Eine Reise entlang der Chakren

Viele Wege führten zu mir selbst … ich bin alle mit intensiven Emotionen und Gefühlen gegangen. Manche Wege waren sanft heilend und manche Wege waren steinig schmerzend. Und dennoch spüre ich, dass jeder Schritt richtig war. Und ich bin immer noch nicht am Ende meiner Reise zu mir selbst. Ja, wahrscheinlich bin ich das nie, weshalb mir auch immer und immer wieder Dinge begegnen, die mich sofort ansprechen und so in ihren Bann reißen.

Ihr könnt euch vielleicht erinnern, dass ich die Rauhnächte mit Räuchern und einem Rauhnachtsarmband zelebriert habe. Das erste mal in meinem Leben. Ich empfand das als sehr befreiend für mich und ich habe jeden Abend diese Magie genossen. Diese Energie, die sich in den Räumen und um mich herum aufbaute.

Seit ich denken kann, beschäftige ich mich immer wieder mit Heilsteinen. Ich hatte schon als 8 Jährige eine kleine Sammlung zu Hause. Als ich dann nun Anfang des Jahres mit Themen meines Wurzelchakras zu tun hatte, wusste ich, dass ich die Heilsteine mit den Chakren verbinden sollte. Chakren sind Energiebereiche in unserem Körper, die verschieden Lebensthemen in sich vereinen. Jedes speziell für sich. Man kann damit körperlich und seelisch arbeiten und mit verschiedenen Dingen diese Chakrenarbeit unterstützen.

Bei mir waren es nun die Heilsteine, die mich ansprachen. So nahm ich wieder Kontakt mit Claudia von glaenzendes auf und fragte sie, ob sie mir nicht ein solches Chakrenarmband herstellen könnte. Und auch dieser Moment hatte seine Magie, denn sie sagte mir, dass sie gerade mitten in der Planung für ein solches Armband sitzt. Also haben wir noch ein wenig gemeinsam überlegt und es ist ein wunderschöner Begleiter entstanden.

Ich habe mir überlegt, dass ich für euch eine kleine Reise daraus mache. Wenn ihr wollt, könnt ihr diese Reise von einem Chakra zum nächsten auf Instagram @erdenkinder_ begleiten. Ich möchte gern die einzelnen Chakren vorstellen und zu jedem eine kleine Geschichte von mir erzählen und parallel dazu den passenden Heilstein im Armband. Ich freu mich, wenn ihr diesen Weg ein Stückchen mitgeht und für euch hilfreiche Gedanken mitnehmen könnt.

Wenn wir die Füße ganz unten stimulieren, können wir den Kopf ganz oben ausschalten

Schon oft habe ich im Zusammenhang mit meinen Barfußschuhen darüber geschrieben, wie wichtig es ist, dass die Fußreflexzonen etwas zu tun haben. Das geht nicht nur, in dem wir barfuß laufen, sondern auch mit vielen anderen Ideen.

Es ist tatsächlich so, dass wenn wir unsere Füße intensiver stimulieren, wie sonst, dass es unseren Kopf ein Stück freier macht. Das können wir natürlich auf ganz clevere Weise für uns und auch für unsere Kinder in jedem Alter nutzen.

Gerade in den Zeiten von Corona, wo viele mit ihren Kindern daheim sind, brauchen diese neue Reize. Das kann barfuß laufen sein oder auch Fußbäder und Fußmassagen bis hin zu komplexerem Fühlen mit den Füßen.

(Werbung) Vor kurzem habe ich die Taktilen Scheiben bei edumero entdeckt. Das sind zehn große und zehn kleine Scheiben, die man drinnen und draußen benutzen kann. Jede Scheibe hat ein eigenes Relief, welches mit den Füßen ertastet werden kann. Die kleinen Scheiben kann man wunderbar in die Hand nehmen und als Art Memory verwenden. Da wären wir auch schon bei den Spielideen, die wir mit den Taktilen Scheiben hatten.

1. Übung 1: legt euch einen Parcours und lauft barfuß (mit geschlossenen Augen für die Fortgeschrittenen) über die Scheiben und spürt jedes einzelne Relief mit den Füßen.

2. Übung 2: nehmt euch zusätzlich zur Übung 1 eine kleine Scheibe in die Hand, ertastet das Relief und sucht dieses nun mit den Füßen im Parcours.

3. Übung 3: legt die kleinen Scheiben ebenfalls auf den Boden und versucht nun mit verbunden Augen die zusammengehörigen Scheiben zu finden.

4. Übung 4: für mehrere Kinder: verteilt nur 5 große Scheiben im Garten. Nun dürfen die Kids Fanger spielen. Auf den Scheiben ist jeweils ein ZickBereich.

5. Übung 5: die kleinen Scheiben lassen sich hervorragend durch die Wohnung kullern. Wer am weitesten gekullert hat, der gewinnt.

Mit den Taktilen Scheiben kann man auch an kälteren Tagen, an dem die Kinder Schuhe anhaben, einen Pfad im Garten legen, über den die Kids dann drüber laufen oder hüpfen, ohne daneben zu treten. Vielleicht auch auf Zeit. Kombinieren kann man dabei die Taktilen Scheiben auch hervorragend mit den Flusssteinen, die ihr ebenso bei edumero erhaltet.

Die Scheiben sind abwaschbar und lassen sich somit hervorragend von Erde und Schmutz befreien.

Gleichzeitig zu den Fußreflexzonen, die durch die unterschiedlichen Reliefs stimuliert werden, trainieren die Kids ihre Balance und ihre innere Mitte. So könnt ihr auch wunderschöne Ruhe-Übungen machen:

6. Übung 6: das Kind stellt sich barfuß mit beiden Beinen auf die hellgrüne Scheibe (diese reizt mit ihren Noppen die Füße besonders gut). Je nach Alter kann das Kind nun versuchen, auf einem Bein zu stehen. Vielleicht auch auf Zeit, dann ist das andere Bein dran. Für Fortgeschrittene: mit verbundenen Augen.

7. Übung 7: ihr denkt euch für den Pfad eine Geschichte aus, die zu den Reliefs passt. Dann geht das Kind jede einzelne Scheibe ab, während ihr Punkt für Punkt (Scheibe für Scheibe) passend die Geschichte erzählt. Somit kommen mehrere Sinne zum Einsatz: Fühlen und Hören. Und wenn ihr ältere Kinder habt, können sie euch die Geschichte auf dem Rückweg des Pfades rückwärts erzählen. Da wird das Erinnerungsvermögen sehr gut geschult.

Wie ihr sehr gibt es unglaublich viele Ideen zu den Taktilen Scheiben und ich bin mir sicher, dass euch und euren Kids noch viele mehr einfallen. Hin und wieder werde ich über den Sommer verteilt noch mehr Spielideen und Übungen auf Instagram zeigen. Dazu könnt ihr mir dort unter erdenkinder_ gerne folgen.

