkind, Spiel & Klang, Carelino

Bienenwachskerzen: Naturkinder

Ätherische Öle: Feeling, Primavera, Farfalla

Ein bisschen unerzogen, ganz viel bedürfnisorientierte Beziehung und noch viel mehr Herzgefühl

Nun sitze ich hier auf der Dachterrasse und die letzten Sonnenstrahlen kitzeln mein Gesicht. Ich hoffe auf eine Erleuchtung, weil mich so viele gefragt haben, wie wir das hier so machen. Mit den Kindern. Den drei Kindern. Und zugegebenermaßen ist das gar nicht so leicht in Worte zu fassen. Aber ich möchte versuchen, die Eckpfleiler unseres Miteinanders zu beschreiben.

Dafür muss ich tatsächlich etwas ausholen, denn es hat sich verändert, seit Henri da ist. Denn als er zu uns kam, fing ich an, mich mit dem Thema „unerzogen“ zu beschäftigen und merkte auch gleicht, dass mich daran etwas reizt. Gleich hier zu Beginn möchte ich erwähnen, dass „unerzogen“ nicht unsere einzige Richtung ist, denn niemals lasse ich mich von Wegen anderer vereinnahmen. Niemals gehe ich Wege anderer. Ich kann immer nur meinen Weg mit meinem Ich gehen. Verschiedene Richtungen formen mich und unseren Weg und ich nehme von ganz vielen Inspirationsquellen immer nur die Blumen mit, die ich an meinem Wegesrand schön finde. Ich möchte Blumen sähen und sehen, die mir gefallen und die sich stimmig anfühlen. Dabei bin ich immer selbstreflektiert und schaue natürlich auch darauf, welche uralten Muster sich eingeschlichen haben und ich gern verabschieden möchte. So habe ich einiges auf meinem Weg zurück gelassen, nehme und trage aber so vieles weiter mit mir.

Der Umgang mit den Kindern

Jeden Tag versuche ich eine faire Mama zu sein. Das ist tatsächlich mein Tagesziel, denn den Gerechtigkeitssinn trage ich schon ganz ganz lange mit mir spazieren und es tut mir gut, wenn ich am Ende des Tages sicher weiß, dass ich heute zu jedem der drei einfach fair war. Dabei übertreibe ich es nicht mehr, denn perfekt kann ich es auch hier nicht machen. Perfekt ist eh nicht mehr mein Ziel. Diesen Stein habe ich ganz schnell liegen lassen. Er war mir zu schwer. Dafür habe ich die Feder der Leichtigkeit zu mir genommen und versuche, nicht mehr alles so ernst zu sehen. Was aber nicht bedeuten soll, dass mir alles wurscht ist und ich mit Kopfhörern und lauter Musik hier durch den Tag wandle. Nein. Ich versuche einfach nur, nicht mehr aus allem ein Drama zu machen und wenn mal einer der drei hier ein Drama macht, dann bin ich da und es ist auch schnell wieder vergessen, sobald es fürs Kind okay ist.

Weiterhin habe ich gespürt, dass wenn ich mit den Kindern kooperiere, dass sie dann auch mit mir kooperieren. Dafür braucht es zwar auch manchmal tausend Worte, aber wie sollen sie auch die Welt verstehen, wenn wir sie ihnen nicht erklären. Und trotzdem wird es oft Frust auf beiden Seiten geben. Dieser Frust ist wichtig und ich versuche diesen so gut es geht zu begleiten. Natürlich gelingt mir dies auch nicht immer gleich gut. Das hängt ganz an meiner Tagesform und wie arg mich vielleicht einanderes Thema beschäftigt oder gar ärgert.