Die Taktilen Scheiben sind übrigens ein sehr sinnvolles und wertvolles Ostergeschenk und sehen so bunt im Garten neben den Osternestern und Ostereiern ganz wundervoll aus. Außerdem bietet edumero noch ganz viele andere wunderbare Ideen rund um das Thema „einfach spielend lernen“.

Geborgenheit durch Kleidung?

Seit 10 Monaten beschäftige ich mich nun mit dem Thema Körpergefühl. Ganz an der Basis sehe ich da für mich folgende Bereiche, die mir mehr Körpergefühl schenken:

1. Kleidung/Schuhe

2. Schlaf

3. Licht

4. Natur

5. Ernährung

6. Pflegeprodukte

Zum ersten Thema habe ich hier schon mal etwas geschrieben. Ich achte sehr auf nachhaltige Kleidung aus BioBaumwolle und anderen Naturmaterialien, die unter ökologischen Bedingungen hergestellt werden.

Zusätzlich vermittelt mir meine Kleidung allerdings auch noch andere Gefühle. Nämlich ein Wohlgefühl und Geborgenheit. Deshalb trage ich auch nie Sachen, die mich in irgendeiner Weise einengen oder in denen mir kalt ist. Ich mag es äußerst bequem und versuche trotzdem immer ein bisschen Eleganz und Chic hinein zu bringen. Das gelingt mir nicht immer gut, weil ein Kleid aus Merinowolle oder Stulpen aus Schurwolle einfach nicht so richtig sexy sind 😉

Aber ich habe nun etwas entdeckt, was mir richtig gut gefällt und was ich so unterschiedlich binden kann, dass immer wieder ein neuer Look entsteht. Das mag ich ja richtig gern, weil ich damit so viele Möglichkeiten habe.

Ich möchte euch heute MadameKukla vorstellen (Werbung). Eine Kukla ist ein Kleidungsstück, welches ein Kleid, ein Rock oder ein Cape sein kann. Je nach Bindung habt ihr verschiedene Kleider und schließt dieses Kleidungsstück mit einem Clip. Die Kukla und auch die Clips gibt es in verschiedenen Farben. Meist ist sie innen und außen auch andersfarbig, sodass ihr sie drehen kann und sie sich somit noch besser anpasst.

Ihr könnt die Kukla somit ganz individuell binden und tragen und verschiedene Looks kreieren: von sportlich lässig bis zu elegant verspielt. Ihr könnt sie zu Strumpfhosen, Leggins oder Jeans tragen, mit oder ohne Langarmshirt oder im Sommer einfach ohne alles und Highheels, Ballerinas oder Boots. Ihr seid mit einer Kukla wirklich IMMER und zu jeder Gelegenheit gut gekleidet. Ich liebe meine in altrosa und liebäugle jetzt noch mit einer schwarzen 🙂

Wenn ich die Kukla trage, dann fühle ich mich wohl und eingehüllt. Meine Silhouette ist weich und schmeichelhaft, mein Körpergefühl ist ganz gemütlich. Deshalb ziehe ich sie echt so oft an, weil ich mich einfach gut drin fühle – und etwas ganz besonderes ist sie nebenbei auch.

Und damit ihr euch vorstellen könnt, wie das dann aussieht, habe ich euch verschiedene Bindungsmöglichkeiten mal gebunden und fotografiert. Schaut selbst:

Unser Kuschelecken-DIY

Was ist das Essenziellste in unserem Kinderzimmer? Genau. Die Kuschelecke. Schon seit Hanna und Luis auf der Welt sind gibt es bei uns eine und auch hier im neuen Haus habe ich wieder eine Kuschelecke eingerichtet. Etwas kleiner, weil es ja nun mehr Zimmer, dafür allerdings weniger Platz gibt. Weniger kuschelig ist es jedoch keinenfalls.

Schritt für Schritt

So muss unsere Kuschelecke folgende Komponenten haben, damit wir es so richtig kuschelig finden:

1: Ein Schaffell. Zum einen ist dies kuschelig und wärmend, zum anderen ist der Duft nach dem Wollfell entspannend und erdend.

2: Eine Lichterkette, die sanft leuchtet und somit ein Wohlgefühl schafft. Weit weg vom Herbst- und Wintergrau draußen.

3: Ein kuscheliges Kissen, welches die Kinder knautschen können und somit gemütlich liegen.

4: Große Spieltücher in verschiedenen Farben, die an die Seiten oder als Himmel gespannt werden und somit die Gemütlichkeit abrunden. So lassen sich die Farben und deren Wirkweise auch immer wieder wechseln (dazu später mehr).

5: Ein schönes Buch für eine Fantasiereise oder ein spannendes Hörspiel, um vom turbulenten Alltag abschalten zu können.

Los gehts

Als erstes habe ich mir kleine Haken besorgt und diese unter unserer Anhöhe ins Holz gedreht. Daran befestige ich später die Lichterkette und die Tücher. Diese kann man auch wunderbar in eine Wand drehen.

Das Schaffell habe ich dann über ein anders Kissen ausgebreitet, damit die Kinder leicht erhöht liegen können. Das kleine Kuschelkissen lege ich einfach dazu. Das kann sich jedes Kind nehmen, wie es mag.

Wirkung der Farben

Die Tücher wähle ich meist in sehr erdigen, warmen Farben. Heute habe ich mich für ein warmgelbes Tuch entschieden. Dieses wirkt antidepressiv, wärmend und stimmungsfördernd. Aber auch orange und braun nehme ich sehr gern her. Dabei wirkt orange inspirierend und kräftigend und braun beruhigend und stabilisierend.

Lichterketten gibt es in verschiedenen Farben oder auch ganz zurückhaltend in nur einer Farbe. Ich habe mich bewusst für die bunte Lichterkette entschieden, weil ich es schön finde, wenn sie sich etwas abhebt. Außerdem verschwimmen die Farben dann eh etwas, wenn man sie anschaltet und es drumherum dunkel ist.

Im Alltag

Wenn wir in unserer Kuschelecke kuscheln, lese ich gern eine Fantasiereise vor, damit die Kinder ein bisschen in sich gehen und neue Kraft für den restlichen Tag tanken, wenn sie die ganzen Vormittag im Kindergarten gespielt haben. Aber auch spannende Hörbücher fesseln die Gedanken der Kinder und lenken sie oft von Geschwisterstreit und kleinen Frustrationen ab.

Wo gibt’s die Utensilien?

Wenn ihr für eure Kinder auch eine Kuschelecke einrichten wollt, dann kann ich euch folgende Utensilien dafür empfehlen:

1. Schaffell

2. FeenLichterkette

3. Kissen mit Kuschelbezug

4. Buch: Nalumas Fantasiereisen

5. Spieltücher

(Werbung: alle Artikel erhaltet ihr bei Hans Natur)

Es kann so einfach sein, eine Wohlfühloase zu schaffen und die Kinderaugen strahlen zu lassen. Meist sind solche gemütlichen Orte für Nähe und Gemeinsamkeit wertvoller als jedes Geschenk zum spielen. Vielleicht ist es ja sogar eine tolle Geschenkidee.