Wichtig ist mir stets, dass ich auf Augenhöhe mit ihnen bin und nicht einfach nur „nein“ sage. Denn ein starres Nein ist wie eine riesig dicke Mauer. Jeder Wunsch wird hier gehört und gesehen und wir überlegen gemeinsam, wie wir es dann machen. Gern gebe ich Argumente vor und wenn einer ein gutes Gegenargument hat, ist es okay und dann ändere ich auch sehr gern meine Blickrichtung, denn mir ist viel daran gelegen, dass sie mich als Weggefärtin wahrnehmen und nicht als sarken Baum mit dickem Stamm. Ich habe mich dagegen entschieden, die Anführerin zu sein. Ich möchte nichts in sie hinein trichtern, was sie zu „meinen“ Kindern macht. Sie sind in diesem Sinne nicht meine Kinder. Sie sind Schmetterlinge, die neben mir her fliegen und kommen und gehen. Ich kann sie nicht einfangen und seit ich das so lebe, funktioniert hier einiges so viel besser.

Und klar gibt es Stolpersteine auf diesem Weg und ja, vielleicht fällt auch mal ein Baum um und versperrt uns unseren Weg. Aber das ist okay und das darf sein und unsere Bindung und Beziehung wird dadurch stärker, dass wir gemeinsam überlegen, ob wir über diesen Baum drüber hinweg klettern oder drumherum gehen und uns Wurzeln oder die Krone einmal genauer betrachten.

Ich weiß, das klingt alles sehr metaphorisch und weit her geholt. Wenn ihr aber ein bisschen Phantasie besitzt, wisst ihr, was ich meine. 

Wir wollen hier einfach nur miteinander leben. Nicht mehr und nicht weniger. Hand in Hand. So ruhig wie dieser Abend gerade ist und so wundervoll diese Natur da außerhalb dieser Dachterrasse, ist auch das Leben und die zwischenmenschliche Natur mit unseren Kindern. Nichts ist wichtiger als die Geborgenheit des Seins. Und wenn wir verstehen, dass diese kleinen Dinge, die uns ärgern und wütend machen, auf die meinetwegen 18 Jahre so minimal sind, dass werden wir auch verstehen, dass es sich nicht lohnt, da immer ein großes Ding draus zu machen. Ja, ich schweife ab, aber das war mir gerade wichtig, zu erwähnen. Ich visualisiere mir dieses Sinnbild oft. In welchem Verhältnis stehen nun diese 10 Minuten Ärger mit der Zeit, die wir mit unseren Kindern haben?

Der Umgang mit Medien

Auch dieses Thema hänge ich nicht so hoch auf, weil es völlig normal ist, dass Kinder auch mal in die Welt blicken wollen. Und sei es nur der Trickfilm der sprechenden Hunde und Flugzeuge. Na klar ist das Maß entscheidend, aber dies ist von Familie zu Familie unterschiedlich und jede Mama darf und soll es jeden Tag so machen, wie sie es für okay empfindet. Da gibt es kein richtig und falsch.

Hier bei uns ist es so, dass Hanna und Luis abends 30-60 Minuten fern schauen. Je nach Wetter und je nach Laune. Auch sie haben schwierige und leichte Tage und manchmal ist der Fernseher eben mein bester Freund, in dem er die Kinder etwas entspannen lässt, wenn sie sich in andere bunte Welten beamen und teilweise richtig mit dabei sind. Das ist okay für mich und wir sprechen oft und gern über das Gesehene. Niemals würde ich sie komplett alleine schauen lassen. Ich bin immer umher. Es sei denn sie schauen die Sendung zum hundersten Mal. Außerdem kann ich mich bei den bunten Hunden und Flugzeugen darauf verlassen, dass sie vor nichts Angst haben müssen. Also habe ich es zeitlangs so gehandhabt, dass ich sie nachmittags 30 Minuten habe schauen lassen, während ich Henri hingelegt habe. Das war wertvoll für mich, weil ich so die nötige Ruhe für den Kleinen hatte. Mittlerweile schläft Henri nur noch vormittags und schaut abends einfach so ein kleines bisschen mit. Er liebt Tiere und freut sich, wenn er sie im Fernseher sieht. Ja na klar und es entspannt hier auch manchmal die Situation. Wenn beide völlig durch sind vom Vormittag, weil im Kindergarten wieder viel passiert ist, dann dürfen sie auch mal etwas länger schauen.

Der Umgang mit dem Essen

Hier darf jeder so viel oder wenig essen, wie er möchte. Es wird ihnen nichts hineingestopft, gezwungen oder auch aufgequatscht. Wenn sie so gar nichts essen, schaue ich zwar manchmal schräg, aber dann sind meist die zwei Bananen am Nachmittag Schuld. Auch in Ordnung. 

Wie sollen Kinder anders Hunger kennen und einschätzen lernen, wenn ich sie dahingehend manipuliere?

Gutes Stichwort. Manipulation. Gibt es hier nur in geringem Maße und bevor jetzt alle aufschreien, erkläre ich euch, was ich damit meine. Wenn logische Konsequenzen folgen, dann ist es auch eine Art von Manipulation. Keine von mir auferlegte, aber dennoch wird sich das Verhalten des Kindes dann ändern. Es wird sich dadurch anpassen und dies finde ich so oft grenzwertig. Möchte Luis zum Beispiel noch gern draußen bleiben, ich aber hoch gehen, weil es schon spät ist und ich das Abendessen vorbereiten möchte, dann hat er die Wahl, alleine unten zu bleiben oder mit hoch zu kommen. Es beeinflusst ihn in seinem Wunsch, wenn ich hoch gehe. Jeder Tag endet nun mal und irgendwann wird es dunkel. Das ist somit eine logische Kosequenz mit der er leben muss und solche gibt es nun mal viele. 

Ich möchte ihnen das Leben und die Natur zeigen, achtsamen Umgang mit den Lebewesen und auch die Gezeiten der Meere. Was ich nicht möchte, ist sie formen wie ein Stück Ton. Dies macht meiner Meinung nach die Manipulation. Sie arbeitet nah am nicht vorhandenen Gewissen der Kinder, lockt den Gehorsam und versucht mit intriganten Spielchen, sich die Kinder zu ihrem zu machen. Da bekomme ich schon Beklemmungen, wenn ich es schreibe.

Der Umgang mit Unausweichlichem

Mir sind ein paar Dinge wichtig, die unausweichlich für sie sind. Meine persönlichen Grenzen sozusagen. Und die hat jeder und darf auch jeder haben. Auch meine drei sollen kennenlernen, dass jeder Mensch diese Grenzen besitzt und sollen sie für sich selber auch erkennen. Und sie sollen lernen für ihre Grenzen eingestehen. Meiner Meinung nach können sie das nur, wenn ich es ihnen vorlebe und dazu gehört eben auch eine gute Portion Konsequenz. Wenn dies jetzt auch nicht zu „unerzogen“ passt, passt es jedoch zu mir und meiner Philosophie vom gemeinsamen Leben mit Kindern.

So glaube und spüre ich, dass es für uns 5 in der Familie sehr wichtig ist, Routinen zu haben. Wir haben abends eine gewisse Bettroutine, an der es nur in aller größten Ausnahmefällen vorbei geht. Dazu gehören ganz simpel: waschen, Zähne putzen, Ohren und Nase säubern und in den Schlafanzug hüpfen. Bis vor einiger Zeit war es ein festes Ritual nach dem Abendessen und vor dem Sandmann. Mittlerweile lassen wir das Ritual sogar auch oft vor dem Fernseher stattfinden. Meistens dann, wenn sie auch vorm Fernseher gegessen haben. Ich weiß, dass sie am Tisch sitzen und essen können, also finde ich es nicht schlimm, wenn sie gemütlich auf dem Sofa sitzen. Ich habe keinerlei Ängste, dass sie es verlernen, gerade zu sitzen und aufrecht zu essen. Im Gegenteil, ich gestehe mir auch gern mal ein Mahlzeit fern vom Tisch zu, warum ihnen dann nicht auch?