Die Monster in der Nacht

So langsam wird das Thema auch eines von uns. Lange Zeit ging es gut, aber seitdem Hanna alleine schläft, kommen nachts immer mehr Monster zu Besuch. Monster, die wir so gar nicht gebrauchen können. Da ist alles dabei. Grizzlybären, Schlangen, Wölfe, Feuerameisen, Räuber, Verbrecher, Außerirdische und viele mehr, die Hanna das Einschlafen erschweren.

Luis fürchtet sich vor allem tagsüber, wenn er alleine irgendwo im Haus hingehen soll. Er braucht stets Begleitung.

Unsere täglichen Rituale helfen den Kindern nur bedingt. Solange sie allerdings alle bei mir im großen Bett schlafen, ist alles okay. Das geht nun aber nicht immer, also habe ich mir einiges überlegt, um es Hanna und Luis etwas leichter zu machen. Henri hat da zum Glück noch eine riesengroße Portion Vertrauen.

1. Wir schließen gemeinsam ab. Ganz bewusst öffnen wir die Tür und flüstern in die Nacht, dass nun alle ungebetenen Gäste draußen bleiben dürfen. Dann schließen wir die Haustür zu.

2. Beim Insbettbringen sage ich laut einige Glaubenssätze gemeinsam mit den Kindern: „Ich bin beschützt.“ „Ich bin geborgen.“ „Ich habe einen schönen Traum.“ Auch das stärkt ihr Bewusstsein für die guten Dinge.

3. Wir nutzen das Monsterspray von Aetherio (Werbung), um alles zu schützen. Wir sprühen in jede Ecke und unter jedes Bett. Das vertreibt alle Monster. Gleichzeitig wirkt Lavendel beruhigend und Mandarine schmeichelt süß der Kindernase. Das lässt die Kinder auch nochmal entspannen.

4. Hanna hört zum Einschlafen ein Hörbuch einer starken Mädelsbande. Das findet sie cool und macht sie stark.

5. Zusätzlich hat sie neuerdings ein kleines Nachtlicht, welches ihr hilft, sich zu orientieren. In den letzten 5 Jahren war jegliches Licht eher hinderlich. So schnell ändert sich das.

6. Bei den Jungs bleibe ich zur Einschlafbegleitung dabei, weil mich Henri noch braucht.

7. Tagsüber begleite ich Luis einfach immer überall hin, wenn er wohin möchte, wo er dann alleine wäre. Ich glaube, das ist die entspannteste Variante und diese Phase geht vorbei.

Und bei alle dem ist es mir ein Herzensanliegen, dass ich meine Kinder ernst nehme und nicht auch nur einen Moment beschwichtige oder klein mache. Nein. Sie leben in ihrer Gedankenwelt und ich kann sie nur dann vertrauensvoll stärken, wenn ich sie ehrlich begleite. Nach jeder Vertreibungsaktion frage ich sie, ob es jetzt gut so ist. Wenn nicht, mache ich solange weiter, bis es stimmig für sie ist und sie das Monster nicht mehr sehen.

Auch Fragen beantworte ich offen und ehrlich. Luis fragt mich oft, was ich denn mache, wenn der Räuber zur Tür, zum Fenster, übers Dach oder durchs Schlüsselloch kommt. Daraufhin antworte ich kindlich verständlich mit Hilfe seiner Erinnerung: „Kannst du dich erinnern? Wir haben zugeschlossen.“ „Komm, wir schauen gemeinsam, ob alle Fester zu sind.“ „Der Räuber ist mindestens so groß wie ich und ich passe nicht durchs Schlüsselloch. Schau. (Quetsch, drück, press.)“ 🙂 niemals lächerlich, sondern immer geradlinig mit einer Brise Humor.

Jedes Monster wird hier freundlich ausgeladen oder eben einfach nur mit Monsterspray weggekitzelt. Es werden unsichtbare Schutzwände errichtet und Fenster und Türen verriegelt. Und ganz im Kern, in ihren Herzen, wissen sie, dass ich sie beschütze, was auch immer kommt. Ich geb mein bestes.

Die Positionen im Geschwisterverbund

Schon lange liegt mir ein Thema auf der Seele. Die ganze Zeit habe ich es vor mir her geschoben. Allein deshalb, weil ich mich der Thematik nicht stellen wollte. Weil ich einfach noch nicht bereit war, da hinzuschauen, wo es mir am allermeisten weh tut.

Dafür müsst ihr wissen, dass ich ein gerechtigkeitsliebender Mensch bin und mir Harmonie sehr sehr wichtig im Alltag ist. Ungern lasse ich einen Streit im Raum stehen oder bin nachtragend. Nein, ich versöhne mich gern und ich verzeihe gern.

Nun gut. Nun zum eigentlichen Thema.

Als ich vor mehr als fünf Jahren Mama von Zwillingen wurde, wurde mein Gerechtigkeitssinn auf die Probe gestellt. So schaute ich, dass ich immer allen beiden gleiches zukommen lies. Ich zog sie gleich an, damit niemand kälter oder wärmer als der andere angezogen ist. Ich küsste beide immer gleich viel, damit jeder am Ende des Tages gleich viele Küsschen hatte.

Als sie älter wurden, merkte ich mir, wer wann zu erst dran war, nur allein deshalb, damit der andere beim nächsten Mal der Erste ist.

Irgendwann, als Henri auf die Welt kam, konnte ich nicht mehr. Ich konnte es mir weder merken, noch wollte ich es, weil ich eine Ahnung hatte, dass mich diese Gerechtigkeit begann aufzufressen. Ich konnte es nicht mehr steuern. Alles verschwamm.

Noch dazu kam, dass sich Luis immer durchsetzte. In seiner körperlichen Stärke, in seiner Lautstärke und in seinem Sein. Da hielt ich dagegen, weil ich immer dachte, dass das so nicht sein darf. Es kann doch nicht sein, dass es immer nur nach seinem Willen geht bzw dass er meist der Anführer der Truppe ist.

Und genau DAS war mein Problem. Ich hing in mir fest. Ich konnte dort nicht los lassen. Vielleicht, weil ich immer Einzelkind war und mich genau dieser Thematik nie stellen musste. Ich habe nicht erlebt, wie Geschwister miteinander groß werden. Ich habe diesen Verbund nie gefühlt.

Und dann kam mir diese Frage in den Kopf: Warum um himmels Willen maße ich mir dann an, den Richter der drei zu spielen? Warum?

Und vor allem, wem ist damit geholfen?

Ein einfaches Beispiel: alle drei streiten sich um eine Sache.

Warum gehe ich dort dazwischen und richte darüber, wer diese Sache nun bekommt? Mache ich es für mich, damit endlich Ruhe ist, weil ich das Gestreite nicht aushalten kann. Oder helfe ich damit den Kindern? Aber welchem Kind? Doch nur dem Kind, der die heißgeliebte Sache am Ende in der Hand hält. Und die anderen zwei? Sind doch auch meine Herzenskinder. Warum behandle ICH sie unfair, nur weil ich jetzt glaube, dass der andere diese Sache „verdient“ hat?

Aber wie konnte die Lösung aussehen? Wie komme ich aus dieser Schleife wieder heraus? So sind doch viele Verhaltensweisen auch in mir verankert.

LUIS war es, der mich hinaus führte aus diesem Dilemma. Er stand neben mir und während ich ihn von der Seite anschaute, fragte ich mich, warum ich ihm und auch den anderen zwei nicht einfach vertraute. Warum ich sie nicht einfach über sich selbst entscheiden ließ und sie auf diesem Weg lediglich neutral begleitete. Ich bräuchte doch eigentlich nur beobachten UND die Kinder in ihrer Konstellation akzeptieren. So ist Luis nun mal der Älteste, wenn auch nur mit 9 Minuten Unterschied zu seiner Schwester. Aber immerhin. Er ist der Erstgeborene und er hat auch das Recht dazu. Auch jetzt im Alltag. Also fing ich an, die Kinder auch so gewähren zu lassen. In ihrer Reihenfolge.

Ein zusätzlicher Impuls kam dann vor kurzem von meiner Freundin, die mich bzgl der Tischordnung auf den entscheidenden Gedanken brachte. Wir sitzen falsch. So nahm Luis lange Zeit meine Position ein und ich saß auf der, des jüngsten Kindes. Als ich das dann änderte, fühlte es sich wie von allein völlig richtig an und es war gut so.

Es werden sicherlich noch einige Änderungen in der Zukunft erfolgen, die den Kindern die Chance geben, sich in ihrer Position richtig zu fühlen. So wird auch Luis irgendwann sein eigenes Zimmer bekommen.

Was ich mit dem Text sagen und ausdrücken möchte: kämpft nicht gegen die Reihenfolge eurer Kinder an. Nehmt wahr, wie es ist und gebt dem Raum. So fühlen sich alle in ihrer Position gesehen, die sie sich selbst ausgesucht haben. Nur so könnt ihr zu mehr Frieden in eurer Familie beitragen und nur so kann es ruhiger werden. Jeder hat seine Rolle und jeder darf sie leben. Jeder wird als das gesehen, was er ist.

Die Geburt von Hanna und Luis

Dieser Tag jährt sich nun bald zum 5. Mal und mir ist aufgefallen, dass ich die Geburtsgeschichte der Zwillinge noch nie aufgeschrieben habe. Ich habe in kurzen Auszügen immer mal wieder auf Instagram darüber geschrieben, aber so gänzlich noch nie.

Das möchte ich nun nachholen, weil ich es gern auch für mich selbst noch einmal gedanklich Revue passieren lassen möchte.

Es war der 11. Oktober 2014. An diesem Tag war ich nun schon fast 36 Wochen mit den Zwillingen schwanger. Eine Zeit, die ich niemals zu erreichen glaubte, da ich ab der 25. Schwangerschaftswoche immer wieder mit vorzeitigen Wehen und einem verkürzten Gebärmutterhals kämpfte. In der 28. Woche war es dann sogar so arg, dass ich im Krankenhaus bleiben musste. Ab da an lag ich knapp acht Wochen flach, weil auch der Arzt Angst hatte, dass die zwei sich auf den Weg machen würden. Mit 28 Wochen intrauterin viel zu früh. Als der Arzt mich untersucht, konnte er Luis sein Köpfchen durch den viel zu kurzen Gebärmutterhals schon fühlen und ein wenig nach oben drücken. Es war also tatsächlich knapp. Nach einer Nacht mit starken Wehenhemmern und heftigsten Herzrasen im Kreißsaal, wurde es am nächsten Tag etwas besser. Die Dosis wurde reduziert und ich konnte auf Station. Da lag ich nun für vier Wochen und hatte einen Bärenappetit auf eine ganz bestimmte Haselnusscreme – mein Mann kaufte damals den Bioladen leer 😉

Als die vier Wochen vergangen waren und ich mit Wehenhemmern nach Hause konnte, war es Segen und Fluch zugleich für mich, weil ich mich ärztlich betreut doch irgendwie sicherer fühlte. Das Vertrauen in meinen Körper war verschwunden. Nach weiteren zwei Wochen konnte ich den Wehenhemmer endlich absetzen und es passierte – NICHTS. Das war tatsächlich ungewöhnlich, weil jeder ja nun dachte, ab dem Moment würde es los gehen. So konnte ich noch zwei Wochen komplette Ruhe genießen und ließ mich immer schön mit dem Taxi zu meiner Gynäkologin fahren. Mit dem dicken Bauch passte ich nämlich nicht mal mehr hinters Lenkrad. Es ging einfach nicht 😀

Am besagten 11. Oktober fing ich plötzlich wie fremdgesteuert an zu putzen, Betten zu beziehen und an der Isar entlang zu spazieren. Ich merkte, wie ich mich bewegen wollte und hatte einen richtigen Energieschub. Als wir dann am Abend nach Hause kamen tropfte Fruchtwasser aus Luis seiner Fruchtblase. Ich duschte noch in aller Ruhe und dann fuhren wir ins Krankenhaus. Ganz ruhig, weil tatsächlich kaum Wehen zu spüren waren. Die Nacht war auch eher ruhig. Im Kreißsaal schliefen wir auf dem enorm ungemütlichen Kreißbett und wachten am Morgen mit einem gigantischen Sonnenaufgang auf.

12. Oktober 2014

9:30 Uhr

Die Ärzte entschieden sich, mir eine kleine Anschubser-Tablette an den Muttermund zu legen, da nichts mehr weiter ging und sie bei Zwillingen ungern etwas riskieren wollten. Eine Stunde sollte ich zur Überwachung am CTG bleiben. Dieser viertel Tablette hilft wohl erst nach sechs Stunden so ein bisschen und wird dann erneut gelegt.

10:30 Uhr

Eine Ärztin untersucht mich und befreit mich vom CTG. Nun konnte meinem Kaffee in der Cafeteria nichts mehr im Weg stehen. Sekunden bevor ich aufstehen wollte, ging es los. Wehen des Todes. Aber hallo. Was wäre das geworden, hätte ich mich mit einem Café Latte unter Menschen befunden. Ich möchte es mir nicht ausmalen 😉

Es ging also los. Halleluja habe ich geflucht und meinem Mann alles versprochen, würde er mich nur von diesen Schmerzen befreien. Es überrollte mich so völlig, brachte mich aber auch meinen Kindern näher.