Ansonsten haben wir kaum feste Routinen, die mir enorm wichtig sind und an denen ich festhalte. Vielleicht ist das auch der Grund, dass sie dieses von mir gegebene Abendritual so freiwillig mitmachen.

Bei anderen unausweichlichen Dingen erkläre ich kindlich und dann ist das einfach so. Je überzeugter ich bin, desto mehr „glauben“ es mir die Kinder und nehmen es in sich auf. Sie vertrauen meiner Aussage als Mama.

Der Umgang mit Aggression

Oft werde ich gefragt, wie ich mit Aggressionen untereinander umgehe. Da es nun ja doch drei Kinder sind, passiert es hin und wieder, dass sie sich streiten. Vor allem die großen zwei. Und oftmals dann, wenn es im Kindergarten am Vormittag sehr anstrengend für sie war. Was ich aber auch unter keinen Umständen dulde, ist Gewalt unter ihnen. Ein Streit ist nicht automatisch Gewalt und oft lasse ich sie ihre zwischenmenschlichen Kinderrivalitäten ausleben, frage oft nur „Braucht ihr mich?“ und versuche dann ganz neutral zu bleiben. Kommt es aber zu körperlichen Übergriffen gehe ich einfach nur mit meinem Körper dazwischen. Ich trenne sie dann meist wortlos. Tröste den, dem es weh tat und gut. Mehr nicht. Meistens besprechen wir es später nocheinmal, dass es ungut ist, dem anderen weh zu tun. Da Hanna und Luis im Oktober erst 4 werden, können sie in Stresssituationen noch gar nicht besonnen reagieren. Dieses Gehirnareal fängt gerade an, sich auszubilden.

Wird einer hier jedoch stark übergriffig und versucht seine Kräfte an Schwächeren auszuprobieren, weil er sich dies bei den großen Jungs im Kindergarten abgeschaut hat, werde ich sauer. Ich dulde niemals ein Malträtieren von Schwächeren nur zum Spaß. Da kann es auch schon mal passieren, dass ich sehr laut werde und den Ärgerer raus schicke. Und trotzdem werde ich später mit ihm (meist ist es tatsächlich Luis) darüber reden. Klar sind Jungs oft körperlicher als Mädchen. Und trotzdem möchte ich, dass er lernt, sich anders mitzuteilen und dass er das, was er da beobachtet, nicht als einzige Wahrheit sieht, wie man sich verhält.

Der Umgang mit eigenen Fehlern

Reagiere ich mal sehr emotional, weil mich etwas wütend, sauer oder traurig macht oder weil ich die Kraft in meiner Hand nicht gut steuern kann und es passiert, dass ich aus Versehen im Groll zu stark an einen Oberarm zufasse, dann entschuldige ich mich natürlich von Herzen und erkläre, was da in mich gefahren ist und warum ich so reagiert habe. Denn ja, auch ich bin nur ein Mensch und auch mir passieren Fehler. Das dürfen sie gern sehen. Sie dürfen sehen, wie ich dann damit umgehe und für sich lernen.

Der Umgang mit Entschuldigung

Auf der anderen Seite ist es mir auch immer schon wichtig gewesen, dass sie sich bei dem anderen entschuldigen, wenn sie ihm weh getan haben oder ihn trösten, wenn er sich weh getan hat. So haben sie ganz lange dieses „Ritual“ verinnerlicht: pusten, streicheln, Küsschen geben. Warum auch immer. Wahrscheinlich habe ich es irgendwann mal in einer aufnahmefähigen Phase so gemacht und sie haben es sich gemerkt. Daran sieht man, wie Kinder so „ticken“. Auch schon die ganz ganz kleinen. Man zeigt ihnen was und wenn sie gerade das Fenster dafür geöffnet haben, nehmen sie es in sich auf. Ganz ohne Zwang, Druck und Dressur. Ist das nicht schön und wertvoll?