11:30 Uhr

Die Hebamme schlug vor, mir eine warme Badewanne einzulassen, damit ich etwas entspannen könne. Gesagt, getan. So hüpfte ich also – nein, ich quälte mich in diese Wanne. Die Wehen ließen mir kaum eine Pause. Als ich mich niedersetzte, verließ sie den Raum. Ein Fehler 🙂 die erste Presswehe schlug ein wie ein Hammer. Hallo? Was war bitte das? Mein Mann sprang los und brachte lediglich eine Schülerin mit. Sie erkannte den „Ernst“ der Lage nicht wirklich und schlenderte in einer Seelenruhe los, um meine Hebamme zu holen. Ich hatte inzwischen zwei weitere Presswehen. Die Hebamme kam und meinem Mann fiel nichts besseres ein, als auf Toilette zu gehen. Klar, die Blase sollte leer sein, aber er verwechselte da wohl seine Blase mit meiner 🙂

12:00 Uhr

Ich hievte mich auf das Kreißbett, immer wieder von heftigsten Wehen durchgeschüttelt. Plötzlich strömten verschiedenste Menschen in diesen Raum. Noch eine Hebamme, zwei Kinderkrankenschwestern, eine Assistenzärztin, der Oberarzt, zwei Kinderärztinnen hielten sich hinterm Vorhang bereit für die Geburt der Zwillinge. Mein Mann kam zurück und war etwas perplex und fragte, was los sei. „Ihre Kinder kommen auf die Welt.“ In dem Moment war mir klar: „Ich muss jetzt hier alles geben.“

Völlig nackt vor so vielen Menschen lag ich da. Mich bedeckten einzig die CTG-Gurte. So hing ich auf der linken Seite liegend auf dem Kreißbett und hielt mich an einem Tuch fest, was von der Decke hing. Es war sonnengelb und mein einziger Anker, an dem ich mich festkrallte.

Die Wehen waren so arg, dass sie Luis auf die Welt schoben. Millimeter für Millimeter. Die Hebamme half ihm mit ein bisschen Öl am Köpfchen nach.

12:09 Uhr

Luis ist geboren. Er schrie sogleich und wurde auf meinen Wunsch hin erst mal nicht abgenabelt. Die Kinderkrankenschwester untersuchte ihn auf meiner Brust. Mein Mann trennte dann die Nabelschnur und er durfte unter die Wärmelampe für die nächste Untersuchung.

In der Zwischenzeit ließen die Wehen nach, was für Hanna nicht so gut war. Ein Wehenmittel wurde gespritzt und es dennoch nur schleppend ging weiter.

12:28 Uhr

Die Hebamme öffnete die Fruchtblase und mit einem Schwung kam Hanna aus mir heraus gerutscht. Ich spürte sie kaum, weil Luis seiner Schwester schon so schön den Weg ebnete. Sie war blau, schrie und atmete nicht. Sie wurde sofort abgenabelt und kam direkt zur Kinderärztin unter die Wärmelampe. Dort wurde sie durch sanftes klopfen und durch bewegen des kleinen Körpers dazu animiert, ihren ersten Atemzug zu nehmen. Es war kritisch, doch irgendwann gelang es der Ärztin, sie ins Leben zu holen.

Als kurze Zeit später die Plazenten geboren wurden, wussten wir, was los war. Beide Plazenten waren zusammen gewachsen und auf Grund von Luis‘ seiner Geburt löste sich auch Hannas Plazenta bereits von der Gebärmutterwand. Sie war also kurze Zeit unversorgt. Dank des Wehenmittels und der Öffnung der Fruchtblase, ging ihre Geburt zum Glück so schnell, dass wir ihr helfen konnten.

Dennoch schrie sie nicht, sondern schaute mich nur mit ihren großen Kulleraugen an und war sichtlich verwirrt. Hatte doch ihr Bruder dafür gesorgt, dass sie ihre wohlig warme Umgebung verlassen musste. Die vier Wochen mehr im Mutterleib bis zum errechneten Geburtstermin hätten ihr unglaublich gut getan.

Nun waren sie also da. Meine lange und sehnlichst erwarteten Zwillinge.

Das ist heute fast fünf Jahre her und ich bin unendlich dankbar, dass sie trotz aller Widrigkeiten ganz gesunde, willenstarke Kinder sind, die mich täglich herausfordern und mich mit ihrer Liebe segnen.

Die Geburtsgeschichte von Henri.

Der Weg zu mehr Körpergefühl – Schlafen

Nun habe ich schon drei Blogposts über das Schlafen und die Schlafumgebung meiner Kinder verfasst.

Ihr könnt sie gern nachlesen:

Gesund schlafen – unsere Schlafumgebung

Gesund schlafen – unsere Routine

Kinder atmen immer

Aber auch für uns Erwachsene ist Schlaf das Essenziellste, um Kraft zu tanken und um damit im Einklang mit uns selbst zu bleiben. Das wiederum erzeugt ein gutes Körpergefühl und wir fühlen uns gut geerdet.

Wer ausreichend schläft fühlt sich fit, vital, ausgeruht, kraftvoll und kann dem Stress im Alltag ganz anders begegnen.

Was aber nun, wenn das wohltuende Schlafen mit Kindern so gar nicht geht? Was, wenn man ständig geweckt wird und beim dem Kraft tanken gestört wird? Was, wenn man die Anzeichen von Schlafmangel schon ganz deutlich spürt?

Diese Fragen habe ich mir nämlich auch gestellt, weil es mit einem Stillbaby einfach unfassbar schwer ist, in diesen tiefen, pflegenden Schlaf zu kommen. Und ich habe darunter sehr gelitten, weil ich tagsüber funktionieren musste und auch wollte. Ich wollte eine gute Mama für meine drei Kinder sein. Ausgeglichen und immer zuhörend. Stattdessen war ich ausgelaugt, schlapp und oftmals genervt. Das tat mir so leid, dass ich angefangen habe, zu überlegen, was ich für mich beim Thema Schlaf optimieren kann und fand plötzlich einige Baustellen.

So habe ich das Schlafen selbst plötzlich „nur noch“ als Endergebnis gesehen. Als Endergebnis einer gemütlichen Schlafzimmeratmosphäre in einem Geborgenheit ausstrahlenden Bett. Denn als ich einiges verändert habe, konnte ich plötzlich auch Kraft im Bett tanken, wenn ich nicht geschlafen habe. Ich bin zur Ruhe gekommen, obwohl ein Stillbaby neben mir schnarchte. Ich habe plötzlich wieder Wärme gespürt, schon wenn ich das Schlafzimmer betreten habe.

Aber was habe ich gemacht? Was habe ich verändert?

Auf dem Weg zu mehr Körpergefühl habe ich gemerkt, dass mich ganz viel stört, was um mich herum zu viel ist. Alle störenden Einflüsse versuche ich zu vermeiden und besinne mich auf meine Werte. So habe ich mein Schlafzimmer kernsaniert. Nur noch das Allerwichtigste ist in diesem Raum. Das Bett, ein kleines Sonnenglas, ein Buch und ganz viele gemütliche Kissen uns Decken. Und das war letztendlich auch der Knackpunkt. Ich habe die Bettdecke getauscht, weil mir die bisherige zu warm war. Irgendwie habe ich mich im Schlaf nicht wohl gefühlt. Und da ich in diesem Bereich schon immer auf Natürlichkeit geachtet habe, habe ich meine Bettsituation auch dahingehend angepasst und bin nun so sehr zufrieden, dass ich mich abends auch einfach nur so gern ins Bett lege, ohne gleich schlafen zu wollen. Einfach weil es gemütlich ist und ich zu mir selbst kommen kann.

Ich kann mich in so einer behaglichen Atmosphäre so gut auf mich besinnen, dass ich ganz konzentriert auf mich und meine Körpermitte bin. So tanke ich Kraft und komme tatsächlich mit weniger Schlaf sehr gut aus, um mich gut zu fühlen.

In diesem Zuge darf ich euch meine Bettdecke natürlich auch vorstellen. Mir ist es wichtig eine waschbare Decke zu haben, die ich problemlos hin und wieder einfach in meiner Waschmaschine im Wollwaschgang waschen kann. Außerdem habe ich seit der Schwangerschaft ein anderes Wärmeempfinden und friere nicht mehr so schnell. Meine bisherigen Kamelhaardecken waren einfach viel zu warm und schwer. Also habe ich mich nun für den Herbst und Winter für eine Ganzjahresbettdecke mit einer Schurwollfüllung entschieden. Und natürlich habe ich auch die Variante aus kontrolliert biologischem Anbau bevorzugt, weil dies eben auch zu meinen Werten gehört. Eine ganz natürliche und ökologische Schlafumgebung zu schaffen, in der ich mich mega wohl fühle. Zudem wird diese Decke in Deutschland gefertigt und hinterlässt damit im Vergleich einen grünen Fußabdruck. Gegen die ebenso gute waschbare Kapokdecke habe ich mich deshalb entschieden, weil sie mir viel zu leicht und zu warm war. Ich mag es, wenn die Bettdecke eine gewisse Schwere hat, mich aber nicht erdrückt. Gegen die Baumwolldecke sprach die weniger gute Wärmeigenschaft.

Ihr seht, es ist ganz individuell. Ich finde es unglaublich wichtig, dass man sich hier an der Stelle gut beraten lässt, um die richtige Bettdecke für sich zu finden.

Auf der Suche nach einer geeigneten Bettdecke für mich, habe ich mit Judith vom Naturversand Kirschke (Werbung) telefoniert. Sie hat mich umfangreich beraten, mir die verschiedenen Möglichkeiten der Bettdecken und Kissen genannt und sich mit mir auf die Suche begeben, was gut zu mir passt.

So war mir eben wichtig, dass sie Bettdecke zur Not waschbar ist. Sie soll meine Hitzewallungen gut ausgleichen und dennoch im Winter wärmen. Da ich gern leichte Bettdecken habe, kamen wir der Sache schon näher. Als Judith mir dann nochmal die Vorteile aller Füllungen aufzeigte, war mir ganz klar, dass ich mich für die Decke mit Schurwollfüllung entscheiden werde. Und was soll ich sagen? Sie ist herrlich. Wie gern verkrieche ich mich abends einfach nur gern unter diese anschmiegsame Umhüllung und genieße die Ruhe. Ich schalte ab und kann mich gänzlich fallen lassen.

Der Naturversand Kirschke bietet neben Bettdecken mit verschieden Naturmaterialien wie Maisvlies, Kapok, Baumwolle, Kamelflaumhaar etc. übrigens auch ganz tolle Kissenvarianten aus kontrolliert biologischem Anbau an, die perfekt zur Bettdecke passen und die man sich ganz individuell aussuchen kann. Aber auch Handwebteppiche und weitere Produkte für eure natürliche Schlafumgebung sind online zu finden.

Judith berät dabei sehr gern online. Ihr könnt bei all euren Fragen das Kontaktformular auf der Homepage ausfüllen und sie antwortet euch innerhalb von zwei Tagen und berät euch so ganz individuell, sodass ihr schon bald in ein gemütliches Bett einsinken und träumen könnt.

Gerne möchte ich auf die verschiedenen Füllungen eingehen, denn sie haben wirklich ganz unterschiedliche Eigenschaften und schenken uns ganz unterschiedliche Wohlfühlfaktoren.

Schurwolle: besonders feuchtigkeitsregulierend, klimatisierend, selbstreinigend, strapazierfähig, für die, die ein naturgesundes, trocken-warmes Bett bevorzugen

Maisflies: vegan, für Allergiker geeignet, gut waschbar, pflegeleicht, weich, geschmeidig, bauschig, atmungsaktiv, sehr leicht

Kapok: vegan, für Allergiker geeignet, antibakteriell, selbstreinigend, bedingt waschbar, atmungsaktiv, temperaturausgleichend, sehr leicht, bei Kälte sehr warm, sehr bauschig

Baumwolle: vegan, für Allergiker geeignet, waschbar, atmungsaktiv, antistatisch und feuchtigkeitsausgleichend, weniger gut wärmend, wie die anderen Naturmaterialien

Wildseide: sehr leicht, geschmeidig, hautverträglich, bei hohen Temperaturen kühlend, besonders gut selbstreinigend, bakterienabweisend, beruhigend, weniger gut wärmend, wie die anderen Naturmaterialien

Kamelhaar: besonders weich, sehr bauschig und wärmend, besonders feuchtigkeitsregulierend, gut luftdurchlässig, ganz besonders, um Nestwärme zu vermitteln

Alle Naturmaterialien beim Naturversand Kirschke sind zu 100% aus kontrolliert biologischem Anbau oder kontrolliert biologischer Tierhaltung. Alle Produkte werden mit größter Sorgfalt hergestellt und haben eine hochwertige Qualität. Außerdem wir die heimische Produktion gefördert. Damit und mit vielen anderen Vorzügen legt der Naturversand Kirschke einen hohen Wert auf Nachhaltigkeit.

Um nun wieder den Bogen zu meinem Weg zu mehr Körpergefühl zu schlagen, kann ich nur wieder betonen, wie wichtig mir eine natürliche und reizarme Schlafumgebung ist und wie unglaublich gut es mir tut, in einem natürlichen, gemütlichen Bett zu liegen, welches sich auf mehreren Ebenen stimmig anfühlt.

Also habe ich mir eine Oase geschaffen, die auch meine Werte trägt:

  • ein unbehandeltes Bett
  • Bettdecken, Kissen und Bettwäsche aus ungefärbten Naturmaterialien hergestellt in Deutschland
  • mein Sonnenglas mit Sonnenenergie
  • eine reizarme Umgebung

So natürlich wie möglich.

So gemütlich wie möglich.

So ruhig wie möglich.

Leben im Stigma?

Wenn mir etwas völlig fremd ist, dann ist es ein Leben im Stigma.