Der Umgang mit Bitte und Danke

Um die 12 Monate rum gibt es mal eine Phase, da spielen die meisten Kinder geben und nehmen. Genau da habe ich damals bei Hanna und Luis und auch vor kurzem bei Henri angesetzt und habe das Geben und Nehmen mit diesen Worten verknüpft. Und auch im Alltag kann ich nur das beste Vorbild sein. Alles andere ist Dressur und wenn ich etwas gar nicht will, dann ist es das. Nein, hier muss niemand auf Teufelkommraus Bitte und Danke sagen. Denn meiner Meinung nach soll es wenn, dann von Herzen kommen und gut. Mehr Wertung messe ich diesen zwei Worten nicht bei. 

Wenn man nämlich dem Kind beibringt, dass es die Dinge nur dann bekommt, wenn es das Zauberwort sagt, stelle ich einen ganz unguten Bezug zum Bitte her. Denn dann fängt das Kind an zu glauben, dass es nur „Bitte“ sagen muss und schon bekommt es alles. Das ist nun aber eben nicht immer realisierbar. Das Bekommen/Nichtbekommen hat ja nichts mit dem Wert per se zu tun, oder? 

Was mir in dem Zusammenhang jedoch schon wichtig ist, dass sie wissen, dass wenn sie freundlich fragen es schon einen Unterschied macht, wie wenn sie brüllend auffordernd nach Schokolade verlangen.

Der Umgang meines Mannes mit den Kindern

Viele fragten auch, wie mein Mann das so macht und ob er sich verändert hat, was das „ungezogen/bedürfnisorientierte“ anbelangt. Ja. Hat er. Er reflektiert nun mehr für sich und wir diskutieren sehr viel mehr über Uneinigkeiten. In unguten Momenten reicht es schon, wenn ich ihn „abhole“ und ihm meinen Lieblingssatz ins Ohr flüstere: „Sei kein Arsch zu deinem Kind.“ Oftmals braucht er dann seine Ruhe und danach gehts wieder.

Uneinigkeiten besprechen wir, messen dem aber auch keinen hohen Wert bei. Meistens sehen wir es aber schon sehr ähnlich. Mein Joker ist immer mein Pädagogikstudium und meine intensive Auseinandersetzung mit dem ganzen Kram 😉 da hat er meist kein Gegenargument mehr. Er probiert viel aus, handelt aber oftmals aus dem Bauch heraus. Und das macht er gut. 

In den wesentlichen Grundgedanken unserer Elternauftrages stimmen wir überein und das gibt uns hier sehr viel Ausgeglichenheit im Familienalltag.

Jeder darf hier anders sein und es anders machen. So wie ich die drei nicht dressieren will, dressiere ich auch meinen Mann nicht. Es wird immer im Leben so sein, dass Kinder auf verschiedene Charaktere und Lebensweisen treffen und wenn sie jetzt lernen, dass es überall anders ist, haben sie es für später schon in sich und werden nicht mehr so arg aus ihrer Bahn geworfen

So, das wars nun erst mal von meiner Seite des Weges und der Blumen am Rand. Ich habe gerade meine Landschaft beschrieben, die ich gerade sehe und falls ich etwas vergessen habe, dürft ihr mich gern fragen. Vielleicht sammle ich wieder ein bisschen und schreibe dann darüber meinen nächsten Text. Jetzt ist es aber mittlerweile schon dunkel geworden und ich kann nur die Grillen zirpen hören. Da das für euch aber nicht so spannend ist, schreibe ich eben wann anders weiter. Wenn ich meinen Weg weiter gelaufen bin und vielleicht sogar neues am Wegesrand und drumherum entdeckt habe.

Gute Nacht. (22:15 Uhr)