So richtig aufgefallen ist mir das heute beim Essenzubereiten für Henri und mich. So gab es Blumenkohl mit Pinienkernen und dazu Pesto. Das wars. Und wir sind super satt geworden. Viele würden jetzt wohl aufschreien, weil ich weder Fleisch noch eine Sättigungsbeilage dabei hatte. Ja, mag sein, aber für UNS passt es so. Hier gab es noch nie ein Essen nach Vorschrift. Ich habe mich noch nie nur an irgendwelche Empfehlungen von außen gehalten, sondern immer noch mein Bauchgefühl dazu eingeschaltet. Ich habe noch nie eine ganz normale Mahlzeit gekocht, bei der es Salzkartoffeln gehälftelt, dazu gekochte Möhrchen in Butter geschwenkt und ein gutes Stück geschmorten Braten mit Sauce gab.

NEIN! Das bin nicht ich. Ich bin da anders. Ich bin nicht grau und Standard.

Ich bin ich und ich bin bunt und mich macht genau das aus. Gestillt habe ich meine Kinder, solange wir es wollten und konnten. Sie schlafen bei mir im Familienbett, wie wir es schön finden. Wir essen, was wir brauchen und was uns schmeckt und das zu den Zeiten, wenn wir Hunger haben. Wie leben unser Leben in unserer kleinen Mama-Kinder-Familie, so wie es uns Spaß macht.

Ich liebe das Außergewöhnliche, ich mag manchmal die Extreme. Ich bin gern anders und gehe meinen Weg, auch wenn Standard oft eine gewisse Struktur und Sicherheit verspricht, die ich so liebe. Dennoch möchte ich immer noch ICH sein. Meinen Kopf mit all meinen Gedanken leben. Mich treiben lassen können, ohne dass mich jemand antreibt. Manchmal schwimme ich auf Wellen mit, wenn ich sie besonders schön finde. Ganz oft jedoch tauche ich von dort dann ab und entdecke meine wundervolle Unterwasserwelt, die nur mit meinen Augen so vielfältig gesehen werden kann.

Ich probiere gern Neues aus und widersetze mich gern den Wünschen und Ideen anderer, die der Meinung sind, sie wüssten es FÜR MICH besser. Ich bleib mir ganz nah. In meiner Mitte. Mich bekommt hier keiner mehr raus. Und wenn ich dafür Freunde verliere. Ich bin mir selbst der nächste. Gesund egoistisch mit einer riesen Portion Liebe und Herzlichkeit für alle Menschen um mich herum. Ich verteile gern Lächeln und mach gern Späßchen, die keiner versteht. Ich liebe es, Menschen zu begeistern und ich freue mich an ihrer Freude.

Zweifel bremsen mich manchmal und ich drehe eine extra Gedankenschleife, um mich wieder in Sicherheit zu wiegen. Bin dankbar für Wissensimpulse, die ich selbst in dem Moment noch nicht habe. Ich recherchiere gern, frage aber trotzdem gern die erfahrenen Fachleute.

Manchmal sprüht mein Geist nur so vor glitzernden und bunten Ideen und ich möchte gern alles auf einmal verwirklichen. Oft hilft eine schlaflose Nacht darüber zu schlafen und auch wenn ich am nächsten Tag wie gerädert bin, hat es mich auch ein stück geerdet.

Zurück zum Blumenkohl, der mir vorhin wieder einmal mehr verdeutlicht hat, wer ich bin. Danke du kostbares Gemüse. Danke für dein SEIN. Und danke, dass ich durch dich nun wieder mehr ich BIN.

Meine friedvolle Trennung

Lange habe ich überlegt, ob ich und vor allem wie ich über dieses Thema schreiben soll. Immerhin möchte ich die Privatsphäre von meinem Mann wahren. Gleichzeitig merke ich aber, dass dieses Thema unbedingt Gehör braucht, weil es so wichtig für Viele ist. Es ist wichtig, dass ich darüber schreibe. Einmal für mich selbst und einmal als Impulsgeber für euch da draußen, die ähnliches durchmachen.

Allerdings möchte ich keinenfalls die Position einnehmen, die sagt: nur so ist es richtig. Nein. Jede Trennung ist so individuell, wie auch die Beziehungen individuell sind. Allerdings weiß ich, dass friedvolles Trennen nur geht, wenn beide es wollen.

So gibt es doch immer wieder in getrennten Partnerschaften mindestens einen, der sich schlecht behandelt fühlt und sich an dem anderen rächen möchte.

Offen und ehrlich gesprochen: diese kurzen Momente hatte ich auch, denn ich wurde verlassen. Um das durchzustehen braucht man unglaublich viel Kraft, die mir mit meinen drei Kindern oft schwand. Oft dachte ich, es sei einfacher sich zu streiten und den Partner dann einfach weg zu schicken und gut. Aber das Gegenteil ist der Fall, was ich nun rückblickend sagen kann.

Ende April offenbarte mir mein Mann, dass er gehen möchte. Das hatte vielerlei Gründe. Kleine nichtige, aber für ihn auch große bedeutende. Mir dies alles anzuhören war eine schwere Prüfung für mich, weil ich nicht auch nur den Hauch einer Chance hatte, dass er es sich anders überlegen würde. Ich stand vor vollendeten Tatsachen und wusste nicht mehr weiter.

Parallel dazu haben wir Ende letzten Jahres ein Haus gekauft, in welchem wir alle gemeinsam leben wollten. Diese Tatsache auf die kommende Situation passend zu machen, war gar nicht ganz leicht. Dennoch entschieden wir gemeinsam, dass es das Beste sei, in dieses Haus einzuziehen und damit eine Homebase für die Kinder zu schaffen.

Die Kinder waren immer unser Haltepunkt. Immer wenn es drohte zu eskalieren, haben wir uns gegenseitig an unsere Kinder erinnert. Wir haben dann einfach Auszeit voneinander genommen und dann konnten wir wieder normal miteinander sprechen.

Wir entschieden auch, uns rechtlich von einer Mediatorin begleiten zu lassen. Das kann ich jedem nur empfehlen, weil sie es schaffte, unsere Themen auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. So arbeitet man zusammen erst mal alle Themen heraus, die jedem wichtig erscheinen. Dann einigt man sich auf verschiedene Punkte. Mal ist es ein Kompromiss und mal ist man sich einig. Am Ende hält man jeden festgelegten Schritt in einer Vereinbarung fest.

Das hilft, dieses WirGefühl nicht zu verlieren, da man ja immer noch eine Art Wir ist und auch bleibt mit den Kindern. Das haben wir uns lange aufrecht erhalten.

Und die Kinder?

Lange Zeit habe ich es nicht geschafft, es den Kindern zu sagen. Zu groß war die Angst vor ihrer Reaktion. Enttäuschung, Traurigkeit, Wut. All das galt es zu begleiten, während ich mit mir selbst noch nicht im Reinen war. Das wollte ich abwarten, weil es mir unglaublich wichtig war, stark zu sein, wenn ich die Tatsache ausspreche. Nach vier Monaten haben wir es ihnen gemeinsam gesagt, was ich als unglaublich wichtig und auch hilfreich empfand.

Schlussendlich war es jedoch gar nicht so arg, wie ich es mir gedanklich ausgemalt hatte. Es war irgendwie in Ordnung für sie, weil sie es selbst vielleicht schon gespürt hatten, dass sich in diesem Familienverbund etwas anders anfühlt.

Und ich? Wie konnte ich mit dem ganzen umgehen?

Zunächst hat es mich unendlich aus der Bahn geworfen. Einige Tage stand ich völlig neben mir und konnte mit dieser Planänderung von außen überhaupt nicht umgehen. Alles war durchgeschüttelt, zerrüttelt und völlig durcheinander. Nachdem ich mich beruhigt habe, habe ich angefangen aus den neuen Bausteinen etwas zu bauen. Irgendwann kam mir dann in den Sinn, dass ich uns zwei kleine Kätzchen kaufen werde. Das entschied ich völlig allein und plötzlich freute ich mich ein ganz klein wenig auf die kommende Zeit. Ich liebe Katzen und genieße es unheimlich, wenn welche um mich herum sind.

Plötzlich konnte ich los lassen. Jahrelang hielt ich an unserem Familienkonstrukt fest. So arbeitete mein Mann unter der Woche viel und war für die Kinder eigentlich nur am Wochenende da. Meine Vorstellung war es, diese wenige Zeit immer maximal zu nutzen. So verbrachten wir jedes Wochenende zusammen und teilten fast jede Minute miteinander. Es fiel uns schwer, den anderen richtig los zu lassen. Das änderte sich mit der Offenbarung schlagartig, vielleicht weil ich erkannt habe, dass es ein Fehler war. In dem Moment, als ich mit der Gegebenheit der Trennung konfrontiert war, rückte sich auch irgendetwas gerade in mir. Ich lies jeden festgefahrenen Gedanken los und war bereit, ein neues Leben zu führen, auch wenn ich mir alles ganz anders vorgestellt hatte. Aber so ist es nun mal. Ich kann mir alles vorstellen, in der Realität kommt es immer anders. DAS ist Leben.

Und so sortierten wir gemeinsam alles neu. Heimlich, ohne dass die Kinder etwas mitbekamen. Wir bereiteten alles vor. Im Juni begannen wir die Kisten für das neue Haus zu packen. Und auch dies war eine hilfreiche Reinigung: das alte Leben in der alten Wohnung zurück lassen. Viele unnötige Dinge weg zu schmeißen. Sich frei machen. Minimalisieren.

Das neue Haus bietet sich mir als Chance. Eine neue Atmosphäre. Neue Energien, Räume, Geräusche, Gerüche, Umgebungen, Abläufe. Alles neu. Und das half mir unglaublich.

Aber ich habe auch Angst. Angst vorm Scheitern allein mit drei kleinen Kindern. Angst vor finanzieller Notlage. Angst vor dem Alleinsein.

Wie habe ich es geschafft, fair und meist aufrichtig zu bleiben?

Das ist tatsächlich eine Frage, die ich nicht so leicht beantworten kann. Vielleicht liegt es in meiner Natur. Ich verärgere Menschen ungern, ich kann keine Schimpfworte aussprechen, ich liebe Harmonie.

An dieser Stelle wusste ich, dass wenn ich fair bleibe, dass er dann auch fair mit mir bleibt. Zumindest dachte ich lange Zeit, dass das eine das andere bedingt. Und in gewisser Weise ist dies auch so.

Warum sollte ich ihn ärgern? Warum sollte ich mich an ihm rächen? Für was? Am Ende schadet es nur den Kindern und das ist das Letzte, was ich will.

Ich habe selbst die bittere Erfahrung gemacht, wie es ist, wenn sich Eltern im Rosenkrieg trennen. Scheußlich. Auf diese Stufe wollte ich mich niemals stellen. Diesen Mann habe ich 11 Jahre lang intensiv geliebt und liebe ihn immer noch auf gewisse Weise. Klar ist viel betäubt worden durch diese heftige Zeit, aber er ist und bleibt der Papa meiner Kinder. Ich möchte meinen Kindern nicht irgendwann erklären müssen, dass wir Eltern uns hassen. Nein. Wir bleiben freundschaftlich verbunden. Dafür gebe ich alles. Auch wenn ich mich ungerecht behandelt gefühlt habe. Auch wenn ich die Gründe der Trennung heftig finde. Aber es steht mir nicht zu darüber zu urteilen und diese Gründe abzuwerten. Es sind seine Gründe und sie haben Gewicht, denn sie haben ihn zu dieser Entscheidung geführt. Ich bin mir sicher, dass ihm all dies nicht leicht fällt. Im Gegenteil. Aber irgendein Anteil in ihm braucht diesen Abstand jetzt. Ich gewähre ihm das.

Vielleicht ist da tief in mir drin auch eine große Portion Vertrauen ins Leben. Alles kommt, wie es kommen soll. Es hat seine Richtigkeit. Wo Licht ist, ist nicht nur Schatten. Da ist vor allem ganz viel Licht.

Stück für Stück ordnet sich nun vieles neu. Es ist nicht leicht, aber es bewegt sich und ich habe unglaublich viel daraus gelernt. Ich habe mich selbst besser kennen gelernt. Tiefer in meine Seele geblickt, die so schön und rein ist. Und ich habe erkannt, dass näher bei mir bin, als ich je geglaubt habe. Ängste haben mich unentwegt aus meiner Mitte gezogen. Allerdings steht das Vertrauen auf der anderen Seite und ich allein habe die Wahl, welche Perspektive ich einnehme.

LOSLASSEN ist das Stichwort. Am besten alles: jede Vorstellung von der Zukunft, jede Angst, jeden Groll und Dinge, die unser Leben nur beschweren. Mein Kleiderschrank ist nur noch halb so voll, wie vor einem Jahr (lest gern hier), meine Essgewohnheiten haben sich komplett verändert (lest gern hier) und mein Weg zu mehr Körpergefühl fühlt sich so unglaublich warm an. Die Artikel dazu verlinke ich euch hier:

Der Weg zu mehr Körpergefühl Teil 1

Der Weg zu mehr Körpergefühl Teil 2

Der Weg zu mehr Körpergefühl Teil 3

Der Weg zu mehr Körpergefühl Teil 4

Und wie gehts mir heute?

Es geht mir gut. Mittlerweile bin ich überzeugt davon, dass es so sein sollte. Was auch immer wir aus dieser Lebenserfahrung mitnehmen, es hat seinen Sinn. Es war und ist eine Bereicherung für mich und die Elternbeziehung, dass wir beide an einem Strang gezogen haben. Dass ich eben nicht ausgeflippt bin und mich an ihm in irgendeiner Weise rächen wollte. Nein. Ich bin geerdet und ausgeglichen, voller Vertrauen. Auch wenn dieser Weg kein leichter ist. Er ist für irgendetwas gut.

Wenn ihr Fragen zu all dem habt, dann könnt ihr mir sehr sehr gern schreiben 🙂